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3,4 von 10 Punkten: Star-Citizen-Tester empfiehlt nach 10 Jahren – »Such dir etwas anderes«

Nach über 10 Jahren zieht ein enttäuschter Fan ein ernüchterndes Fazit für den aktuellen Zustand von Star Citizen und rät vom Weltraum-MMO ab.

Die Alpha von Star Citizen ist schon seit Jahren spielbar. Während das MMO langsam wächst, wird auch die Kritik der Community größer. Die Alpha von Star Citizen ist schon seit Jahren spielbar. Während das MMO langsam wächst, wird auch die Kritik der Community größer.

Star Citizen befindet sich seit 2010 in Entwicklung und ist seit 2013 als Alpha-Version spielbar. Seitdem wird das ambitionierte Weltraum-Spiel Stück für Stück um neue Inhalte erweitert. Einen konkreten Release-Termin gibt’s, nach zahlreichen Verschiebungen, aber nicht mehr.

Die Stimmung der Community ist mittlerweile gemischt. Während einige Fans an der großen Vision des MMOs festhalten, blicken andere eher enttäuscht auf die letzten Jahre zurück. Eine ausführliche Bewertung eines Langzeitspielers bringt die Kritik an Star Citizen dabei für viele auf den Punkt. Unter dem Titel »Star Citizen in 2026« fasst der Reddit-Nutzer AstroturfAlpha seine Erfahrungen mit der Weltraum-Simulation zusammen und zieht dabei ein ernüchterndes Fazit.

Video starten 1:29 Star Citizen erweitert sein Universum in der Alpha kontinuierlich und fügte etwa Bergarbeiter als neuen Job hinzu. Doch viele Fans sind mit der Entwicklung unzufrieden.

Ewige Baustelle: Der Zauber von Star Citizen verfliegt schnell

Der Start ins Spiel sei eigentlich richtig stark: Die ersten 5 bis 15 Stunden profitieren demnach massiv von der enormen Immersion, den begehbaren Raumschiffen sowie nahtlosen Planetenlandungen, die neuen Spielern ein beeindruckendes Erlebnis bieten.

Doch sobald die erste Faszination nachlasse, offenbaren sich laut dem Eindruck des Spielers schnell die massiven Probleme von Star Citizen. Hier eine Auswahl der größten Kritikpunkte:

  • Bug-Probleme: Schwerwiegende Bugs sollen regelmäßig für große Probleme und sogar zum Verlust von mühsam erspielter Fracht sowie Ingame-Währung führen.
  • Alte Fehler ohne Fixes: Einige der nervigsten Probleme würden bereits seit Jahren existieren, werden aber nicht behoben.
  • Schwache Missionen: Die Missionen seien meist oberflächlich und langweilig.
  • Zäher Grind: Das Wirtschaftssystem sei stark darauf ausgelegt, Spielern den Kauf von kostspieligen Raumschiffen gegen Echtgeld schmackhaft zu machen.
  • Fehlende Grundlagen: Obwohl Star Citizen bereits seit gut 16 Jahren entwickelt wird, fehlen weiterhin wichtige Kernelemente wie ein funktionierender Ingame-Markt.

Zitat aus der Review:

Star Citizen ist ein wirklich schlechtes Spiel. Es lohnt sich nicht, es zu spielen, es sei denn, man interessiert sich sehr für das Genre, hat viele Freunde, die es ebenfalls spielen, oder hat bereits Tausende oder Zehntausende Dollar in das Spiel gesteckt und kann sich nicht eingestehen, dass das einfach eine dumme Aktion war.

Die Kritikpunkte sind dabei keineswegs aus der Luft gegriffen, sondern begleiten das Mammutprojekt schon seit vielen Jahren. Seit der Ankündigung hat Cloud Imperium Games über 700 Millionen US-Dollar durch Crowdfunding eingenommen. Doch während das Spiel mit immer komplexeren Systemen und beispielloser Detailverliebtheit immer weiter wächst, leidet besonders das technische Fundament unter wiederkehrenden Problemen.

Der Vorwurf, die Entwickler würden lieber eine Vision verkaufen, als an der Fertigstellung des Projekts zu arbeiten, ist dabei nicht völlig von der Hand zu weisen.

Warten auf den großen Durchbruch

Besonders kritisch sieht der Langzeitspieler die ständige Hoffnung der Community, das Spiel sei nur noch »zwei bis drei Patches von der Perfektion entfernt«. Dies habe sich in den letzten Jahren nicht bewahrheitet und sei für ihn auch in den kommenden Jahren schlichtweg unrealistisch.

Video starten 54:54 Star Citizen 2026: Bekommen wir jetzt endlich, was uns versprochen wurde? | FYNG Talk

Zudem würden Patches und das Fixen der vielen Bugs zwar die aktuell größten Probleme von Star Citizen ausbessern, den Gesamtzustand aber bislang nicht auf eine zufriedenstellende Stufe heben. Selbst in einem völlig bugfreien Zustand bescheinigt der Langzeitspieler maximal 6 von 10 Punkten.

Besonders fehlende Endgame-Inhalte ziehen das Spiel, abseits der störenden Bugs, aktuell herunter. Sein Rat nach über 10 Jahren im Spiel: Lieber ein fertiges Spiel suchen, das schon heute abliefert und keine verschwommene Zukunftsvision verkauft. Als Beispiel hebt er Valheim hervor, das gerade erst als 1.0-Version erschienen ist.

Warum die Debatte genau jetzt so hochkocht

Der Frust des Spielers auf Reddit trifft einen empfindlichen Nerv in der Community und ist aktuell besonders relevant, da sich Star Citizen an einem kritischen Wendepunkt befindet.

Die Entwickler haben kürzlich die Steam-Seite für Squadron 42, dem ausgekoppelten Singleplayer-Modus von Star Citizen, live geschaltet. Auch Squadron 42 wurde in der Vergangenheit bereits mehrmals verschoben, soll jetzt aber im zweiten Quartal 2027 erscheinen.

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Entwickler Cloud Imperium Games (CIG) arbeitet seit Jahren an der Fertigstellung beider Projekte. Die Fertigstellung der Einzelspieler-Kampagne Squadron 42 scheint aktuell wieder greifbarer zu sein, während für das Hauptspiel weiterhin keine Ziellinie in Sicht ist.

Kein Wunder also, dass viele Fans das Gefühl haben, dass die Entwickler die Fertigstellung des eigentlichen Hauptspiels vernachlässigen und ihre Ressourcen nicht zielführend einsetzen.