Mit 62 Jahren drückt Nicolas Cage noch einmal mächtig auf das Action-Gaspedal: In Spider-Noir jagt er als Superheld The Spider
im New York der 1930er-Jahre das Böse – und dabei darf ich sogar selbst entscheiden, ob in Farbe oder Schwarz-Weiß.
Bei Kritikern kommt das neue Marvel-Abenteuer auf Prime Video verdammt gut an: Stolze 91 Prozent der Meinungen sind positiv – und schon beim ersten Reinschnuppern weiß ich auch genau, warum. Die Idee ist frisch und ein riesengroßer Schritt aus der Komfortzone, die Marvel für eine lange Zeit nur selten verlassen hat.
Worum geht’s in Spider-Noir?
Ben Reilly (Nicolas Cage) fühlt sich abgeschlagen und kaputt: Seine Tage als The Spider
sind längst gezählt und jetzt verdient er sich seinen Unterhalt mit kleinen Missionen als Privatdetektiv.
Doch das Böse schläft ja bekanntlich nie. Obwohl sich Reilly dagegen sträubt, wird er unfreiwillig in ein Netz aus Korruption und Verschwörungen verwickelt. Also wird es Zeit, den staubigen Anzug aus dem Kleiderschrank zu kramen, sich mit Spinnennetzen von Gebäude zu Gebäude zu schwingen und auf Verbrecherjagd zu gehen.
Alle acht Folgen von Spider-Noir könnt ihr euch seit dem 27. Mai 2026 auf Prime Video anschauen. Die Episoden haben eine durchschnittliche Laufzeit von etwa 42-49 Minuten.
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Bald auf Prime: In Spider-Noir schwingt sich Nicolas Cage mit seinen Spinnennetzen durch das New York der 1930er-Jahre
Warum mich Spider-Noir jetzt schon fasziniert
Wie oben bereits angerissen, kann ich komplett frei entscheiden, ob ich dem »Noir« im Titel durch die schwarz-weiße Umsetzung gerecht werde oder eben nicht. Es ist so ein banales Feature, aber allein die Möglichkeit hin und her zu wechseln, bereitet mir schon unheimlich viel Freude. So kann ich die Stimmung der Serie immer an meine derzeitige Laune anpassen.
Gleich zu Beginn der Serie schwingt sich der graue Spidey durch New York, und hier kommt die Kameraarbeit richtig gut zur Geltung. Ich habe das Gefühl, ich bin live dabei. Nein, als wäre ich selbst The Spider. Die kurze Ego-Perspektive hat mir eine kleine Gänsehaut beschert und ich habe sofort Lust bekommen, die Spider-Man-Spiele wieder aus meinem Regal herauszuklauben.
Bereits die erste Folge ist mit großen und kleinen Easter Eggs gespickt und ich schnipse andauernd wie das bekannte Leonardo-DiCaprio-Meme mit den Fingern, wenn ich etwas erkenne. Eines der großen Highlights sind dabei die bereits bekannten Bösewichte, die in der Serie durch ihre Charaktertiefe besonders gut zur Geltung kommen – wie zum Beispiel Flint Marko alias Sandman (Jack Huston).
Nicolas Cage macht als grummeliger Privatdetektiv ebenfalls einen guten Job, denn was solche Figuren besonders gut können: schlagfertige, trockene und freche Dialoge. Besonders mit der kessen Cat Hardy (Li Jun Li) hat er eine spannende Dynamik, denn die Sängerin lässt sich selten die Butter vom Brot nehmen und ist mindestens die Hälfte der Zeit genau so unbeeindruckt wie Reilly.
Jetzt kommt das »Aber …«
Spider-Noir ist natürlich nicht perfekt. Wer hier ein durchgehendes Action-Feuerwerk erwartet, der könnte enttäuscht werden. Zwischendurch gibt es Passagen, in denen eher ruhige Detektivarbeit angesagt ist. Da bleiben wilde Kämpfe und Verfolgungsjagden – die man sonst vielleicht von Marvel gewohnt ist – auch mal auf der Strecke.
Das Erste, was mir beim Reinschauen ins Auge gestochen ist: Das CGI und die Effekte sehen nicht immer ganz sauber aus. Wenn Nicolas Cage die Wände hochklettert, wirkt das – entgegen dem realistischen Look der Serie – oft künstlich und »videospielartig.« In der Schwarz-Weiß-Version fällt das aber noch deutlich weniger auf.
Aber macht euch doch gerne selbst einmal ein Bild von der Serie – oder seid ihr vielleicht schon mittendrin? Schreibt es uns gerne in die Kommentare!
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