Das Sony Xperia 1 VII hat in seiner kurzen Zeit seit dem Marktstart bereits eine bewegte Geschichte hinter sich: Kaum war das neue Flaggschiff des japanischen Herstellers im Juni erschienen, musste Sony den weltweiten Verkauf stoppen.
Grund waren Hardwaredefekte, die dazu führten, dass sich einige Geräte plötzlich ausschalteten oder gar nicht mehr einschalten ließen. Nach einem Austauschprogramm und Anpassungen im Herstellungsprozess ist das Smartphone seit Ende August wieder verfügbar.
Hat sich das Warten gelohnt? Und wie schlägt sich das Sony-Flaggschiff für 1.499 Euro im Vergleich mit anderen Premium-Modellen? Ich habe das Smartphone zwei Wochen im Alltag genutzt und schildere euch nachfolgend meine Eindrücke.
Transparenzhinweis: Sony hat mir das Xperia 1 VII für den Test kostenfrei zur Verfügung gestellt. Der Hersteller hatte keinen Einfluss auf den Artikelinhalt und bekam keine Einsicht vor dem Erscheinen des Tests. Es bestand keine Verpflichtung zu einem Testbericht.
Inhaltsverzeichnis
So habe ich getestet
Ich habe das Sony Xperia 1 VII über einen Zeitraum von zwei Wochen im Alltag verwendet und habe das Gerät dabei so vielseitig wie möglich verwendet. Ganz ersetzen kann ich mein Hauptgerät (iPhone) nicht, da meine Kommunikation größtenteils über iMessage läuft und ich zudem verschiedene Geräte über Apple HomeKit steuere.
Spezifikationen
| Technische Daten des Sony Xperia 1 VII | |
|---|---|
| Display | 6,5″ LTPO-OLED, 1080 × 2340 px, 120 Hz, HDR |
| Maße | 162 × 74 × 8,2 mm |
| Gewicht | 197 g |
| Betriebssystem | Android 15 |
| Update-Garantie | 4 Jahre Android, 6 Jahre Sicherheitspatches |
| Hauptkamera | 48 MP, f/1.9, 24 mm, OIS |
| Telekamera | 12 MP, f/2.3–3.5, 85–170 mm optischer Zoom, OIS |
| Ultraweitwinkel | 48 MP, f/2.0, 16 mm |
| Frontkamera | 12 MP, f/2.0 |
| Prozessor | Qualcomm Snapdragon 8 Elite |
| Arbeitsspeicher | 12 GB RAM |
| Speicher | 256 GB UFS-4.0, erweiterbar per microSD |
| Akku | 5.000 mAh |
| Ladeleistung | 30 W kabelgebunden, 15 W kabellos |
| Entsperrung | Fingerabdrucksensor (seitlich), Gesichtserkennung |
| Anschlüsse | USB-C 3.2, 3,5 mm Klinke |
| Schutzstandard | IP65/IP68 |
| Wi-Fi | Wi-Fi 7 |
| Bluetooth | Bluetooth 6.0 |
| Mobilfunk | 5G |
| NFC | Ja |
| GPS & Navigation | GPS, GLONASS, Galileo, QZSS |
| Farben | Moosgrün, Orchideenviolett, Tafelschwarz |
| UVP | 1.499 € |
Preis und Verfügbarkeit
Das Sony Xperia 1 VII kostet mit 256 Gigabyte Speicher und 12 Gigabyte RAM 1.499 Euro. Erhältlich ist das Smartphone in den Farben Moosgrün, Orchideenviolett, Tafelschwarz.
Nach dem temporären Verkaufsstopp im Juli ist das Gerät seit Ende August 2025 wieder regulär verfügbar. Erhältlich ist es in erster Linie über den herstellereigenen Onlineshop.
Lieferumfang
Sony setzt beim Xperia 1 VII auf Nachhaltigkeit, was sich deutlich im Lieferumfang widerspiegelt. Die kompakte Verpackung besteht aus Karton und enthält keinerlei Zubehör.
Im Lieferumfang enthalten:
- Sony Xperia 1 VII
- Schnellstartanleitung und Garantieinformationen
Ein Netzteil, Ladekabel oder gar eine Schutzhülle liegen nicht bei. Bei einem Smartphone in der 1.500-Euro-Klasse empfinde ich das als etwas dürftig.
