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Zu viele Charaktere: In Season 5 hat Stranger Things mir gezeigt, dass mehr nicht immer besser ist

Die Duffer-Brüder wollten jedem Charakter gerecht werden. Doch diese Liebe zu den Figuren sorgte in Staffel 5 für erzählerische Engpässe und Enttäuschung.

In der finalen Season 5 von Stranger Things gab es zu viele Figuren, findet Peter. Das Ergebnis: Ihnen blieb zu wenig zu tun. (Foto: Netflix, links Wyona Rider als Joyce, Mitte Joe KeerySteve, rechts Maya HawkeRobin) In der finalen Season 5 von Stranger Things gab es zu viele Figuren, findet Peter. Das Ergebnis: Ihnen blieb zu wenig zu tun. (Foto: Netflix, links Wyona Rider als Joyce, Mitte Joe Keery/Steve, rechts Maya Hawke/Robin)

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Kurzer Blick zurück ins Jahr 2016: Die erste Staffel von Stranger Things war intim, atmosphärisch und vor allem überschaubar.

Wir alle haben uns in diese Gruppe von Außenseitern verliebt, weil sie sich wie echte Freunde anfühlten. Ein kleines Grüppchen gegen das Böse. Doch über die Jahre schwoll dieser Freundeskreis immer weiter an.

Was als Stärke begann – die fantastische Charakterzeichnung und die Chemie des zumeist jungen, von einzelnen erfahrenen Schauspielern verstärkten Ensembles –, entwickelte sich in der finalen fünften Staffel von Stranger Things in meinen Augen zu einer Bürde, die die Erzählung fast erdrückt hätte.

Peter Bathge
Peter Bathge

Für Peter gibt es nichts Schöneres, als sich aufzuregen. Über kaputte Spiele. Über dumme Geschichten. Über hinrissige Mechaniken. Das macht er nun schon bald seit 20 Jahren beruflich, in Fürth und München, auf Messen wie E3 und Gamescom. Als Kolumnist und Report-Experte liebt er es, freien Autoren und Autorinnen Ideen einzuflüstern und Überschriften zu brainstormen. Wenn er weder spielt noch schreibt, schaut er am liebsten Filme oder liest ein gutes Buch aus den Bereichen Fantasy und Science-Fiction.

Ein aufgeblähter Cast

In der fünften Staffel von Stranger Things mussten die Duffer-Brüder am Ende mit sage und schreibe 14 Hauptfiguren jonglieren:

  • Eleven
  • Mike Wheeler
  • Dustin Henderson
  • Lucas Sinclair
  • Will Byers
  • Max Mayfield
  • Joyce Byers
  • Jim Hopper
  • Nancy Wheeler
  • Jonathan Byers
  • Steve Harrington
  • Robin Buckley
  • Holly Wheeler
  • Vecna / Henry Creel

Video starten 1:51 Stranger Things: Die Dokumentation zu Staffel 5 zeigt, wie schwer es für die Duffer-Brüder war, das Ende ihrer Hitserie zu schreiben

Von den zahlreichen Nebenrollen ganz zu schweigen:

  • Erica Sinclair
  • Murray Bauman
  • Eddie Munson
  • Derek Turnbow
  • Argyle
  • Karen und Ted Wheeler
  • Dr. Sam Owens
  • Dr. Martin Brenner
  • Vickie
  • Suuzie Keith
  • Billy Hargrove
  • Dmitri „Enzo“ Antonov
  • Doktor Kay
  • und viele mehr

Das ist für eine Drama-Serie mit weniger als zehn Folgen pro Staffel eine absurd hohe Zahl. Auch wegen der Gagen für die vielen Schauspieler (darunter die Oscar-nominierte Wyona Ryder) lagen die Produktionskosten für die finale Staffel von Stranger Things Berichten zufolge im dreistelligen Millionenbereich.

Beim Versuch, jedem dieser Charaktere einen würdigen Abschluss und genügend Bildschirmzeit zu geben, bleibt die Tiefe zwangsläufig auf der Strecke, der komplizierten Logistik sei Dank.

Kein Wunder also, dass die Duffers in Season 5 vor dem Finale kräftig aussortieren, Figuren nicht wieder auftreten lassen und manche nur ganz kurz oder gar nicht im emotionalen Epilog der letzten Folge erwähnen.

Aber das reicht nicht.

Staffel 5 Staffel 1 Staffel 5 Staffel 1

Schauspieler Finn Wolfhard ist im Lauf von Stranger Things gewachsen, der Einfluss seine Rolle als Mike schwand in Season 5 dagegen. (Foto: Netflix)

Plot statt Charakterentwicklung

Es gibt schlichtweg nicht genug zu tun für all die Helden. Selbst ursprüngliche Protagonisten wie Eleven wirken in Staffel 5 über weite Strecken seltsam isoliert und passiv.

Auch Mike Wheeler, der in der ersten Staffel noch der unangefochtene Anführer der Gruppe war, verschwand in der finalen Season fast schon im Hintergrund. Seine Hauptaufgabe bestand oft nur noch darin, besorgt zu schauen oder Elfie emotional zu unterstützen.

Joyce wurde aufs ungläubige Staunen und die Sorge um Will reduziert, das ausgeleierte Beziehungsdreieck zwischen Nancy, Steve und Jonathan einmal mehr aus der Mottenkiste geholt.

Netflixs knapper Rahmen von acht Episoden half da nicht: Statt Raum für subtile Dialoge und Charakterentwicklung zu haben, muss Season 5 den Plot voranbringen, schlimmstenfalls durch minutenlange Erklärungen, die sich direkt an den Zuschauer zu wenden scheinen.

Das wirkte auf mich deutlich ungeschickter als in vergangenen Staffeln.

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