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Die besten Bond-Bösewichte: Von diesen 7 Fieslingen wollen wir gern bedroht werden

Es muss nicht immer gleich die Weltherrschaft sein: James Bond hat während seiner langen Karriere so manche Schurken bekämpft, wir stellen euch unsere sieben Favoriten vor.

Was wäre ein ordentlicher Bond-Film ohne Superschurken? Wir stellen unsere sieben Favoriten vor. Was wäre ein ordentlicher Bond-Film ohne Superschurken? Wir stellen unsere sieben Favoriten vor.

Bond-Filme leben vom Außergewöhnlichen - krasse Stunts, kreative Technik, außergewöhnliche Bond-Girls und viele spannende Kulissen, in denen unser Lieblingsspion die Welt rettet und zwischendrin locker-lässig einen Vodka Martini schlürft.

Aber ohne eine weitere wichtige Zutat wären diese Filme kaum mehr als ein klassischer Actionfilm mit viel Geballer, netten Glücksspieleinlagen und coolen Tricks: Erst die in jedem Film als Gegner auftauchenden Superschurken machen Bond zum richtigen Helden.

Wir verraten euch unsere sieben Lieblings-Fieslinge aus insgesamt 26 Bond-Filmen (ja, wir rechnen »Sag niemals nie« mit in unsere Liste ein!).

Gloria H. Manderfeld
Gloria H. Manderfeld

Über die Autorin: Schon als Kind klebte unsere Autorin Gloria gemeinsam mit ihrem Papa vor dem Fernseher, wenn Samstag nachts in der ARD alte Bond-Filme liefen. Aus der kindlichen Begeisterung wurde eine lebenslange 007-Leidenschaft, wegen der sie mindestens einmal jährlich alle Bond-Filme schaut und alle Fleming-Bond-Bücher liest. Neue Bond-Filme im Kino anzuschauen ist für sie absolute Pflicht - da muss auch ihr Partner mit!

Platz 7: Alec Trevelyan

Noch hat er gut lachen: Terrorchef Trevelyan mitsamt Vollstreckerin Xenia Onatopp. Bildquelle: Amazon MGM Studios Noch hat er gut lachen: Terrorchef Trevelyan mitsamt Vollstreckerin Xenia Onatopp. Bildquelle: Amazon MGM Studios

  • Film: Goldeneye
  • Erscheinungsjahr: 1995
  • Darsteller: Sean Bean
  • Fieser Masterplan: Finanzdiebstahl im großen Stil, der durch die Zündung eines EMP-Impuls mit dem sowjetischen GoldenEye-Satellitensystem vertuscht werden soll

Eigentlich war Alec Trevelyan als Agent 006 mit James Bond (Pierce Brosnan) auf einer gemeinsamen Mission während des Kalten Krieges und kommt dabei scheinbar ums Leben. Neun Jahre später sorgt er als Anführer der Terrororganisation Janus für eine Menge Zoff zwischen den einstigen Konfliktgegnern und organisiert sich dank zwei gut gewählter Helfer und einem waghalsigen Plan ein geheimes russisches Waffensystem, das er nutzen will, um an Großbritannien Rache zu nehmen (und nebenher ordentlich abzusahnen).

Dabei sind Trevelyans Beweggründe noch halbwegs nachvollziehbar: Er hält die Briten für verantwortlich am Tod seiner nach dem Zweiten Weltkrieg als Lienzer Kosaken an Stalin ausgelieferten Eltern und will das Land dort treffen, wo es am schmerzhaftesten ist – bei den Finanzen. Gute 15 Jahre vor der Bankenkrise zeigen sich die Filmemacher damit überraschend hellsichtig!

Platz 6: Le Chiffre

Mathegenie und glückloser Börsenspekulant: Le Chiffre. Bildquelle: Amazon MGM Studios Mathegenie und glückloser Börsenspekulant: Le Chiffre. Bildquelle: Amazon MGM Studios

  • Film: Casino Royale
  • Erscheinungsjahr: 2006
  • Darsteller: Mads Mikkelsen
  • Fieser Masterplan: Terroranschläge zur Beeinflussung des Börsenmarkts, Vertuschung eines fehlgeschlagenen Handels mit dem Vermögen eines ugandischen Warlords

Auch der Superschurke aus dem Bond-Reboot von 2006 hat Verbindungen in die Finanzwelt: Der als Le Chiffre (französisch für »die Ziffer« oder »die Chiffre«) bekannte Terror-Banker ist ein mathematisches Genie und Schachwunderkind und maximiert nebenher seinen Gewinn durch riskante Aktiengeschäfte, indem er Terroranschläge finanziert und auf die darauf folgenden Aktienkurs-Schwankungen setzt.