Ab Werk ist auch keine Displayschutzfolie aufgebracht, sodass ihr selbst für entsprechenden Schutz sorgen müsst.
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Die Smartphone-Sackgasse 2025: Wenn Gefühl Innovation verdrängt
Design und Verarbeitung
Optisch bleibt Sony seiner Designsprache treu – das Xperia 1 VII sieht im Wesentlichen aus wie seine Vorgänger. Ich persönlich sehe das nicht kritisch. Das Smartphone hat ein zurückhaltend-elegantes Design, das hochwertig wirkt und mir gut gefällt.
Die gläserne Rückseite ist mit feinen Noppen strukturiert, was eine angenehme Haptik bietet und Fingerabdrücke vermeidet. Auch der Aluminiumrahmen weist eine feine Riffelung auf und selbst der kleine Kameraauslöser ist strukturiert – schöne Details.
Was mir besonders gefällt: Sony bietet weiterhin einen 3,5-Millimeter-Kopfhöreranschluss – mittlerweile eine Rarität bei Premium-Smartphones.
Mindestens genauso selten: Der SIM- beziehungsweise microSD-Kartenschacht lässt sich ohne Werkzeug entnehmen, ähnlich wie bei Sonys Digital Audio Playern.
Trotz dieser beiden Öffnungen ist das Gerät nach IP65/IP68 gegen Staub und Wasser geschützt.
Ein Kritikpunkt: Der Fingerabdrucksensor ist in die Seitentaste integriert und befindet sich nicht wie bei vielen Konkurrenz-Modellen unter dem Display.
Das wirkt mittlerweile nicht mehr ganz zeitgemäß und funktioniert außerdem teils nicht reibungslos – bei feuchten Fingern kommt es gelegentlich zu Problemen.
Dafür ist die Verarbeitung des Xperia 1 VII tadellos. Das Gerät fühlt sich wertig an und macht einen robusten Eindruck.
Display
Das 6,5-Zoll-Display des Xperia 1 VII entstand in Zusammenarbeit mit Sonys Bravia-Entwicklern. Das LTPO-OLED-Panel im 19,5:9-Format bietet eine ausgezeichnete Bildqualität mit exzellenten Kontrasten und natürlichen Farben.
Die Schärfe ist mit 1.080 x 2.340 Pixel (FHD+) aus meiner Sicht ausreichend, allerdings bieten andere Hersteller mitunter Smartphones mit höherer Auflösung und selbst Sony setzte noch bis zum Xperia 1 V (2023) auf ein 4K Display.
Allerdings erkenne ich auch auf dem Xperia 1 VII mit bloßem Auge keine einzelnen Pixel. Daher ist es für mich kein Kritikpunkt.
Die maximale Helligkeit gibt Sony nicht offiziell an. Die auf Smartphones spezialisierte Webseite GSMArena hat in Messungen 1.475 Nits ermittelt.
In der Praxis lässt sich der Bildschirm auch bei hellem Sonnenlicht problemlos ablesen und ist ausreichend hell – das kann ich nach meiner Testphase bestätigen.
Eine Besonderheit: Sony verzichtet weiterhin auf Notch oder Punch-Hole und setzt stattdessen auf etwas dickere Bildschirmränder oben und unten. Das mag veraltet wirken – mich stört es im Alltag nicht.
Daneben ermöglicht dieses Design die Unterbringung der Stereo-Frontsprecher, ohne auf den Rahmen ausweichen zu müssen. Ferner bleibt der Bildschirm frei von störenden Elementen und zeigt Inhalte vollflächig an.
Die 120-Hertz-Bildwiederholrate sorgt indes für eine flüssige Darstellung bei allen Inhalten. Das adaptive LTPO-Panel passt die Frequenz automatisch an und schont so den Akku.
Prozessor und Speicher
Im Inneren des Handys werkelt der Qualcomm Snapdragon 8 Elite – derselbe Chip, der bei vielen Flaggschiff-Smartphones von 2025 wie dem Honor Magic7 Pro zum Einsatz kommt.
