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Steam: Ein YouTuber steckt 160.000 Dollar in sein Traumspiel, obwohl alle zweifelten – und landet einen Riesenhit

Ein japanischer YouTuber setzte alles auf eine Karte, um sein eigenes Spiel zu entwickeln. Die Investition von umgerechnet rund 160.000 US-Dollar hat sich, trotz aller Risiken, ausgezahlt.

In nur einer Woche gingen doppelt so viele Exemplare von Mamon King über die virtuelle Ladentheke, wie eigentlich für das ganze Jahr geplant waren. In nur einer Woche gingen doppelt so viele Exemplare von Mamon King über die virtuelle Ladentheke, wie eigentlich für das ganze Jahr geplant waren.

Es ist der Traum vieler Spieler: einmal nicht nur konsumieren, sondern das eigene, perfekte Videospiel erschaffen. Der japanische Streamer Yoshinama hat sich diesen Traum jetzt verwirklicht.

Er nahm eine beträchtliche Summe seiner Ersparnisse in die Hand, um zusammen mit dem Entwicklerstudio LiTMUS seine Vision zu verwirklichen. Das Risiko war hoch, die Einstellung des YouTubers jedoch klar: »Es ist mir egal, ob es sich nicht verkauft.«

Doch der Markt entschied anders: Das Monster-Aufzucht-Spiel Mamon King entwickelte sich binnen weniger Tage zu einem Überraschungshit, der selbst die optimistischsten Schätzungen der Macher in den Schatten stellte.

Ein Risiko, das sich ausgezahlt hat

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Wie LiTMUS und Yoshinama bekannt gaben, konnte sich Mamon King in weniger als zehn Tagen über 60.000 Mal verkaufen. Was für AAA-Blockbuster nach wenig klingen mag, ist für ein Nischen-Projekt dieser Art ein gewaltiger Erfolg. Die ursprünglichen Verkaufsprognosen wurden damit um das Sechsfache übertroffen.

Der Titel schoss kurz nach Veröffentlichung auf den ersten Platz der japanischen Steam-Verkaufscharts und belegte im My Nintendo Store den zweiten Platz der Download-Charts. Auf Steam waren zur Veröffentlichung über 5.000 Spieler gleichzeitig auf Monsterjagd.

Yu Totsuka, Game Director bei LiTMUS, ordnete die Zahlen gegenüber dem Magazin Automaton Japan ein und zeigte sich sichtlich überrascht:

»Ich dachte mir, dass wir realistisch gesehen bis zu 30.000 Exemplare in einem Jahr anpeilen könnten, aber 10.000 [in einer Woche] waren zweifellos eine sehr hohe Hürde. Ich wollte keine falschen Hoffnungen wecken, also blieb ich ruhig. Ich war verblüfft, als ich erfuhr, dass wir in nur einer Woche 60.000 Exemplare verkauft haben.«

Vom Hobby-Projekt zur ernsten Entwicklung

Der Weg zum Erfolg war keineswegs vorgezeichnet: Mamon King orientiert sich spielerisch stark an der Kult-Reihe Monster Rancher. Ihr züchtet und trainiert Monster, um sie gegeneinander antreten zu lassen. Wie sich das Ganze spielt, seht ihr im Trailer:

Video starten 3:05 Marmon King: Für dieses Rollenspiel riskierte ein YouTuber ein Vermögen

Totsuka gab offen zu, dass das Projekt bei LiTMUS zunächst eine niedrige Priorität genoss. Sowohl das Genre als auch der geplante Umfang ließen das Studio zögern. Der Wendepunkt kam erst durch das finanzielle Engagement von Yoshinama.

Der Streamer investierte 25 Millionen Yen (umgerechnet etwa 160.000 US-Dollar) aus eigener Tasche. Diese Summe und der unbedingte Wille des YouTubers, das Projekt trotz fehlender Entwicklungserfahrung durchzuziehen, überzeugten den Director schließlich, dem Spiel eine echte Chance zu geben.

Der Erfolg von Mamon King verdeutlicht einmal mehr, welchen Einfluss Content Creator auf den Erfolg von Indie-Spielen haben können. Yoshinama selbst führt die starken Verkaufszahlen nicht primär auf das Spielprinzip zurück, sondern auf die Unterstützung aus seinem Umfeld:

»Ich glaube, das liegt daran, dass meine Streamer-Kollegen, Freunde und sogar Leute, mit denen ich noch nie zu tun hatte, Mamon King gespielt haben, was die Chancen weiter erhöht hat, dass andere von diesem Spiel erfahren.«

Auch wenn seine Bekanntheit zweifellos bei der Vermarktung geholfen hat, bedeutet das nicht, dass Mamon King ein schlechtes Spiel ist: Auf Steam fallen 91 Prozent der 545 User-Bewertungen positiv aus.

Gewinne fließen direkt ins nächste Projekt

Für die Käufer von Mamon King gibt es zudem gute Nachrichten: Die Entwicklung ist mit dem Release nicht abgeschlossen. Die Entwickler kündigten bereits Updates an, die das Basisspiel erweitern sollen. Zudem ist eine physische Version für die Nintendo Switch in Arbeit.

Yoshinama kündigte zudem an, sämtliche Einnahmen aus den Verkäufen direkt wieder zu reinvestieren. Er plant, alles auf das nächste Projekt zu setzen, um ein noch besseres Spiel zu erschaffen. Aus dem einmaligen Traumprojekt scheint sich also ein langfristiges Engagement in der Spieleentwicklung zu entwickeln.

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