Analysiert: Im Trailer zu WoW Shadowlands 9.1 verstecken sich 6 spannende Details

Wir haben den neusten Trailer namens Königsgram genau unter die Lupe genommen. Er verrät einige spannende Infos zum kommenden Patch Ketten der Herrschaft.

von Marylin Marx,
27.02.2021 09:00 Uhr

WoW Shadowlands - Trailer zeigt erste Story-Details zu Patch 9.1 und Anduins Schicksal 3:42 WoW Shadowlands - Trailer zeigt erste Story-Details zu Patch 9.1 und Anduins Schicksal

WoW Shadowlands bekommt sein erstes großes Inhaltsupdate. Patch 9.1 heißt »Ketten der Herrschaft« und wird vermutlich in einigen Monaten final auf den Live-Servern erscheinen. Auf der Blizzcon 2021 wurde das Update zusammen mit einem neuen Story-Trailer angekündigt, der schon einiges über die Geschichte verrät, die uns bald erwartet.

Wir haben uns den Trailer nochmal genau angeschaut und sechs spannende Details herausgearbeitet, die vielleicht auf den ersten Blick gar nicht so spannend erscheinen.

1. Shalamayne und Königsgram

Das Schwert Shalamayne, das aus den beiden Nachtelfenklingen Shalla'tor und Ellemayne zusammengefügt wurde, gehörte einst Varian Wrynn. Nach seinem Tod bei der Verheerten Küste nahm es sein Sohn Anduin Wrynn an sich. Er führte es auch bei sich, als er von Sylvanas in die Schattenlande verschleppt wurde. Seitdem wurde Shalamayne nicht mehr in seiner Hand gesehen.

Das Runenschwert hat eine sehr große Ähnlichkeit mit Shalamayne. Das Runenschwert hat eine sehr große Ähnlichkeit mit Shalamayne.

Die Waffe, die Sylvanas im Trailer auf Anduin richtet, hat allerdings viele Ähnlichkeiten mit Shalamayne, was nahelegt, dass entweder Anduins Schwert zu einer Gramklinge umgearbeitet wurde oder auf Basis von Shalamayne die Königsgram-Klinge angefertigt wurde. Gramklingen, wie auch Frostgram eine war, sind Klingen, die durch den Runenschnitzer mit der Macht des Schlundes erfüllt werden.

2. Sylvanas Zögern und Zweifel

Sowohl am Anfang, als auch am Ende des Trailers sehen wir, wie die Bansheekönigin innehält und nachdenklich, gar traurig zu Anduin blickt. Schon vor Veröffentlichung des neuen Trailers konnten wir in einer früheren Zwischensequenz zwischen Anduin und Sylvanas ihr Zögern sehen:

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Anduin erkennt in Sylvanas Verhalten bereits vor seiner Verwandlung, dass sie noch immer einen Funken Sterblichkeit und Hoffnung in sich trägt, von dem sie nicht loslassen kann. Anduin fordert sie auf, ihre Entscheidung zu treffen. Doch selbst nachdem Anduin unter der Gewalt des Kerkermeisters steht, ist im neusten Trailer erneut so etwas wie Trauer und Zweifel in Sylvanas Augen zu erkennen. Sie scheint also nicht vollständig auf der Seite des Kerkermeisters zu stehen.

Was wir bereits wissen: In Shadowlands Patch 9.1 werden wir gegen die Bansheekönigin kämpfen. Sie wartet im neuen Raid Sanktum der Herrschaft auf uns.

3. Uther spürt die Macht des Schlundes

Obwohl Uther Lichtbringer und Anduin Wrynn sich vermutlich nicht kennen (zu Uthers Lebzeiten war Anduins Vater Varian Wrynn gerade einmal Prinz von Sturmwind), reagiert der Verschmähte auf Anduins vorbeigehen und er fasst sich an die Stelle, an der einst Arthas Menethil ihn mit Frostgram durchbohrte und einen Teil seiner Seele entriss.