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Ich teste die Leistungsfähigkeit von Smartphones einerseits mit Apps und Spielen im Alltag. Gleichzeitig messe ich die CPU- sowie Gesamtperformance mit den Benchmark-Apps »Geekbench 6« sowie »AnTuTu Benchmark«, um eine objektive Vergleichbarkeit zwischen Smartphones herzustellen. Geekbench prüft die Single- und Multi-Core-Performance des Gerätes, AnTuTu die Gesamtleistung. Beide Programme geben am Ende eine Punktzahl aus und bieten auf ihrer Webseite zudem ein Ranking mit vielen anderen Geräten an.
Trotz des leistungsstarken Snapdragon 8 Elite liegt das Xperia 1 VII nicht an der absoluten Benchmark-Spitze im Premium-Vergleich, sondern gibt seinen Premium-Kollegen den Vortritt.
In der Praxis ist das jedoch irrelevant – die Leistung reicht problemlos für alle Aufgaben aus.
Geekbench CPU Single Core
Sony Xperia 1 VII
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Apps starten zügig, Multitasking funktioniert flüssig und auch anspruchsvollere Spiele wie Genshin Impact laufen auf hohen Details problemlos.
Das Smartphone ist mit 12 Gigabyte Arbeitsspeicher und 256 Gigabyte UFS-4.0-Speicher ausgestattet. Bei Bedarf lässt sich der Speicher per microSD-Karte erweitern.
Akkulaufzeit
Hier zeigt das Sony Xperia 1 VII seine Paradedisziplin. Die Akkuleistung ist schlichtweg fantastisch und übertrifft alle bisher von mir getesteten Flaggschiff-Smartphones deutlich – und das, obwohl der Akku mit 5.000 Milliamperestunden keine außergewöhnlich hohe Kapazität besitzt.
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Ich verwende die Android-Software »PCMark«, um einen Akkubenchmark durchzuführen und eine Vergleichbarkeit mit anderen Smartphones zu schaffen. Die App erledigt dabei Alltagsaufgaben wie Web-Browsing, Video-Wiedergabe, Textverarbeitung und Bildbearbeitung, bis der vollständig aufgeladene Akku unter 20 Prozent fällt. Am Ende gibt das Programm eine Zeitdauer als Gesamtergebnis aus.
Im PCMark-Benchmark erreichte das Gerät beeindruckende 26:18 Stunden. Das ist ein Rekordwert innerhalb meiner Testreihe, der sogar den günstigen Akku-Champion HMD Fusion (26:15 Stunden) trotz besserer Ausstattung schlägt.
PCMark Akku-Benchmark
Sony Xperia 1 VII
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Im Vergleich übertrifft das Xperia 1 VII andere Top-Modelle deutlich: Das Samsung Galaxy S25 Ultra erreicht 18:02 Stunden, das Honor Magic7 Pro 14:38 Stunden und das Nothing Phone 3 immerhin 17:18 Stunden.
In der Praxis bedeutet das: Bei normaler Nutzung hält das Smartphone problemlos zwei Tage durch, bei intensiverer Verwendung immer noch anderthalb Tage. Das ist bei einem Flaggschiff mit diesem Display und dieser Leistung wirklich bemerkenswert.
Geladen wird mit bis zu 30 Watt per Kabel, 15 Watt kabellos – nach heutigem Standard und vor allem im Hinblick auf den hohen Verkaufspreis ist das alles andere als beeindruckend. Ein etwas zügigeres Schnellladen wäre schön gewesen.
Kamera
Die Kamera des Xperia 1 VII entstand in Kooperation mit Sonys Alpha-Kamerateam. Das Kamerasystem ist grundsätzlich gut – es hängt aber auch stark von der Aufnahmesituation ab.
Bei gutem Licht liefern die unterschiedlichen Linsen tolle Resultate. Hauptkamera, Ultraweitwinkel und Telezoom machen kontraststarke Aufnahmen mit schönen Farben und vielen Details.
Besonders erwähnenswert ist der echte optische Zoom der Telekamera – ein großer Vorteil gegenüber den meisten anderen Smartphones, die auf Digitalzoom angewiesen sind.
Hier seht ihr die verschiedenen Zoomstufen (0.7x, 1x, 2x, 3.5x und 7.1x) in der Praxis:
Der Zoombereich ist groß und ermöglicht es, auch entfernte Objekte formatfüllend zu fotografieren. Die kontinuierliche Zoomfunktion zwischen 85 und 170 Millimetern funktioniert einwandfrei und bietet Flexibilität.
