50% aufs erste Jahr – nur für kurze Zeit!

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Im Survivalspiel Sand wurde ständig meine Basis zerstört, also wurde ich zum Wüstenpirat

In Sand stapft ihr mit einem riesigen Mech durch die Wüste auf der Suche nach Loot, doch wie bei vielen interessanten Ideen hapert es noch an der Umsetzung.

In Sand marschiert ihr mit großen mechanischen Läufern durch die Wüste und habt eure Basis immer dabei. In Sand marschiert ihr mit großen mechanischen Läufern durch die Wüste und habt eure Basis immer dabei.

Als ich vor einigen Wochen das erste Mal einen Trailer zu Sand sah, war ich direkt interessiert. Eine Art Sea of Thieves in der Wüste und ich darf die großen Mechs auch noch selbst bauen? Das klingt fantastisch! Umso größer war meine Freude, dass Sand beim Steam Next Fest dabei ist.

Daniel Hartmann
Daniel Hartmann

Schon in Sea of Thieves machte es Daniel viel Spaß, seiner Crew vom Steuerrad aus Befehl entgegen zubrüllen. Ob Sand das Potenzial hat, ihm diese Freude in Zukunft auch in der Wüste zu bieten, versucht er beim Steam Next Fest herauszufinden.

Ein schwerer Start für den Wüstenpirat

Bevor wir zu meinen traurigen ersten Minuten in Sand kommen, kurz die wichtigsten Fakten: In einer Open World streift ihr alleine oder als Gruppe mit eurem Trampler - so heißen die großen mehrbeinigen Mechs im Spiel - umher, auf der Suche nach Ressourcen und Schätzen. Behalten dürft ihr eure Beute aber nur bei erfolgreicher Extraktion à la Escape from Tarkov.

Video starten 1:42 Neues Gameplay zum postapokalyptischen Shooter Sand - so läuft euer Piratenschiff durch die Wüste

In der Demo zum Steam Next Fest war nur der PvP-Teil spielbar, das heißt auch andere Spieler suchen nach Loot oder versuchen euch auszuschalten und zu bestehlen.

Letzteres passierte mir nach etwa sieben Minuten im Spiel. Ich hatte gerade herausgefunden, wie ich den Motor meines Tramplers anschalte, das flogen mir schon die Geschosse um die Ohren. Während ich mit meinem Geschütz das Feuer erwidere, hat sich ein anderer Gegner bereits unter meinen Trampler geschlichen und versucht, mich mit seiner Handfeuerwaffe zu erwischen.

Während ich den Feind unter mir noch mit meiner Pistole erledige, sind seine beiden Teammitglieder von ihrem auf meinen Trampler gesprungen und machen mich nieder. Jep, so fühlte sich auch Sea of Thieves in den ersten Stunden an.

Eine neue Strategie muss her

Als Solo-Spieler seid für größere Gruppen ein leichtes Ziel. Glücklicherweise könnt ihr im Hangar selbst Trampler bauen. Ihr setzt verschiedene Module, wie Quartiere, Motoren, eine Steuereinheit und Waffen auf ein Chassis. 

Dieser Trampler ist schwer bewaffnet, dafür auch extrem schwerfällig. Dieser Trampler ist schwer bewaffnet, dafür auch extrem schwerfällig.

Natürlich könnt ihr euren Mech mit Geschützten zu pflastern, allerdings braucht ihr dafür auch eine größere Crew. Außerdem wird das Gefährt mit jedem Modul schwerer und dadurch langsamer.

Es lohnt sich also, wenn ihr alleine unterwegs seid, einen kleinen und wendigen Trampler zu bauen. So könnt ihr bei Gefahr das Weite suchen oder schnell zuschlagen, wenn sich bereits zwei Gruppen im Kampf befinden. Sand lässt sich aber auch noch auf eine ganz andere Art spielen.

Ich bin Pirat, ich darf das

Falls euer Trampler zerstört wird, muss das nicht das Ende sein. Ihr könnt auch zu Fuß durch die Wüste streifen, und das eröffnet ganz neue Möglichkeiten.

Warum einen Trampler im Kampf bezwingen, wenn man ihn einfach klauen kann? In der Welt von Sand gibt es verlassene Städte, die für eure Wüstenläufer nicht zugänglich sind. Ihr müsst also ohne die mobile Basis nach Loot suchen.

Wer seinen Trampler ohne Wache zurücklässt, ist meiner Meinung nach auch selbst schuld. Ich kann euch sagen, es fühlt sich ziemlich gut an, eine verzweifelt auf euch schießende Gruppe langsam am Horizont verschwinden zu sehen, während ihr mit ihrem Trampler über die nächste Düne verschwindet.

Sand im Getriebe

Aktuell lässt die generelle Optimierung des Spiels zu wünschen übrig, von FPS-Einbrüchen bis zu Abstürzen ist alles dabei. Ein Blick ins Steam-Forum zeigt, dass diese Probleme auch bei anderen vorkommen.

Für Solo-Spieler ist Sand zum jetzigen Zeitpunkt auch nicht zu empfehlen. Vor großen Gruppen immer nur abzuhauen, ist nicht wirklich der Sinn des Spiels. Der Spielspaß verläuft sich ziemlich schnell im Sande, wenn ihr ohne Beute zu machen ständig auf der Flucht seid.

Dazu kommt eine bisher ziemlich leere Spielwelt, in der es außer den verlassenen Städten und Schiffswracks nicht allzu viel zu entdecken gibt.

Fazit der Redaktion

Daniel Hartmann
@GameStar_de

Sand braucht definitiv noch einiges an Arbeit, um wirklich ein Spiel mit Zukunft zu werden. Die Idee ist gut, aber Potenzial kann man bekanntlich ja nicht spielen. Es wird sich zeigen, was der in der Demo nicht enthaltene PvE-Modus zu bieten hat. 

Bisher ist Sand eher etwas für PvP-Fans, die gerne in der Gruppe spielen. Von der Story, die sich um eine alternative Zeitlinie im Jahr 1910 dreht, war zumindest in der Demo noch nichts zu sehen. Dafür funktioniert das angestrebte Dieselpunk-Setting alleine wegen der Trampler schon ziemlich gut.

Den eigenen Mech zu designen, war für mich ein absolutes Highlight der Demo. Das Feature hat Sand sogar dem Stifter der Idee, Sea of Thieves, voraus und wo wir gerade beim Piratenspiel von Rare sind – auch das hat ein paar Jahre und Updates gebraucht, um richtig in Fahrt zu kommen.

Sand konnte trotz vieler Ecken und Kanten den Wunsch in mir wecken, ein Wüstenpirat zu sein.

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