50% aufs erste Jahr – nur für kurze Zeit!

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Mech-Shooter eines riesigen Studios ist tot: Steel Hunters beweist, wie man ein Service Game in nur 3 Monaten ruinieren kann

Kaum zu glauben, dass Steel Hunters ausgerechnet von Wargaming stammt, denn der Service-Game-Gigant hat hier sehr viel falsch gemacht.

Steel Hunters ist nicht mal drei Monate draußen und schon zieht Wargaming den Stecker. Die Gründe für den Fehlschlag reichen tief. Steel Hunters ist nicht mal drei Monate draußen und schon zieht Wargaming den Stecker. Die Gründe für den Fehlschlag reichen tief.

Eigentlich hatte Steel Hunters jede Menge Argumente auf seiner Seite. Zuallererst: Der Mech Shooter sieht bombastisch gut aus. Außerdem ist er kostenlos, stammt von Wargaming, hat also theoretisch ein gigantisches Budget hinter sich. Und dass Mech-Spiele durchaus eine Zielgruppe erreichen können, illustriert aktuell ja Mecha Break sehr eindrucksvoll (wenn auch nicht ohne Kontroversen).

Doch Steel Hunters floppte kolossal. Der PvPvE-Shooter startete im April 2025 in den Early Access, erreichte schon damals bloß rund 4.000 gleichzeitig aktive Spielerinnen und Spieler, es hagelte durchwachsene Steam-Reviews und jetzt folgen die Konsequenzen: Wargaming zieht dem Spiel noch vor Ablauf der Early-Access-Phase den Stecker. Im Oktober 2025 ist endgültig Schluss.

Während dieser sogenannten Sunsetting-Phase bekommt ihr alle Mechs und Inhalte des Spiels kostenlos, ihr könnt also noch rund 90 Tage alles ausprobieren, doch dann folgt die Abschaltung. Und es ist absolut kurios, dass ausgerechnet ein Spiel von Wargaming derart auf die Nase fällt. Grund genug also, sich die Reibungsflächen mal im Detail anzuschauen.

Was lief schief bei Steel Hunters?

Die Abschaltung von Steel Hunters trifft natürlich vor allem die verbleibenden Fans sowie die beteiligten Entwicklerinnen und Entwickler. Umso wichtiger, dass wir uns als Community anschauen, was hier schief gelaufen ist, um aus den Fehlern zu lernen. Und tatsächlich scheint Wargaming ausgerechnet bei Steel Hunters auf Stolpersteine gestoßen zu sein, die der World-of-Tanks-Konzern sonst deutlich souveräner überwindet.

Problem Nummer 1: Das Marketing

Steel Hunters wurde im Rahmen der Game Awards 2024 angekündigt und laut Angaben des Studios drei Jahre lang entwickelt. Trotz diverser Alpha- und Beta-Phasen war jedoch niemandem erlaubt, über die Erfahrungen zu sprechen. Und das beißt dem Spiel im Nachhinein in den Hintern, denn laut Aussage vieler YouTuber lief Steel Hunters in der Beta-Phase viel, viel runder als zum eigentlichen Early-Access-Starttermin.

Video starten 1:45 Steel Hunters: Das neue Mech-Spiel der World-of-Tanks-Macher ist ab sofort im Early Access spielbar

Wargaming hat sich hier die Chance nehmen lassen, schon vor dem eigentlichen Launch Momentum aufzubauen und die Vorfreude der Leute zu befeuern. Klar, auf der anderen Seite spricht auch viel gegen zu langes Pre-Release-Marketing, aber gerade Wargaming kennt sich ja eigentlich damit aus, die eigenen Produkte sehr aggressiv zu vermarkten. Steel Hunters blieb größtenteils unter dem Radar, sodass kaum jemand den eigentlichen Launch mitbekam.

Problem Nummer 2: Der Release-Zustand

Steel Hunter lief zum Release nicht gut. Auch hier konstatieren die Beta-Tester, dass das Spiel ironischerweise vor Release hinter verschlossenen Türen deutlich runder lief, doch im Early Access brach die Bildrate permanent ein – ganz unabhängig von der eigenen Rechnerleistung. Es gab Abstürze, Ruckler, Server-Probleme und, und, und.

Die Steam-Bewertungen kesselten in der Folge gen Boden, bloß 57 Prozent der Rezensionen fallen positiv aus. Ebenfalls kein gutes Marketing für ein Spiel, das dringend einen Hype gebraucht hätte.

Problem Nummer 3: Die Langlebigkeit des Gameplays

Steel Hunters erschien mit wenigen Maps, einer recht überschaubaren Progression und strich sogar drei Mechs, die während der Beta schon spielbar waren. In der Folge gab es recht wenig zu erspielen, die ersten Post-Launch-Ankündigungen drehten sich hauptsächlich darum, die gestrichenen Mechs wieder ins Spiel zurückzubringen.

Es gab also nur einen Grund, Steel Hunters zu spielen: das Gameplay selbst. Und das war im Kern die größte Stärke des Spiels, keine Frage, nur verhagelten die Performance-Probleme einfach zu viele Matches.

Wir können nicht hinter die Kulissen blicken, aber alles deutet darauf hin, dass Wargaming ab irgendeinem Zeitpunkt der Entwicklung Ressourcen vom Projekt abgezogen haben muss. Zwischen den frühen Beta-Testphasen und dem Launch lagen fast zwei Jahre und laut Insidern kamen in dieser ganzen Zeitspanne fast keine neuen Inhalte dazu.

Eigentlich hatte Steel Hunters das Potenzial, ein richtig toller Mech-Shooter für eine ziemlich ausgehungerte Community zu werden (hallo, Titanfall-Fans), doch das Spiel bekam offenbar nie die Aufmerksamkeit oder zumindest den Feinschliff, den es gebraucht hätte, den Early-Access-Launch gesund zu überstehen. Wirklich schade drum.

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