Allerdings hat der Zoom einen großen Nachteil: Selbst bei strahlendem Sonnenschein sind Fotos aus der Hand mitunter verwackelt. Hier funktioniert die Bildstabilisierung nicht sehr zuverlässig – das ist ärgerlich.
Nachfolgend seht ihr eine Auswahl weiterer Motive, die ich mit der Kamera des Xperia 1 VII aufgenommen habe.
Für den Telezoom bietet Sony auch einen eigenen Makro-Modus innerhalb der Kamera-App.
Über diesen kommt man sehr nah an Objekte heran, allerdings gibt es dabei eine Schwierigkeit: Der Fokus muss manuell eingestellt werden und reagiert extrem empfindlich. Dadurch ist das Feature eigentlich nur mit einem Stativ sinnvoll nutzbar.
Bei schlechteren Lichtverhältnissen am Abend liefert die Hauptkamera noch die besten Ergebnisse. Allerdings sind sämtliche Optiken nicht vergleichbar mit Premium-Geräten anderer Hersteller, die per Software deutlich bessere Ergebnisse erzielen.
Insgesamt sind die Aufnahmen recht dunkel, teils auch stark weichgezeichnet.
Hier sind einige Beispielaufnahmen:
Reihenfolge: Ultraweitwinkel, Hauptkamera (1x, 2x Crop), Telezoom (3,5x und 7.1x)
Wirklich schöne Nachtaufnahmen kann man mit dem Sony höchstens im manuellen Modus mit Stativ erzielen, nicht aber im Automatikmodus aus der Hand.
Der Frontkamera gelingen bei direktem Licht qualitativ hochwertige Selfies. Bei weniger Licht werden die Aufnahmen deutlich weichgezeichnet, bleiben aber noch brauchbar. Insgesamt ist die Qualität für Selfies oder Videoanrufe ausreichend, jedoch nicht herausragend.
Bei ausreichend Licht macht die Frontkamera gute Fotos. Bei weniger Licht sind sie brauchbar, aber deutlich weichgezeichnet. (Bildquelle: GameStar Tech)
Alles in allem liefert das Kamerasystem des Xperia bei Tageslicht wirklich gute Ergebnisse – bei weniger Licht sind andere Premium-Geräte wie etwa das Nothing Phone 3 oder Galaxy S25 Ultra besser.
Video-Features
Wer mit dem Smartphone filmt, bekommt beim Xperia 1 VII viele spezielle Features an die Hand, mit denen hochwertige Videos produziert werden können.
- 4K-Aufnahmen bis 120fps: mit allen drei Kameras.
- AI Camerawork: Die Funktion nutzt Körperpositionserkennung (Pose Estimation), um automatisch Videos mit optimalem Bildausschnitt zu erstellen.
- Auto Framing: Die Funktion zeichnet gleichzeitig zwei Videos auf - eine statische Weitwinkel-Aufnahme der kompletten Szene und eine automatisch getrackte Hochkant-Aufnahme des Motivs.
- S-Cinetone: Sony hat sein Farbprofil aus der Cinema-Sparte ins Smartphone übertragen. Das verleiht Videos einen filmischen Look.
- Pro Video-Modus: Manuelle Kontrolle über ISO, Verschlusszeit, Weißabgleich und Focus Peaking.
- Kontinuierlicher optischer Zoom auch bei Video: Der echte optische Zoom funktioniert auch bei Videoaufnahmen. Der Zoom-Vorgang mithilfe der anderen Linsen ist jedoch durch Ruckler geprägt, die beim Wechseln der Optik auftreten.
Lautsprecher
Das Xperia 1 VII besitzt Stereo-Frontsprecher, die ziemlich laut sind und einen durchaus annehmbaren Klang bieten – zumindest für ein Handy. Im Vergleich zu Bluetooth-Lautsprechern klingen sie aber deutlich dünner und mitunter leicht blechern.
Für Videos, Podcasts oder gelegentliche Musikwiedergabe nebenbei reicht die Qualität aus. Die Lautsprecher sind gut ausbalanciert und bieten eine vernünftige Stereo-Trennung.
Konnektivität
Beim Thema Konnektivität leistet sich das Xperia 1 VII keine Schwächen und bietet alles, was man von einem modernen Flaggschiff erwarten kann.
