In Die Sims 4 könnt ihr jede Menge mit euren Schützlingen anstellen. Bei einem ganz bestimmten Thema hält sich die Lebenssimulation aber seit jeher bedeckt: Sex. Zwar gibt es mittlerweile viele Orte, an denen eure Sims im Liebesspiel versinken können, viel zu sehen bekommt ihr aber nicht.
Auch Toilettengänge, Duschen und die Sauna werden durch das ikonische Pixel-Quadrat zensiert. Wem das zu realitätsfern oder zu prüde ist, kann mit einer Fan-Mod nachrüsten. Und damit wärt ihr gar nicht mal so allein.
Mod-Entwickler kann's selbst kaum glauben
Die von Fans entwickelte Erweiterung Wicked Whims entfernt sämtliche Zensur-Boxen und versieht die Techtelmechtel eurer Sims mit tausenden verschiedenen Animationen - wir haben sie uns im Rahmen eines Reports über Sex-Mods angeschaut. Das Dating-Leben wird durch individuelle Präferenzen für die Sims und neue Beziehungsmodelle komplexer. Auch Themen, die im Franchise sonst Tabu sind, finden so ins Spiel, darunter Menstruation, Verhütung und Abtreibung.
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Sinnliche Liebe spielte trotz Pixel-Boxen aber schon immer eine Rolle in Die Sims 4, wie der Trailer zur Season of Love beweist
Was auf den ersten Blick wie eine schlüpfrige Mod für ein Nischenpublikum wirkt, entpuppt sich als echter Fan-Liebling, wie Ersteller Turbodriver jetzt in einem Interview mit der TAZ verrät. Die Erweiterung wird laut ihm jeden Tag 400.000 Mal gestartet. Zumindest werde sein Server so häufig angepingt, wenn jemand mit Mod das Spiel starte.
Ich kann es selbst kaum glauben. Aber es kommt schon hin. Meine Mod können auch Spieler:innen installieren, die mit gebrannten Versionen spielen. Und das werden einige sein, denn die Erweiterungspacks sind sehr teuer. Das kann sich nicht jeder leisten.
Dass das Thema der Mod nicht unumstritten ist, weiß Turbodriver. Er bekomme zwar privat und im Netz vor allem positives Feedback, aber anstehende, neue gesetzliche Regelungen zu expliziten Inhalten machten ihm Sorgen.
So ist es in Großbritannien beispielsweise seit Mitte 2025 für Online-Anbieter pornografischer Inhalte Pflicht, eine Altersverifikation einzuführen. Eine solche Funktion einzubinden sei für einen Selbstständigen sehr teuer. Sicher würde sich das auch auf die Zahlen der Spielerinnen und Spieler auswirken.
Turbodriver sieht zudem die Entwicklung von nicht jugendfreien Inhalten in Videospielen zwiegespalten. Einerseits seien Hersteller großer Titel immer offener für explizite Inhalte. Als Beispiel nennt er Cyberpunk 2077. Kleinere Studios und Indie-Entwickler leiden im Gegensatz dazu unter immer mehr Einschränkungen der Sichtbarkeit.
So ereignete sich im letzten Jahr der große Mastercard-Skandal, bei dem Erotikspiele wegen der Richtlinien von Kreditkartenunternehmen von Steam gelöscht wurden.
Später häuften sich Berichte von Entwicklern, die entsprechende Titel auf Steam nicht mehr im Early Access veröffentlichen durften. Auch Updates dieser Spiele sind anscheinend nicht mehr ohne Weiteres möglich. Mehr dazu lest ihr in den oben verlinkten Artikeln.

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