50% aufs erste Jahr – nur für kurze Zeit!

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Zum Erfolgsrezept von Steam gehört laut einem Analysten, dass dort Sammelwütige unterwegs sind, die »ihr Geld verantwortungslos ausgeben«

Laut Industrie-Kenner Chris Zukowski nutzt Steam die große Schwäche von Sammlern aus, die viel mehr kaufen, als sie spielen können.

Man kennts: Die Steam-Bibliothek ist überfüllt. Man kennt's: Die Steam-Bibliothek ist überfüllt.

Das dürfte vielen bekannt vorkommen: Obwohl sich in der eigenen Steam-Bibliothek die Spiele zu hunderten stapeln, hat man nur einen Bruchteil davon wirklich gespielt. Die eine Hälfte der übrigen Titel hat man in irgendeinem Bundle dazu bekommen. Die andere besteht aus Spielen, die zufällig mal im Sale waren und man sagte sich: »Das werd’ ich irgendwann noch spielen... wirklich!«

Genau dieses Konsumverhalten ist laut einem Branchen-Analysten das Geheimrezept hinter Steams beispiellosem Erfolg.

»Ein Haufen betrunkener Seeleute, die verantwortungslos Geld ausgeben«

In dem Blogeintrag von Chris Zukowski (via howtomarketagame.com) geht es eigentlich darum, wie Indie-Entwickler dieses generöse Kaufverhalten von Steam-Usern für sich und ihre Spiele nutzen können und sollten. Er startet mit der Erkenntnis, bei der sich viele von uns ertappt fühlen dürften: »Das Tolle an Steam und seinen Spielern ist, dass sie Spiele kaufen, die sie nicht spielen werden.«

Während Netflix und Fortnite sich um die kostbare Zeit der Endverbraucher streiten, sollen sich Indie-Entwickler, die über Steam verkaufen, keine Sorgen machen. Denn die Plattform sei voll mit Leuten, die gern sammeln und Geld ausgeben, um ihre Bibliotheken zu füllen. Dafür muss man nicht viel Zeit haben.

Nur knapp die Hälfte der Steam-Spiele in den Bibliotheken wird auch gespielt. Bildquelle: GameDiscoverCo Nur knapp die Hälfte der Steam-Spiele in den Bibliotheken wird auch gespielt. Bildquelle: GameDiscoverCo

Dafür zieht er eine Erhebung heran, die zeigt, dass der durchschnittliche Steam-Spieler nur 67,3 Prozent seiner Spiele jemals angefasst hat - Im Median sind's sogar nur 48,5 Prozent.

Valve hat dem Tag eines Spielers im Grunde unendlich viele Stunden hinzugefügt. Es handelt sich um einen theoretischen zukünftigen Tag, an dem Spieler irgendwann möglicherweise Stunden mit eurem Spiel verbringen (aber seien wir ehrlich, das werden sie nicht).

Das mag für Entwickler zunächst nach etwas Schlechtem klingen, aber Zukowski hat dazu eine klare Haltung:

Wenn Steam-Käufer rational wären und nur Spiele kaufen würden, die sie auch wirklich spielen, würden wir deutlich weniger Spiele verkaufen. Die Hälfte dieser Branche wäre verschwunden.

Das Wissen, dass Steam-Spieler hamstern, erklärt, warum ihr [die Entwickler] [Steam] diese 30 Prozent gebt: Ihr bekommt Zugang zu einem Haufen betrunkener Seeleute, die verantwortungslos Geld ausgeben.

Entwickler können sich von Steamworks Financial Data dieses Verhältnis sogar ableiten, daraus könne man aber keine wirklich nützlichen Schlüsse ziehen. Zukowski vertritt den Standpunkt: Je populärer ein Titel ist, desto mehr Spielerinnen und Spieler kaufen ihn und lassen ihn ungespielt liegen.

Dieses Verhältnis sage also nicht wirklich etwas über die Qualität des Spiels aus. Dazu kommt, dass kleinere Spiele häufig Teil von Bundles sind (entweder direkt auf Steam oder über Seiten wie Humble Bundle), was diese Daten zusätzlich verzerrt.

Wenn ihr jetzt neugierig geworden seid, wie dieses Verhältnis bei euch aussieht, könnt ihr jenes über den SteamDB Calculator ermitteln. Dazu gebt ihr einfach euren Steam-Namen oder die Profil-URL ein, euer Profil muss allerdings öffentlich zugänglich sein.

Dort erfahrt ihr auch, wie viel Geld ihr Valve potenziell schon dagelassen habt. Dabei wird euch allerdings nicht der tatsächliche Betrag angezeigt, sondern lediglich, was eure Bibliothek zum aktuellen Zeitpunkt inklusive Sales kosten würde.

Wie sieht eure Bilanz aus? Wenn es euch nicht zu unangenehm ist, schreibt es gern in die Kommentare!

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