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Seite 2: Star Wars: The Old Republic im Test - Kontrollbesuch zu Shadow of Revan

Affenjagd im Piratenhafen

Bei den Missionen auf Rishi und Yavin 4 fallen uns einige Neuerungen auf, beispielsweise wurde ein altes Problem endlich beseitigt: Es gibt keine hochkomplexen Dialoge mehr für einfache »Töte x Viecher«-Aufgaben. Stattdessen steht der Questtext in unserem Logbuch und der betreffende NSC betet sein Sprüchlein einfach im Hintergrund herunter. Das spart Zeit und wirkt nicht mehr so aufgesetzt wie früher, als wir für jede tägliche Aufgabe noch endlose Gespräche führen mussten. Vor allem, da die wiederholbaren Quests wirklich fix von der Hand gehen.

Wichtige Story-Ereignisse werden in gewohnt spektakulären Zwischensequenzen inszeniert. Wichtige Story-Ereignisse werden in gewohnt spektakulären Zwischensequenzen inszeniert.

Die Dialoge und Zwischensequenzen für die Haupthandlung sind jedoch weiterhin aufwändig inszeniert, und wir haben ständig verschiedene Antwort-Optionen zur Auswahl. Vor allem die Romanzen-Optionen zu den neuen NPCs sind gut gelungen, etwa wenn wir als Republikaner mit der Sith Lana Beniko anbandeln wollen. Dies alles hat zwar keine spielerischen Auswirkungen, erhöht aber die Erzähldichte und die Atmosphäre.

Ansonsten sind die Quests durchgehend gut ausgearbeitet, die Laufwege selten zu weit und gerade die Hauptmissionen allesamt sehr originell umgesetzt. So sollen wir beispielsweise auf Rishi ein bestimmtes Datenpad finden, doch als wir das Teil endlich haben, schnappt sich ein hämisch kichernder Echsenaffe - bekannt aus Jabbas Thronsaal in Episode 4 - das Gerät und haut ab. Wir verfolgen das Biest und kommen auf einen großen Platz, wo Dutzende von Piraten mit ihren privaten Affen-Haustieren rumhängen.

Wenn wir jetzt die Äffchen abtasten, um das Pad zu finden, geraten wir unweigerlich mit einigen der Freibeuter aneinander und müssen den ein oder anderen Kampf meistern. Doch so originell die Hauptquests auch ausfallen, die meisten Nebenaufgaben sind nach wie vor simple Jagd- und Sammelaufträge.

Theron Shan Der republikanische Top-Geheimagent ist der uneheliche Sohn von der Jedi-Großmeisterin Satele Shan und dem republikanischen Oberbefehlshaber Jace Malcom. Im Gegensatz zu seiner Mutter verfügt Theron über keinerlei Machtbegabung, doch seine Kreativität und schnelle Auffassungsgabe machen dieses Manko mehr als wett. Theron hat einen sarkastischen Sinn für Humor und neigt zu Paranoia.

Lana Beniko Lana ist eine sehr ungewöhnliche Sith, die das Wohlergehen des Imperiums vor ihre eigene Karriere stellt. Daher erkannte sie auch die ersten Anzeichen der Revaniter-Verschwörung und nahm Kontakt zu Theron Shan auf, um den Machenschaften auf den Grund zu gehen. Lana ist kühl und pragmatisch und scheint frei von der für Sith typischen Grausamkeit zu sein.

Jakarro & C2-D4 Der Wookiee-Schmuggler wurde von den Revanitern ausgenutzt, um die Teile für eines ihrer Geheimlabors auf den Wasserplaneten Manaan zu liefern. Danach war der Wookiee für die Kultisten ein unliebsamer Mitwisser und sollte getötet werden. Dank unseres Helden wurde er aber befreit und seitdem hilft er uns, um sich an den Revanitern zu rächen. Jakarro ist ein übler Choleriker, wie sein armer Übersetzerdroide C2-D4 zu seinem Leidwesen erfahren musste. Seit dem letzten Wutausbruch seines Meisters ist von dem Droiden nur noch der Kopf übrig.

Shae Vizla Die mandalorianische Söldnerin und Clanführerin hat sich mit ihren Leuten auf Rishi eingerichtet. Dort hatte sie mit einer Piratenbande zu tun, die später zu den Revanitern überlief. Doch damit die stolze Kriegerin uns gegen die Kultisten beisteht, müssen wir erst ihren Trainingsparcours und am Ende ein episches Duell mit ihr überstehen. Shae ist eine typische Mandalorianerin: geradlinig, ehrenhaft und knallhart!

Anders als im vorigen Vollpreis-Addon »Aufstieg des Huttenkartells« sind die Missionen für imperiale und republikanische Charaktere weitgehend identisch. Lediglich die Dialoge laufen anders ab, weil uns als Diener des Imperiums primär die Sith-Kriegerin Lana Beniko die Aufträge erteilt. Außerdem geht in Shadow of Revan endlich die persönliche Geschichte unseres Helden weiter. Je eine Mission ist nur für unsere Charakterklasse gedacht. Blöd: Diese Quest ist schnell vorbei und hat keine weiteren Auswirkungen auf die große Story. Aber vielleicht plant Bioware in diesem Bereich ja für die Zukunft noch mehr.