Die Ausstattung umfasst:
- WiFi 7
- Bluetooth 6.0
- 5G
- NFC
- GPS, GLONASS, BDS, GALILEO, QZSS
- USB-C 3.2 mit DisplayPort-Ausgang
- Dual-SIM mit eSIM-Unterstützung
Beachtet, dass die Dual-SIM-Nutzung nur im Zusammenhang mit eSIM möglich ist, da das Handy nur den Einsatz einer physischen SIM-Karte erlaubt.
Betriebssystem und Updates
Das Sony Xperia 1 VII läuft aktuell noch mit Android 15 und bietet eine nahezu unveränderte Android-Oberfläche. Sony verzichtet weitgehend auf eigene Anpassungen, Bloatware gibt es kaum. Lediglich Facebook und LinkedIn sind vorinstalliert.
Update-Garantie: Sony verspricht vier Jahre Android-Updates und sechs Jahre Sicherheitspatches. Das ist für Sony-Verhältnisse zwar gut, im Vergleich mit der Premium-Konkurrenz jedoch nur Mittelmaß. Viele andere Hersteller bieten inzwischen sechs Jahre Android-Updates und mehr.
Vorinstallierte Sony-Apps:
Sony hat einige hauseigene Apps vorinstalliert, die durchaus nützlich sind und das Smartphone-Erlebnis erweitern:
- Spieleoptimierer: Sammelt alle Spiele an einem Ort, blockiert Benachrichtigungen während des Spielens, ermöglicht Bildschirmaufnahmen und bietet Gaming-Optimierungen.
- PS App: Standard PlayStation-App für Remote-Verbindung zur PS5 und Social-Features.
- Music Pro: Ermöglicht Musikaufnahmen in hoher Qualität mit Cloud-KI-Verarbeitung, bietet Studio-Reverb-Simulation und Rauschunterdrückung.
- Creators App: Erlaubt die Verbindung und Fernsteuerung von Sony Alpha-Kameras über das Smartphone.
- Video Creator: Einfache Videobearbeitung mit Auto-Edit-Funktion für Social Media-Content, erstellt automatisch geschnittene Videos mit Musik.
- Sound Connect: Ermöglicht, kompatible Sony-Kopfhörer zu personalisieren und die Geräteeinstellungen anzupassen.
Besondere Features
Das herausragende Feature des Xperia 1 VII ist für mich als Musikfan eindeutig der 3,5-Millimeter-Kopfhöreranschluss. Kaum ein Premium-Smartphone bietet heute noch diese Funktionalität.
Der Anschluss verfügt über eine ausreichende Leistung, um auch meine Over-Ear-Kopfhörer Focal Stellia (35 Ohm) vernünftig anzutreiben.
Die Zusammenarbeit mit dem Walkman-Team zeigt sich bei der Technik. Laut Hersteller wurden der Audioschaltkreis, Signalpfade und hochwertige Materialien wie Gold-Lot von den tragbaren Audioplayern übernommen.
Die vorinstallierte Musik-App kann diverse Musikformate wiedergeben, darunter auch unkomprimierte FLAC-Dateien.
Ich kenne den Sony-Sound relativ gut, ob von Walkmans, Discmans oder Minidisc-Playern. Ich hatte in den letzten Jahren zudem einige Sony DAPs im Einsatz, darunter den NW-A306, den NW-WM1AM2 und verwende aktuell den Sony NW-ZX707 zusammen mit den Sony IER-Z1R-Ohrhörern.
Was mir im direkten A- und B-Vergleich auffällt: Der Klang ist ein Fünkchen neutraler als bei meinem ZX707 und hat nicht ganz diesen typischen warmen und voluminösen Sony-Sound. Dennoch klingt auch das Xperia 1 VII qualitativ ausgezeichnet, nur eben eine Spur nüchterner – zumindest empfinde ich es so.
Ich sehe gegenüber den Sony-Audioplayern aber einen entscheidenden Vorteil: Die Sony-DAPs sind in Europa sehr stark beschnitten, was die Ausgangsleistung angeht. Der NW-WM1AM2 (europäische Version) konnte viele meiner Kopfhörer nicht adäquat antreiben, weshalb ich ihn seinerzeit wieder verkauft habe.