Blöd, dass Bond (Daniel Craig) durch Zufall von einem dieser Anschläge erfährt und ihn verhindern kann. Le Chiffre verliert dadurch eine Menge Geld verliert und muss versuchen, das Geld durch Glücksspiel wieder reinzuholen - was Bond als routinierter Poker-Crack erneut verhindert.

Hätte Le Chiffre mal den Chaos-Bond-Faktor mit eingerechnet…

Platz 5: Dr. Kananga alias Mr. Big

Tarnt sich als Diplomat, ist aber eigentlich Drogenmogul: Mr. Big alias Dr. Kananga . Bildquelle: Amazon MGM Studios Tarnt sich als Diplomat, ist aber eigentlich Drogenmogul: Mr. Big alias Dr. Kananga . Bildquelle: Amazon MGM Studios

  • Film: Leben und sterben lassen
  • Erscheinungsdatum: 1973
  • Darsteller: Yaphet Kotto
  • Fieser Masterplan: Gratis-Verteilung von Heroin über die Restaurantkette »Fillet of Souls«, um sich eine Monopolstellung auf dem Drogenmarkt zu schaffen

Nein, wir sind hier trotz gewisser Namensähnlichkeiten nicht bei »Sex and the City«! Der bislang einzige PoC-Superschurke Mr. Big alias Dr. Kananga vertritt als Diplomat einen fiktiven karibischen Staat. Er ist nicht nur ein bereits erfolgreicher Drogenbaron, sondern geht bei der Erschießung neuer Märkte so strategisch und skrupellos vor wie gängige Wirtschaftsgrößen in anderen Geschäftsfeldern.

Daneben kontrolliert er die Unterwelt in gleich zwei Städten mit großem PoC-Bevölkerungsanteil und hält die Leute mit Vodoo unter Kontrolle. Sein einziges Manko besteht darin, viel zu sehr auf die Weissagungen seines Haus-Mediums Solitaire zu vertrauen, die ihm Bond prompt durch einen ziemlich gemeinen Tarot-Kartentrick abspenstig macht – kriminelle Geschäfte und Aberglaube vertragen sich einfach nicht!

Platz 4: Max Zorin

Supermensch mit einem ordentlichen Schaden im Oberstübchen: Max Zorin. Bildquelle: Amazon MGM Studios Supermensch mit einem ordentlichen Schaden im Oberstübchen: Max Zorin. Bildquelle: Amazon MGM Studios

  • Film: Im Angesicht des Todes
  • Erscheinungsjahr: 1985
  • Darsteller: Christopher Walken
  • Fieser Masterplan: Zerstörung des Silicon Valley durch ein künstlich ausgelöstes Erdbeben im San Andreas-Graben und eine darauf folgende Flutkatastrophe

Erneut zeigen die Bond-Filmemacher viel Weitblick und machen die Mikrochip-Produktion im Silicon Valley zum Ziel des Fieslings und französischen Computergroßindustriellen Max Zorin. Der ist nicht nur durch KGB-Embryonenexperimente superintelligent, sondern auch psychotisch und haut mit seinem Masterplan gleich mal ordentlich auf den Tisch – warum durch geschäftliche Winkelzüge zum Monopolisten werden, wenn man gleich alles fluten kann?

Dabei steht Zorin sein gewaltiges Ego allerdings ziemlich im Weg, er verscherzt es sich mit seinen früheren russischen Verbündeten. Dazu macht er den gewaltigen Fehler, Bond mittels Minizeppelin an Brückenpfeilern der Golden Gate Bridge zu Tode schmettern zu wollen. Stattdessen lässt 007 das Luftschiff mit der Brücke kollidieren und stürzt Zorin in den Tod – Bond zu erschießen wäre sinnvoller gewesen!

Platz 3: Auric Goldfinger

Eine der ikonischsten Szenen der Bond-Filmreihe: 007 als Gefangener von Goldfinger. Bildquelle: Amazon MGM Studios Eine der ikonischsten Szenen der Bond-Filmreihe: 007 als Gefangener von Goldfinger. Bildquelle: Amazon MGM Studios

  • Film: Goldfinger
  • Erscheinungsdatum: 1964
  • Darsteller: Gert Fröbe
  • Fieser Masterplan: Atomare Verseuchung des in Fort Knox gelagerten Goldvorrats, um Goldfingers eigenen Goldvorrat deutlich im Wert zu steigern