Mehr vom Gleichen

Doch Shadow of Revan bietet nicht nur eine packende Haupthandlung, sondern auch zwei neue Flashpoint-Instanzen auf dem Piratenplaneten sowie je einen Raid auf Rishi und Yavin 4. Die Flashpoints sind nicht weiter schwierig und können einmalig sogar im Alleingang erledigt werden - in dem Fall steht euch ein extrem starker Kampfdroide bei, der sowohl tankt, heilt als auch Schaden austeilt. Ideal, um die Story in Ruhe zu genießen und sich nicht mit ungeduldigen Mitstreitern herumschlagen zu müssen.

Star Wars: The Old Republic - Die Neuerungen des »Schatten von Revan«-Addons 4:30 Star Wars: The Old Republic - Die Neuerungen des »Schatten von Revan«-Addons

Die Flashpoints präsentieren sich kurz und knackig und bieten ein paar interessante Bosskämpfe, heben sich allerdings nicht nennenswert von den bisherigen Instanzen dieser Art ab. Leider fehlt bisher auch ein »Hard Mode« für die Flashpoints, aber die Entwickler wollen bald Abhilfe schaffen.

Hardcore-Zocker schnappen sich daher lieber ihre Gilde und stürzen sich in die neuen Raid-Operationen namens »Die Wüter« und »Tempel des Opfers«. Diese Raids sind für die neue Maximalstufe 60 ausgelegt und geizen nicht mit spannend inszenierten Bosskämpfen und Spielmechaniken. Selbst an den Normalo-Versionen dieser Instanzen haben wir zu knabbern, vor allem, wenn wir unsere Ausrüstung noch nicht auf den neuen Maximallevel gehievt haben.

Standard-Quests sind nach wie vor vertont, aber der Text läuft nun unaufdringlich im Hintergrund ab und wir können zügig zur Tat schreiten. Standard-Quests sind nach wie vor vertont, aber der Text läuft nun unaufdringlich im Hintergrund ab und wir können zügig zur Tat schreiten.

Als kleines Trostpflaster haben die Entwickler aber die Quest-Marken, die wir alle Nase lang als Belohnungen bekommen, entsprechend aufgewertet, sodass sich jeder Spieler mit Stufe 60 ein angemessenes Ausrüstungsset besorgen kann. Außerdem dürfen Handwerker wieder fleißig ihre Gefährten an die Werkbank schicken, denn mit der Erweiterung steigen die Handwerks- und Sammelberufe auf Stufe 500. Damit bauen wir uns noch mächtigere Ausrüstung. Das richtig gute, neue End-Level-Zeug finden wir aber nach wie vor nur, wenn wir uns regelmäßig in die Raids wagen.

Wo sind die Skillbäume?

Jede neue Erweiterung für SWTOR brachte bisher auch umfangreiche Änderungen an der Spielmechanik mit sich, und Shadow of Revan ist hier keine Ausnahme. Ganz im Gegenteil, die Entwickler haben dieses Mal die Skillbäume gründlich überarbeitet und vereinfacht. Daher können wir nur noch je einen vorgefertigten Baum, »Disziplin« genannt, auswählen. Jeder Held hat drei zur Auswahl, einen für jedes Einsatzgebiet des Charakters. Unser Kommandosoldat beispielsweise legt sich so komplett auf Heiler, PvE-Schadensausteiler oder PvP-Kämpfer fest. Hybrid-Skillungen, wie etwa ein Schadensausteiler, der auch ein bisschen heilt, sind also nicht mehr drin.

Das neue Skillsystem lässt uns nur noch die Wahl aus drei vorgegebenen Fähigkeitensammlungen. Das neue Skillsystem lässt uns nur noch die Wahl aus drei vorgegebenen Fähigkeitensammlungen.

Diese Änderung sorgt sicherlich nicht bei jedem SWTOR-Spieler für Freudenschreie, aber andererseits profitieren vor allem neue Spieler oder Gelegenheitszocker von den vorgegebenen Skillbäumen, da sie so immer die optimale Konfiguration für ihren Charakter und die gewählte Rolle präsentiert bekommen. Ganz ohne Wahlmöglichkeiten bleiben wir aber auch bei den neuen, vereinfachten Skillbäumen nicht. Alle paar Stufen dürfen wir eine bestimmte, passive Fähigkeit aus einer größeren Auswahl herauspicken.

Außerdem erhält jede Klasse neue, nützliche aktive Fähigkeiten. Als Kommandosoldat können wir beispielsweise mit einem neuen Skill die Abklingzeit von unserem Dauerfeuer-Angriff zurücksetzen. Weiterhin ballern wir dank eines neuen passiven Skills mittlerweile auch aus der Bewegung im Dauerfeuer. Damit wird etwa der bislang eher stationäre Schadens-Kommando zum effektiven Bewegungskämpfer.

Die rothäutigen Massassi gehören zu den gefährlichsten Gegnern auf Yavin 4. Die rothäutigen Massassi gehören zu den gefährlichsten Gegnern auf Yavin 4.

Doch auch die bereits bestehenden Fähigkeiten wurden ordentlich überarbeitet. Jedi-Ritter und Sith-Krieger hatten zum Beispiel bislang einen ganzen Wust an teils nutzlosen oder wenig gebrauchten Fähigkeiten. Mittlerweile wurden einige Skills gestrichen oder zusammengelegt. Doch keine Sorge, SWTOR verkommt dadurch noch lange nicht zu einer anspruchslosen Klickorgie, bei der wir nur ein, zwei Knöpfe drücken müssen. Vielmehr ermöglichen die neuen und angepassten Fähigkeiten einen flüssigeren und dynamischeren Spielstil, der gerade bei den neuen Raid-Instanzen dringend gebraucht wird.

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