Das gelingt dem Xperia besser und damit ist es aus meiner Sicht eine echte Alternative zu den Audioplayern – gerade wenn man kein Modell ohne die Leistungsbeschränkungen aus dem Ausland importieren will.
Weitere Audio-Features des Xperia 1 VII:
- DSEE Ultimate zur Klangverbesserung bei komprimierten Dateien mithilfe von KI
- Spatial Sound (360 Upmix, Dolby Sound) für Surround-Klang
- 24-bit/192kHz Hi-Res-Audio-Unterstützung
Diese Sound-Funktionen fehlen im Vergleich zu den dedizierten DAPs:
- Equalizer zur Klanganpassung.
- DC Phasen Linearisierung: Passt niederfrequente Phasenverschiebungen digital an, um das Klangverhalten verschiedener Analogverstärker zu reproduzieren und einen klareren, analogeren Klang zu erzeugen.
- Dynamic Normalizer: Minimiert die Lautstärkeunterschiede zwischen verschiedenen Musiktiteln.
- Vinyl Processor: Simuliert das charakteristische analoge Hörerlebnis von Vinyl, indem die niedrigen Frequenzresonanzen, der Widerstand des Tonarms oder das Oberflächenrauschen digital nachahmt werden.
- DSD Remastering: Wandelt PCM-Audiodateien in eine DSD-Datei um, was zu einer detaillierteren und transparenteren Klangqualität führen soll.
Als vollwertigen Ersatz für die hauseigenen DAPs würde ich das Xperia daher nicht sehen, auch weil mir der Sony-Sound am ZX707 oder WM1AM2 persönlich noch etwas besser gefällt. Allerdings dürfte das höchstens für eingefleischte Audio-Enthusiasten und Sony-Fans ausschlaggebend sein.
Alle anderen erhalten mit dem Xperia 1 VII einen ausgezeichneten Audioplayer.
Solltet ihr euch das Sony Xperia 1 VII kaufen?
Das Sony Xperia 1 VII lohnt sich für euch, wenn...
- ihr Wert auf eine außergewöhnlich lange Akkulaufzeit legt
- euch ein hochwertiger Kopfhöreranschluss wichtig ist
- ihr die vielen Kamera-Features zu schätzen wisst
- euch 1.500 Euro für ein Smartphone nicht zu viel sind
Weniger geeignet ist das Gerät, wenn...
- ihr die beste verfügbare Kamera für das Geld erwartet
- euch moderne Features wie schnelles Laden wichtig sind
- der Preis eine wichtige Rolle spielt
Mögliche Alternativen zum Sony Xperia 1 VII
Samsung Galaxy S25 Ultra: Bietet die bessere Kamera, S-Pen-Unterstützung und mehr Premium-Features. Einen Klinken-Anschluss gibt es jedoch nicht. Preislich ist das S25 Ultra inzwischen für unter 1.000 Euro zu haben.
Nothing Phone 3: Deutlich günstiger (ab 799 Euro), bietet ähnliche Performance und eine ebenfalls gute Kamera. Verzichtet dafür aber auf Kopfhöreranschluss und die Sony-spezifischen Features.
Honor Magic7 Pro: Starke Kamera mit variabler Blende und hervorragender Performance. Dafür gibt es aber auch hier keinen Kopfhöreranschluss. Das Magic7 Pro gibt es für unter 900 Euro zu kaufen.
Fazit
Das Sony Xperia 1 VII ist ein Nischen-Smartphone mit klaren Stärken und Schwächen. Es positioniert sich als solides, aber teures Smartphone für eine enge Zielgruppe.
Die herausragende Akkulaufzeit ist ein echter Pluspunkt, der das Gerät von der Konkurrenz abhebt. In Kombination mit dem hochwertigen Kopfhöreranschluss und diversen Kamera-Features ergibt sich ein durchaus überzeugendes Paket.
Die Schwächen liegen vor allem beim Preis-Leistungs-Verhältnis. Für 1.500 Euro erwarte ich vom Alpha-Hersteller eine der besten Smartphone-Kameras und modernere Features wie schnelles Aufladen und einen zuverlässigen Fingerabdrucksensor.
Wer die Sony-Features zu schätzen weiß, wird seine Freude am Xperia 1 VII haben. Für alle anderen gibt es günstigere Alternativen mit ähnlicher und mitunter besserer Ausstattung in einzelnen Bereichen.




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