Star Wars Jedi: Fallen Order sollte ursprünglich nicht um Jedis gehen

Cal Kestis sollte eins ein Schmuggler werden. Respawn musste lange argumentieren, um ihn zum Jedi machen zu dürfen.

von Mathias Dietrich,
16.06.2019 12:42 Uhr

Cal Kestis, der Protagonist von Star Wars Jedi: Fallen Order, kann keine Schusswaffen verwenden.Cal Kestis, der Protagonist von Star Wars Jedi: Fallen Order, kann keine Schusswaffen verwenden.

Star Wars Jedi: Fallen Order ohne Jedi? Das wäre fast passiert. Denn der Entwickler Respawn Entertainment musste Lucasfilm erst einmal davon überzeugen, Lichtschwerter nutzen zu dürfen. Das erklärte Creative Director Entertainment Stig Asmussen im Interview gegenüber Polygon.

Für die Story arbeitete das Entwicklerstudio von Anfang an mit Lucasfilm zusammen. Damit stellte man sicher, dass sich Fallen Order in den Kanon der Filme einfügt. Und für den Entwickler selbst war auch von Anfang an klar, dass man ein Nahkampfsspiel mit Lichtschwertern machen will. Lucasfilm hingegen sah das anders.

Es wäre fast um einen Schmuggler gegangen

Wer ein Spiel mit einem Jedi machen will, muss sich das erst in den Augen von Lucasfilm erst einmal verdienen. Im ersten Meeting zwischen den beiden Firmen wollte die Produktionsfirma Respawn dazu bewegen, ein Spiel um einen Schmuggler oder einen anderen Charakter zu machen, der kein Jedi ist. Die Machtnutzer sollten keine zentrale Rolle einnehmen. Denn diese sind, wie Asmussen erklärt, »der heilige Gral«.

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Respawn leistete Überzeugungsarbeit: Ein Shooter war nicht die Expertise des Entwicklers. Und das brachte deren Creative Director auch zur Aussprache. Er selbst und auch weitere Mitglieder des Teams arbeiteten bereits an God of War mit. So erklärte er Lucasfilm gegenüber, dass beide Parteien wohl glücklicher sind, wenn sie etwas mit Lichtschwertern machen.

Schließlich gab Lucasfilm nach. Sie meinten »Ok. Machtnutzer, keine Jedi. Lasst uns über ein Spiel mit einem Machtnutzer reden, der ein Lichtschwert hat.« Und von da aus ging es weiter, bis das Spiel selbst das Wort Jedi im Titel tragen durfte.

Die Zusammenarbeit war nicht leicht. Um das Projekt zu verwirklichen musste man eine Beziehung zueinander aufbauen. Und die war Asmussen zufolge nicht die leichteste. Mit der Zeit lernte man jedoch zusammen als Teil eines Teams zu arbeiten und sich gegenseitig zu vertrauen. Er selbst, so erklärt er weiter, sieht sich mittlerweile genauso als Teil von Lucasfilm, wie er sich als Teil von Respawn versteht.

Im Spiel sollt ihr die Ergebnisse dieses Zusammenwirkens sehen. Im Interview erklärte uns Brandon Kelch, dass Lucasfilm Respawn letztendlich so sehr vertraute, dass sie gar Inhalte in den Titel bringen durften, die man so noch nie zuvor im Star-Wars-Universum gesehen hat.

Bereits am 15. November soll Star Wars Jedi: Fallen Order verfügbar sein. Dann erlebt ihr die Geschichte von Cal Kestis, einem Jedi Padawan, der nach Order 66 ins Exil ging. Ihr müsst euch vor dem Imperium verstecken und versuchen, den Orden der Jedi wieder aufzubauen. Dabei hilft euch nicht nur euer Lichtschwert, sondern auch der kleine Roboterbegleiter BD-1.

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