Stranger Things Staffel 2 - Pressespiegel zur gefeierten Mystery-Serie

Letzte Woche ging die heiß erwartete zweite Staffel von Stranger Things auf Netflix live. Wir haben uns die bisher veröffentlichten Kritiken angesehen und zeigen, ob die Serie immer noch begeistern kann.

von Martin Dietrich,
30.10.2017 13:51 Uhr

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Im vorherigen Jahr gehörte Stranger Things zu den Überraschungshits im Serien-Dschungel und konnte dank vielen Referenzen auf die 80er Jahre, einem überaus sympathischen Cast und einer dichten Atmosphäre die Herzen von Kritikern und Zuschauern gewinnen.

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Die von den Zwillingsbrüdern Matt und Ross Duffer erdachte Serie ließ am Ende der ersten Staffel aber noch einige Fragen und Handlungsstränge offen. Der große Erfolg ließ den Vertreiber Netflix nicht lange überlegen und neun weitere Folgen gingen in Produktion, die seit der letzten Woche auf gierige Binge-Watcher warten.

Wir haben uns durch einige Presse-Reviews gelesen und verraten, ob sich eine Rückkehr nach Hawkins laut Kritikern lohnt. Auf der Review-Sammel-Seite Metacritic erreicht die zweite Staffel einen Score von 78 Punkten und liegt damit aktuell mit zwei Punkten vor der ersten Staffel. Auch die User-Wertung mit 8,4 sieht sehr gut aus. Allerdings sollte erwähnt werden, dass Metacritic auch bei reinen Textkritiken am Ende eine Zahl zu stehen haben will und bei Fehlen eigenständig eine Bewertung vornimmt. Beurteilungen die auf Fünf-Sterne-Benotungen fußen, werden außerdem auf eine 100-Skala übertragen. Die Auflistung der Bewertungen ist daher mit Vorsichtig zu genießen und ist keinesfalls akkurat.

Publikation

Wertung

3/5 Sternen

70 (Metacritic-Wertung)

100 (Metacritic-Wertung)

4/5 Sternen

B+

80/100 (Metacritic-Wertung)

50/100 (Metacritic-Wertung)

75/100 (Metacritic-Wertung)

Hätte eine Staffel nicht gereicht?

Bei Serienjunkies vergibt der Redakteur Felix Böhme drei von fünf Sternen und genießt die Formel, die seiner Meinung nach, die Serie gefunden hat. Stranger Things 2 sei zwar weiter gut verdauliches Serien-Kino, doch fehlt ihm insgesamt die Konsequenz und eine stärkere Charakterzeichung abseits von Klischees:

"Ironischerweise begibt sich "Stranger Things" in seiner zweiten Staffel unter die Oberfläche von Hawkins, aber eben nicht unter die Oberfläche seiner Charaktere. Ein paar Probleme, die sich einem als junger Heranwachsender stellen, ein bisschen Teenieliebe hier und Gedanken über die Zukunft da... Wie man es dreht und wendet, alle Ausführungen, Persönlichkeiten zu formen, bleiben halbgar. […] Was fehlt, ist die Konsequenz. Matt und Ross Duffer bestehen auf ihrer Wohlfühloase namens "Stranger Things" und haken das Ganze denkbar einfach ab, aber nicht ohne vorher anzudeuten, dass der Kampf noch lange nicht vorbei ist. Und ich wünschte, er wäre es. Auf zu neuen Ufern, bitte. Es fühlt sich so an, als wäre man in einer wohlig warmen Zeitschleife gefangen, irgendwie ganz nett aber irgendwie auch frustrierend, aus der es kein Entkommen gibt..."

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Gelungene Referenzen und tolle Charaktere

James Poniewozik von der New York Times vergibt ein gnädigeres Urteil. Ihm gefallen insbesondere die toll gestalte Welt und die wiedermal gelungen Referenzen teils mit aktuell politischer Einordnung. Dennoch fühle sich für ihn die zweite Staffel nicht ganz so eigenständig an, wie die erste:

"Ich bin nicht sicher, ob "Stranger Things" aus kreativer Sicht eine zweite Staffel benötigte und für einige Episoden scheint es, als ob "Stranger Things 2" selbst nicht ganz davon überzeugt war. Aber es ist immer noch eine gute Zeit, die neun Episoden haben ein schönes Tempo und es verbindet die Spannung von 80er-Horror mit dem Herzen einer 80er Teen-Romanze. Es ist vielleicht Halloween-Süßigkeit aus dem letzten Jahr, nur neu verpackt. Das heißt aber nicht, dass es nicht immer noch süß sein kann."

Sehr viel positiver schätzt David Wiegand von der San Francisco Chronicle das Wiedersehen mit Mike, Dustin, Lucas und Co. ein. Ihm gefällt die Fokussierung auf die Kinder und den schmalen Grat den die Macher zwischen bloßer Huldigung der 80er Jahre und einer eigenständigen Geschichte meistern:

"Hinter "Stranger Things" steckt wirklich eine ausgeklügelte Genialität und während andere versuchen könnten, das zu imitieren, was die Duffers geschafft haben, ist es schwerer als es den Anschein hat. Wenn überhaupt, haben die beiden das Spiel in der zweiten Staffel weiter vorangetrieben, indem sie die Show erschreckender gemacht haben, ohne die weise Unschuld der 80er Filme zu verlieren, wie sie von einer Gruppe Kinder verkörpert wird, die mitten in einem echten Abenteuer auf Bikes in Indiana herumfahren."

Stranger Things ist sich auch diesmal nicht zu schade, zahlreiche Filmklassiker zu zitieren. Stranger Things ist sich auch diesmal nicht zu schade, zahlreiche Filmklassiker zu zitieren.

Fortsetzung erwünscht

Das britische Kino-und Serienmagazin Empire ist auch schwer begeistert von der zweiten Staffel und hat sie mit vier von fünf Sternen bewertet. Für Kritiker Jimi Famurewa haben zwar einige Folgen durchaus einige erzählerische Schwächen und besonders die siebte Folge erinnerte ihn im Schlechten an die Serie Hereos. Darüber hinaus ist Stranger Things aber immer noch eine tolle Erfahrung und er freut sich auf die bereits angekündigten Staffeln drei und vier:

"Aber meistens schafft es Stranger Things 2, genauso inspirierend, wahnsinnig unterhaltsam und lebhaft wie das Original zu sein. Und mit der Andeutung, dass die Bande in den nächsten zwei Staffeln einer weiteren Bedrohung gegenübersteht, während sie gleichzeitig mit der Pubertät (dieser anderen drohenden, unaufhaltsamen Bestie) kämpfen, gibt es einen Grund für die Fans sich zu freuen. Dunkler und ambitionierter, aber mit Wärme und Staunen durchsetzt, hat die Rückkehr nach Hawkins immer noch die Kraft, aufgeregte 13-jährige aus uns allen zu machen. "

B+ lautet die Benotung, die Mark Perigard vom Boston Herald der zweiten Staffel gibt. Für ihn sind die neuen Folgen so überzeugend wie die ersten acht Episoden:

"Schöpfer, Autoren, Regisseure und auszuführenden Produzenten, die Duffer-Brüder haben die Nachfolgerstaffel so süchtig machend gestaltet wie die erste."

Stranger Things 2 erzählt in neun Folgen die Fortsetzung der Handlung aus Staffel 1, in der eine mysteriöse Parallelwelt das Leben der Bewohner der Kleinstadt Hawkings auf den Kopf stellt.

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