GameStars 2019

Spaß im Knast von Star Citizen? Tolle Ideen, doch noch nix zu sehen

Auf der Citizencon 2949 erklärte der Entwickler von Star Citizen den Ablauf des Gefängnis-Gameplays. Von den Ideen konnte er jedoch noch nicht viel zeigen.

von Mathias Dietrich,
11.12.2019 11:44 Uhr

Der Knast von Star Citizen soll Spaß machen. Die Präsentation von der Citizencon sah jedoch noch recht trist aus. Der Knast von Star Citizen soll Spaß machen. Die Präsentation von der Citizencon sah jedoch noch recht trist aus.

Nicht alle Vorführungen zu Star Citizen von der Citizencon 2949 wurden live gestreamt. Viele lud der Entwickler erst im Nachhinein auf Youtube hoch. Darunter befindet sich auch eine Präsentation zu den schon für Anfang 2020 geplanten Gefängnissen. Dabei nannte der Entwickler jedoch hauptsächlich tolle Ideen. Die Umsetzung selbst scheint sich der Präsentation zufolge noch in einem vergleichsweise frühen Stadium zu befinden.

Wieso hat Star Citizen Gefängnisse? Die SciFi-Simulation orientiert sich bei den Gefängnissen am realen Vorbild: Verbrecher sollen aus der Gesellschaft herausgenommen und rehabilitiert werden. Gleichzeitig sollen deren Opfer Genugtuung erhalten.

Bei dem Vorhaben gibt es allerdings ein Problem: Gefängnisse sollen nicht belohnen. Im echten Leben stellen sie eine Bestrafung dar. Doch in einem Spiel müssen sie ihren eigenen Unterhaltungswert bieten. Sonst würde sich wohl kaum jemand in Star Citizen einloggen, nachdem man im Gefängnis angekommen ist.

So will Star Citizen das Paradox lösen

Im echten Leben gibt es nur wenige Gründe, wirklich in ein Gefängnis kommen zu wollen. Star Citizen will den Spielern hingegen eine ganze Menge geben. Ein paar von denen nannte das Team direkt während der Präentation:

  • Neue Missionen: Bestimmte Auftraggeber könnten im Gefängnis sitzen. Um Kontakte zu knüpfen, müsst ihr sie erst dort treffen.
  • Schmuggel: Ihr könnt versuchen unerlaubte Waren in das Gefängnis hinein oder rauszuschmuggeln.
  • Ausbruch: Ihr versucht, Gefangenen beim Ausbruch zu helfen.
  • Attentate: Ein Attentatsziel könnte sich in einem Gefängnis aufhalten.
  • Verstecken: Womöglich werdet ihr in der Außenwelt gejagt. Das Gefängnis stellt in so einem Fall einen Schutz dar.

Ausbrüche sind vergleichsweise simpel: In der Hintergrundgeschichte des Spiels wird das erste Gefängnis der SciFi-Simulation als sehr unsicher beschrieben. Es gibt eine Reihe von Fluchtrouten und Gefangene entkommen häufig. Wer nicht dableiben will, wird also relativ einfach entkommen können. Sauerstoff soll das größte Hindernis sein: Nur der Hauptzellenblock versorgt euch beständig mit Luft und gerade neue Gefangenen bekommen nur einen kleinen Sauerstofftank.

Der legale Weg nach draußen: Alternativ könnt ihr eure Strafe einfach aussitzen oder abarbeiten. Dafür haben die Gefängnisse eine eigene Währung namens Merits. Die nutzt ihr nicht nur, um letztendlich aus dem Gefängnis zu kommen, sondern auch um zum Beispiel Upgrades für euren Mining-Laser zu kaufen und so schneller an weitere Merits zu kommen. Zudem könnt ihr sie mit anderen Gefangenen handeln.

Endlich ein Video aus dem Knast

Im Rahmen der Präsentation gab es auch erstmals Szenen aus den Gefängnissen zu sehen. Von den zahlreichen Ideen zeigt das Team hier jedoch noch nichts.

Entwickler Luke Pressley warnt direkt vor: Das Video erstellte keine Marketing-Abteilung, sondern er selbst auf einem wackeligen Entwickler-Build mit Assets, die sich ebenfalls noch in Entwicklung befinden.

Dadurch sieht es etwas generisch aus und ihr dürft nicht viel Action erwarten. Der Gameplay-Abschnitt beginnt im folgenden Video ab Zeitmarker 6:10.

Neben einigen Kamerafahrten aus der Besserungsanstalt selbst seht ihr so zudem einen Gefängnisausbruch. Der Spieler rennt dafür durch die recht leeren Gänge und erreicht ein Fluchtfahrzeug. Im aktuellen Zustand sieht das in der Tat noch wenig spannend aus.

Kann der Entwickler sein Versprechen einlösen?

Was wir bisher von den Gefängnissen sahen, ähnelte eher einer weiteren Station wie Levski als einem echten Knast im Stile von Butcher Bay aus Chronicles of Riddick. Es ist zudem bereits bekannt, dass zumindest das erste Gefängnis komplett automatisiert ablaufen wird. Das heißt: Die Gefangenen sind unter sich und es gibt keine Wachen. Nur ein Sicherheitssystem soll euch am Wegrennen hindern.

Da ist es fragwürdig, wie atmosphärisch und spannend der Alltag hinter schwedischen Gardinen letztendlich sein wird. Viel Zeit bis zur ersten Version des Knastalltags bleibt nicht mehr: Spätestens im März 2020 will das Studio von Cloud Imperium Games die Alpha um das Klescher Automated Prison erweitern. Darauf soll das Gameplay anhand von Spieler-Feedback erweitert werden.

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