50% aufs erste Jahr – nur für kurze Zeit!

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The Last of Us: Die erste Folge von Staffel 2 lässt erahnen, was für eine Katastrophe auf uns zukommt

»Future Days« ist ein langsamer, aber grandioser Auftakt, der die Herzen der Fans höher schlagen lassen dürfte. Unsere Serienkritik zu Folge 1.

Die zweite Staffel von The Last of Us fängt bisher die Chemie der Charaktere aus der Vorlage ganz hervorragend ein. (Quelle: Sony Pictures Television) Die zweite Staffel von The Last of Us fängt bisher die Chemie der Charaktere aus der Vorlage ganz hervorragend ein. (Quelle: Sony Pictures Television)

Vor über zwei Jahren flimmerte die letzte Episode der ersten Staffel von The Last of Us über die heimischen Bildschirme. In den sieben Episoden der zweiten Staffel, die wöchentlich auf Sky sowie dem Streamingdienst WOW erscheinen, widmen sich Craig Mazin und Neil Druckmann nun der Handlung von The Last of Us Part 2, dessen Remastered-Version erst kürzlich für den PC veröffentlicht wurde.

Mit der Handlung des zweiten Spiels erwarten euch zahlreiche neue Verstrickungen und herzzerreißende Abzweigungen, die die Gaming-Landschaft nachhaltig geprägt haben. Wir durften die erste Episode vorab sehen und verraten euch in der Serienkritik alles Wesentliche zum Staffelauftakt - natürlich ohne Spoiler.

Willkommen in Jackson

Die zweite Staffel knüpft zunächst nahtlos an das Ende der ersten an, bevor euch der Zeitsprung von fünf Jahren dann in den Alltag in Jackson katapultiert. Das Städtchen in Wyoming wirkt nahezu identisch zum Spiel. Ihr werdet euch sofort zuhause fühlen, wenn ihr die Hauptstraße schon einmal virtuell entlang geschlendert seid. 

Kritiker lobten schon im Vorfeld die großartige schauspielerische Leistung des etablierten Casts um Pedro Pascal und Bella Ramsey sowie die Neuzugänge wie Kaitlyn Dever, Isabela Merced und Young Mazino.

Kaitlyn Dever fliegt bisweilen immer noch unter dem Radar, obwohl sie schon ein paar herausragende schauspielerische Leistungen verbuchen kann, sei dies in Serien wie »Dopesick« oder Filmen wie »Booksmart» und »No One Will Save You«.

Video starten 5:34 The Last of Us: Der offizielle Story-Recap bereitet euch auf Staffel 2 der Drama-Serie vor

Sie verkörpert Abby, deren Schicksal maßgeblich von den Ereignissen des ersten Spiels beeinflusst wurde. In der ersten Episode taucht sie zwar nur kurz auf, dafür gleich in einer Szene, die es so im Spiel nie gegeben hat. 

Die Showrunner hatten im Vorhinein bereits angekündigt, das Geheimnis um ihre Vorgeschichte gleich zu Beginn lüften zu wollen. Diese erste Szene bildet hierfür den Anfang.

Isabela Merced hat eine besondere Beziehung zu ihrer Rolle als Dina, Bellas Freundin und Verbündete in der zweiten Staffel. In »Alien: Romulus« spielte sie Kay, die toughe, aber liebevolle Verbündete der Hauptfigur, die, abseits der Alienbrut, ihre ganz eigenen Dämonen bekämpfen muss.

Bevor Isabela Merced Dina verkörpern durfte, spielte sie in Alien: Romulus eine überraschend ähnliche Rolle. (Quelle: Sony Pictures Television) Bevor Isabela Merced Dina verkörpern durfte, spielte sie in Alien: Romulus eine überraschend ähnliche Rolle. (Quelle: Sony Pictures Television)

Alien-Regisseur Fede Alvarez hatte eine ganz bestimmte Vorlage im Kopf, als er die Figur Kay schrieb, nämlich keine Geringere als Dina aus The Last of Us Part 2. So schließt sich für Isabela ein Kreis und für uns fällt ein intensives Porträt dieser vielschichtigen Figur ab. 

Dina strahlt die gleiche Wärme und Abenteuerlust aus, die sie schon im Spiel innehatte. Neu ist, dass sie offenbar der emotionale Kitt für unser liebstes Fast-Vater-Tochter-Gespann zu sein scheint.

Young Mazino verkörpert Jesse, der in Jackson Patrouillen organisiert und mit Dina und Ellie befreundet ist. Ihn habt ihr zuvor vielleicht in der Serie »Beef« gesehen, ansonsten besteht sein Portfolio bislang aus Gastauftritten. In der HBO-Serie erwarten ihn noch einige emotionale und körperliche Herausforderungen.

Wieder Raum für neue Charaktere und Geschichten

Eine gänzlich neue Figur, Gale, hat in Jackson ebenfalls ihr Zuhause. Ihre Beziehung zu Joel ist eine spezielle. Außerdem ist sie mit einem weiteren Charakter verstrickt, der im Spiel nie gezeigt, sondern über den nur berichtet wurde. Die großartige Catherine O’Hara war zuletzt für ihr komödiantisches Talent in »Schitt’s Creek« in aller Munde und beschreitet hier einen spürbar ernsteren Weg.

