Bohrinseln gelten nicht unbedingt als Orte, an denen das Leben pulsiert. Genau genommen prangt an ihnen ein großes »L« für »Langweilig«, weil dort genau nie irgendwas Spannendes passiert.
Das muss sich auch Cameron McLeary gedacht haben. Der Protagonist des Horror-Adventures Still Wakes the Deep flieht kurz vor Weihnachten des Jahres 1975 aus seiner schottischen Heimat auf genau so eine Ölbohrinsel in der Nordsee und arbeitet fernab der Zivilisation als Elektriker.
Warum Cam vor der Küste untertaucht, erfahren wir im Laufe der etwa sechsstündigen, linearen Kampagne. Viel wichtiger ist aber, was in der Gegenwart passiert. Statt nämlich auf der durch den Weihnachtsurlaub größtenteils entvölkerten Station Beira D mit einer Rumpftruppe nach Öl zu bohren, kämpfen wir als plötzlich ums nackte Überleben. Dabei fängt alles so unschuldig an:
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In Still Wakes the Deep beginnen wir unseren Arbeitstag auf einer Ölbohrplattform
In den nächsten Stunden tauchen wir wörtlich in die dank Unreal Engine 5 atmosphärisch packenden Tiefen der Bohrinsel ein und sehen Dinge, die einen einfachen Arbeiter wie Cameron an seine Grenzen bringen.
Still Wakes the Deep erzeugt mit einfachen Mitteln und einer unheimlich detailverliebten Grafik immense Spannung. Ob der neue Titel von Dear-Esther-Entwickler The Chinese Room sich nur als besserer Walking-Simulator entpuppt oder auch spielerisch komplett überzeugt, klären wir im Test.
Grafisch erstklassig
Still Wakes the Deep funktioniert wie ein klassisches Adventure: In der Ego-Perspektive erkunden wir auf linearen Bahnen die einzelnen Abschnitte der Bohrinsel wie Wohnbereich, Maschinenraum oder Helipad. Sogar in zwei der vier Füße verschlägt es uns, als wir im späteren Spielverlauf dort Wasser abpumpen und versuchen, die komplette Zerstörung abzuwenden.
Die Palette an Aufgaben fügt sich organisch ins Setting ein: Wir schalten nach einem Stromausfall Generatoren wieder an oder reaktivieren die Gasfackel der Station, damit uns die brennbaren Abgase unseren ohnehin schon bescheidenen Tag nicht komplett vermiesen.
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