Ladebildschirme und Bethesda-Spiele gehören wie zusammen wie Strandurlaub und Sonnencreme. Wer die tollen Open Worlds der Skyrim-Entwickler erleben will, muss sich mit gelegentlichen Ladepausen abfinden. In Fallout und Elder Scrolls war das für viele Spielerinnen und Spieler noch kein großes Problem, aber in Starfield machten sich die ständigen Ladepausen vor allem bei Weltraumreisen schmerzhaft bemerkbar.
Über drei Jahre nach Release ist dieses Problem vor allem Dank der Fans schon fast Geschichte und das letzte Puzzlestück wird schon bald eingefügt.
Fast wie in No Man's Sky
Zum Release von Starfield sah eine Weltraumreise so aus: Abheben - Ladebildschirm. Sprung ins nächste System oder Flug zum nächsten Planeten - Ladebildschirm. Landen auf einem Planeten - Ladebildschirm. Abheben vom Planeten - ihr werdet es kaum glauben: Noch ein Ladebildschirm.
Im Weltraum selbst gab es neben dem ein oder anderen Kampf außerdem quasi nichts zu tun, Spaß kam hier bei den wenigsten Spielerinnen und Spielern auf. Seitdem hat sich aber einiges getan, in Form von offiziellen Updates und Mods:
- Die Mod True Seamless Grav Jumps wird den Ladebildschirm beim Springen zwischen Sternensystemen los, stattdessen bekommen wir einfach den Grav-Jump-Effekt zu sehen, der auch sonst anfangs angezeigt wird.
- Eine weitere Mod namens Seamless Planet Takeoffs entfernt auch den Ladebildschirmen beim Abheben von Planeten. Wie das in einer ersten Version der Mod aussieht, zeigt unser Clip:
1:00
Starfield: Wir heben von einem Planeten ab - ganz ohne Ladebildschirm
- Das Free-Lanes-Update eliminiert dann noch eine Ladepause, nämlich die beim Reisen zwischen den Planeten eines Sonnensystems. Zusätzlich gibt es mit dem Update außerdem mehr im Weltraum zu entdecken und insgesamt rechtfertigt es für uns sogar eine Aufwertung im Nachtest.
Was fehlt also noch? Richtig, der Ladebildschirm beim Landen auf Planeten. Was lange als unmöglich war, will jetzt ein Modder namens Frederik Wessberg umsetzen und ein erstes Video sieht bereits richtig beeindruckend aus:
Link zum YouTube-Inhalt
Wie im Clip zu sehen, wird es mit der Mod im ersten Schritt möglich sein, richtig nah an die Planeten zu fliegen. So nah, dass schon deutlich mehr Details zu erkennen sind als sonst üblich. Hier wird deutlich, wie aufwendig die Mod eigentlich ist. Denn eigentlich bestehen Planeten in Starfields Weltraum nur aus simplen Texturen, die so einen Detailgrad gar nicht abbilden.
Deshalb musste der Modder das Rendern von Planeten komplett neu als 3D-Objekt implementieren. Für den Release auf Nexusmods verspricht Wessberg auf YouTube Beeindruckendes:
Echte 3D-Schichten aus volumetrischen Wolken, die von Klimadaten und Wettersystemen gesteuert werden, Gewitter und Blitze, Polarlichter an den Polen, [...] Lichter von POIs auf der Oberfläche, Gelände- und Wolkenschatten, die auf globaler Ebene geworfen werden, echte Biome, Ozeane und Schneekappen, die auf den spielinternen Daten und Oberflächenkarten basieren, Hitzeschild-Effekte beim Wiedereintritt, die realistisch am Rumpf Ihres Raumschiffs aufsteigen und eine Ascheschicht hinterlassen, detaillierte neue Live-Cockpit-Anzeigen sowie umfangreiche neue HUD-Elemente für das Raumschiff.
Manche dieser Effekte können wir schon im Video sehen, das Schiff glüht sichtbar und fliegt kurz durch die Wolken, bevor es die Oberfläche des Planeten erreicht.
Wie gut das dann alles im Endeffekt funktioniert, ob es sich stark auf die Leistung des Spiels auswirkt und wirklich all die angepriesenen Details wirklich sichtbar sind, muss sich noch zeigen. Aktuell ist die Mod noch nicht verfügbar, es soll aber bald
soweit sein. Schon allein das, was im Video zu sehen ist, wäre aber schon ein halbes technisches Wunder und wohl eine der aufwendigsten Starfield-Mods die bisher erstellt wurden.
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