Aus dem Film Goldfinger stammt eines der bekanntesten Zitate, da Bond natürlich während seiner Ermittlungen gegen den Goldfetischisten und Großindustriellen Auric Goldfinger in dessen Gefangenschaft gerät und auf einem Metalltisch geschnallt befürchten muss, von einem Laser mittig entzwei geteilt zu werden. Bond fragt, ob Goldfinger erwarte, dass er rede, und erhält die Antwort: »Nein, Mr. Bond – ich erwarte von Ihnen, dass Sie sterben!«

Gert Fröbe prägte durch seine eindrucksvolle Darstellung des mal jovialen, mal eiskalten Goldfinger viele Jahre lang das Bild des idealen Bond-Schurken. Da Fröbe nur sehr wenig Englisch beherrschte, wurde er im englischen Sprachraum nachsynchronisiert, das legendäre Zitat sprach er natürlich auf Deutsch selbst. Bis heute gilt Goldfinger als Rollenmodell eines klassischen Bondschurken.

Platz 2: Hugo Drax

Hugo Drax versucht sich an Tabula Rasa mit der Menschheit. Bildquelle: Amazon MGM Studios Hugo Drax versucht sich an Tabula Rasa mit der Menschheit. Bildquelle: Amazon MGM Studios

  • Film: Moonraker
  • Erscheinungsdatum: 1979
  • Darsteller: Michael Lonsdale
  • Fieser Masterplan: Ausrottung der Menschheit durch hoch wirksames Giftgas, um auf einer Raumstation eine neue Menschheit mit ausgewählten, perfekten Menschen zu erschaffen

Was kommt heraus, wenn man Nazi-Gedankengut vom Übermenschen mit Muskscher Weltraumsehnsucht und totaler Selbstüberschätzung paart? Richtig, der Moonraker-Superschurke und Raumfahrt-Großindustrielle Hugo Drax, der sich als Wohltäter für das amerikanische Raumfahrtprogramm inszeniert und insgeheim den Untergang der Menschheit plant.

Beim Kampf um Drax’ Raumstation kommt es gerade mal zwei Jahre nach dem Erscheinen des ersten Star Wars-Films zu einer krassen Raumschlacht mit Lasergeschossen zwischen US-Marines und Drax’ Truppen, die für verrückte Effekte in der Bond-Reihe neue Maßstäbe setzt. Absolut sehenswert!

Platz 1: Ernst Stavro Blofeld

Christoph Waltz interpretiert Blofeld als schelmisch-bösartigen Koboldbösewicht. Bildquelle: Amazon MGM Studios Christoph Waltz interpretiert Blofeld als schelmisch-bösartigen Koboldbösewicht. Bildquelle: Amazon MGM Studios

  • Film: Man lebt nur zweimal, Im Geheimdienst Ihrer Majestät, Diamantenfieber, Spectre
  • Erscheinungsjahr: 1967, 1969, 1971, 2015
  • Darsteller: Donald Pleasance (Man lebt nur zweimal), Telly Savalas (Im Geheimdienst Ihrer Majestät), Charles Gray (Diamantenfieber), Christoph Waltz (Spectre)
  • Fieser Masterplan: Weltherrschaft (in verschiedenen Variationen)

Der Meister aller Schurken heizt Superspion Bond als direkter Gegner in ganzen vier Filmen und als indirekter Strippenzieher im Hintergrund durch die Geheimorganisation SPECTRE in vielen weiteren Filmen ordentlich ein: Ernst Stavro Blofeld ist hochintelligent, kreativ und lässt sich auch durch Rückschläge nicht beirren.

Außerdem mag er weiße Perserkatzen und erholt sich erschreckend schnell immer wieder von eigentlich tödlichen Ereignissen – immerhin wurde er schon mehrfach für tot gehalten. Blofeld gilt als Meister der Verkleidung, was sein durch die vielen unterschiedlichen Darsteller sehr wechselhaftes Äußeres erklärt. Christoph Waltz’ Blofeld ist die vorerst letzte Variante des charismatischen Schurken, der in »Keine Zeit zu Sterben« das Zeitliche segnet – wer weiß, wie endgültig!

Video starten 2:36 James Bond: Keine Zeit zu Sterben - Offizieller Trailer zum letzten Bond-Film mit Daniel Craig

Wäre Blofeld eure erste Wahl für den fiesesten Superschurken gewesen oder hättet ihr euch bei einer Aufzählung eurer Favoriten für jemand anderen entschieden? Schreibt uns eure Lieblinge gern in die Kommentare - Auswahl gibt es dank der langlebigen Bond-Filmreihe schließlich genug. Wir sind nicht nur gespannt darauf, wer als nächster den smarten Spion spielen wird, sondern auch auf seinen Gegenspieler. Vielleicht wird es ja sogar eine Gegenspielerin?

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