Goodbye, Moira Rose – in The Last of Us ist Catherine O’Hara denkbar weit entfernt von ihrer Rolle in Schitt’s Creek. (Quelle: Sony Pictures Television) Goodbye, Moira Rose – in The Last of Us ist Catherine O’Hara denkbar weit entfernt von ihrer Rolle in Schitt’s Creek. (Quelle: Sony Pictures Television)

Anhand des Trailers zur zweiten Staffel hätte man vermuten können, ihre Rolle diene hauptsächlich als Katalysator, um das Storytelling voranzutreiben. In einer Szene wird dann aber kurz ihr Schicksal aufgegriffen, das von keinem Geringeren als Joel selbst beeinflusst wurde. Ein sich zuspitzender Konflikt zwischen den beiden scheint damit fast unvermeidbar.

Herzzerbrechend ist wieder einmal die Darbietung von Pedro Pascal als Joel. Nach fünf Jahren in Jackson hat er sich an den dortigen Alltag gewöhnt und seine vergangenen Taten verdrängt. Aber die Konfrontation mit der Wahrheit ist immer nur so weit von ihm entfernt wie Ziehtochter Ellie. 

Diese Gratwanderung wird, sicherlich aufgrund der begrenzten Zeit, noch viel deutlicher ausformuliert als es im Spiel der Fall war. Die bedrückende Atmosphäre, die dadurch entsteht, ist so dicht, dass man sie mit einer Machete besser zerteilen könnte als so manchen Clicker.

Die Evolution der Infektion

In der zweiten Staffel feiern außerdem die Stalker ihre Premiere. Der Grad ihrer Infektion mit dem Cordyceps-Pilz liegt zwischen den Runnern und Clickern. Ihre Körper sind schon weitgehend von den fungalen Fasern eingenommen. Anders als die Clicker können sie aber noch sehen. 

Ellie und Tommy haben den Weitblick und können doch nicht sehen, was auf sie zukommt. (Quelle: Sony Pictures Television) Ellie und Tommy haben den Weitblick und können doch nicht sehen, was auf sie zukommt. (Quelle: Sony Pictures Television)

Die Tatsache, dass sie scheinbar intelligenter sind als die Runner und potenziellen Opfern im Verborgenen auflauern, beschäftigt die Bewohner Jacksons im Staffelauftakt jedoch nur am Rande. 

Daneben kehren die geflechtartigen Auswüchse zurück, die in der ersten Staffel das TV-Pendant zu den Sporen bildeten. Die Sporen waren nicht der Teil der Serie, da man sonst diverse Szenen gehabt hätte, in denen alle nur mit Gasmasken zu sehen gewesen wären. Stattdessen rankt sich eine Art kommunizierendes Pilz-Netzwerk über den Boden. 

Mitarbeiter des Monats

Für Fans mit Adleraugen gibt es in der Episode gleich zwei »Gastauftritte« zu entdecken. In einer Szene sitzt niemand Geringeres als Komponist Gustavo Santaolalla an der Gitarre. Seine Musik ist ein nicht wegzudenkender Teil von The Last of Us und bereichert die postapokalyptische Welt medienübergreifend. Der zweite Cameo wird all denen ins Auge fallen, die sich im Spiel jeden verschlossenen Safe vorgenommen haben. Die dazugehörige Kombination lautet 07 20 13.[GF1] 

Die erste Episode dient hauptsächlich dazu, Zuschauer nach der langen Pause wieder in den Bann zu ziehen und neue Handlungen in Gang zu setzen. Dadurch wirkt der Staffelauftakt einerseits zwar etwas langsam, liefert aber gleichzeitig einige ausschlaggebende Momente des Spiels oder bereitet euch auf diese vor. 

So bleibt das ungute Gefühl, dass sich da ein ganz großer Sturm zusammenbraut, der über die Protagonisten und Fans gleichermaßen hereinbrechen wird. Wir waren gefesselt und hätten gerne sofort mit der nächsten Episode weitergemacht. Oder einen weiteren Spieldurchgang gestartet. Am liebsten beides.

Ab jetzt folgen Spoiler zu einer Szene, überspringt den letzten Teil dieses Artikels also, wenn ihr lieber unvorbereitet in das große Abenteuer der zweiten Staffel starten wollt.

SPOILER-WARNUNG

Die Tanzveranstaltung in Jackson wird teilweise Wort für Wort aus dem Spiel übernommen, die Dynamik zwischen Dina und Ellie steht der Vorlage in rein gar nichts nach und so sind wir gleich noch gespannter auf alles, was die beiden noch erwartet. 

Die Chemie zwischen Ellie und Dina ist spürbar und steht der im Spiel in nichts nach. (Quelle: Sony Pictures Television) Die Chemie zwischen Ellie und Dina ist spürbar und steht der im Spiel in nichts nach. (Quelle: Sony Pictures Television)

Abweichend oder wahrscheinlich nur gekürzt ist die darauf folgende Auseinandersetzung von Joel und Ellie auf der Veranda. Diese verläuft, so der Eindruck nach der ersten Episode, wortlos, bevor sie sich von ihm abwendet.

Den zweiten Teil dieser Szene bewahren sich die Serienmacher scheinbar also für einen späteren Zeitpunkt oder gar das Ende der Staffel auf. 

Damit hält man also doch ein Stück weit an der nichtlinearen Erzählweise des Spiels fest, was den emotionalen Schlag in die Magengrube ähnlich heftig ausfallen lassen sollte. Wir sind gespannt wie Ellies Bogen.

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