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Seite 2: Spott für die »Killerspiele«-Killer - Spieleentsorgung in Stuttgart

Harsche Kritik an Medien

Staudenmaier war es auch, der das Vorgehen von Medienvertretern kritisierte und ein entsprechendes Video davon einstellte.

Provokant: Diesen Spruch trug ein Computerspieler auf seiner Jacke. Provokant: Diesen Spruch trug ein Computerspieler auf seiner Jacke.

Demnach sind Szenen, in denen zwei Kinder Computerspiele in den Container werfen, fürs Fernsehen gestellt worden. » Die Packungen wurden immer wieder aus dem Container geholt und für mehrere Kamerateams erneut eingeworfen.« Ein Mitarbeiter einer bundesweit erscheinenden Tageszeitung hatte den Piraten gefragt, ob er für ein Foto posieren wolle. Außerdem berichteten mehrere Medien von einer größeren Zahl weggeworfener Spiele. Manche Journalisten wollen »bis zum frühen Nachmittag etwa zwei Dutzend« Titel und darunter das »umstrittene Counterstrike« gesehen haben.

Killerspiele-Aktion Stuttgart 2009 ansehen

Bücherverbrennung reloaded?

Die Veranstaltung verlief friedlich, obwohl es im Vorfeld angesichts von rund 500 zum Teil bösartigen E-Mails an das AAW Bedenken gegeben hatte.

Einige Spieler waren mit provokanten Sprüchen wie »Ich lache über euer simples Weltbild!« und »Bücherverbrennung reloaded« erschienen. Dennoch kamen immer wieder junge Erwachsene zum Stand und mit den deutlich älteren Vertretern des Aktionsbündnisses ins Gespräch. Dirk Bloksma vom AAW-Förderverein erwies sich dabei als aufgeschlossener Diskussionspartner. Den Dialog zwischen allen Beteiligten werteten auch VDVC und Piraten als Erfolg.

Der Stuttgarter Student Dennis Grunert demonstrierte still gegen Zensur. Der Stuttgarter Student Dennis Grunert demonstrierte still gegen Zensur.

»Stigmatisierung von Spielern«

Sebastian Salveter, Spiele-Fan aus Stuttgart, war wegen kleinerer Spannungen zunächst sauer. Man hatte ihn nicht gleich in den Container blicken lassen, weil er nichts einwerfen wollte. Ferner kritisierte er, dass einige Vertreter des Bündnisses sich nicht eingehender mit Actionspielen befassen. »Wenn das nicht geschieht, hat das Ganze für mich einen Stigmatisierungshintergrund.« Es könne keinesfalls angehen, dass Spieler diskriminiert werden, nur weil es darunter ein paar schwarze Schafe gebe. »Man sollte mit diesen Menschen nicht zu hart ins Gericht gehen«, meinte Dennis Homm aus Böblingen, Kritik sei aber nichtsdestotrotz angebracht.

3:17

» Video: Eindrücke der AAW-Aktion

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