Uther fasst sich an die tödliche Wunde, die ihm einst Arthas Menethil mit Frostgram zufügte. Uther fasst sich an die tödliche Wunde, die ihm einst Arthas Menethil mit Frostgram zufügte.

Die Vermutung liegt also nahe, dass Uther die Macht des Schlundes in Anduin spürt. In etwa so, wie damals Frodo den Hexenkönig spüren konnte, nachdem er von ihm verwundet wurde. In seinem Erkennen könnte aber noch mehr liegen als nur der Schmerz.

Während uns Aspirantin Kleia davon erzählt, dass Anduin alles tun würde, um seinem Volk zu dienen, reagiert Uther auf Anduins Vorbeigehen. Beide Männer sind sich in dieser Hinsicht sehr ähnlich, es könnte also sein, dass Uther in Anduin viel von seinem alten Ich erkennt.

Was erkennt Uther, als er Anduin ansieht? Was erkennt Uther, als er Anduin ansieht?

Auch könnte diese Szene dafür stehen, dass Anduin noch nicht ganz an den Kerkermeister verloren ist und der König von Sturmwind sich nur dem Kerkermeister unterwirft, um sein Volk zu retten. Genaueres wissen wir vermutlich erst, wenn wir die Story von »Ketten der Herrschaft« spielen können.

Game Director Ion Hazzikostas verriet uns aber bereits im Interview:

"Anduin ist kein Boss im Raid, er ist niemand, den wir bekämpfen werden. [...] Er wird aber eine sehr zentrale Rolle spielen. [...] Während Chains of Domination werden wir eine Menge über die Mächte lernen, die Anduin umgeben"

4. Parallelen zu Wrath of the Lich King

Vielleicht ist euch das bereits beim Schauen des Trailers aufgefallen. Es gibt einige spannende Parallelen zum Ankündigungstrailer der zweiten WoW-Erweiterung Wrath of the Lich King. Beispielsweise halten Sylvanas und Arthas die Gramklingen auf dieselbe Weise und auch die Kamera-Perspektive ist sehr ähnlich:

Auch als Anduin in der Bastion die Macht von Königsgram freisetzt, erinnert die Szene stark an Wrath of the Lich King als Arthas Sindragosa, die Königin des blauen Drachenschwarms, als Untote wiederauferstehen lässt:

Von Arthas haben wir bisher noch nichts gesehen. Es ist aber sehr wahrscheinlich, dass Uther, Anduin und Arthas noch eine wichtige Rolle spielen werden. Eine Rückkehr von Arthas ist also nicht ausgeschlossen.

5. Der Kerkermeister hat nicht immer die Kontrolle

Nachdem Anduin die Erstgeborene Kyrestia mit seiner Gramklinge erstochen hat, sehen wir Anduins Gesicht in der Nahaufnahme, das von Schreck und Angst gezeichnet ist. Auch der hellblaue Glanz ist für einen Moment aus seinen Augen verschwunden.

Dann beginnen jedoch die Runen auf seiner Rüstung, die von ihrer Farbe und ihren Details stark an den Schlund erinnert, zu leuchten, auch der blaue Schimmer kehrt in seine Augen zurück, während sich seine Gesichtszüge entspannen. Die Kontrolle des Kerkermeisters scheint nach diesem Emotionalen Ausbruch Anduins wiederhergestellt.

Das deutet zumindest teilweise darauf hin, dass Anduins Seele noch immer irgendwo in seinem Körper gefangen ist und ihm starke Emotionen dabei helfen, die Kontrolle wiederzuerlangen. Diese Begebenheit wird höchstwahrscheinlich im Verlauf der kommenden Story in WoW Shadowlands eine wichtige Rolle spielen.

6. Drei Schlüssel, Drei Pakte?

Im Trailer beschafft Anduin einen »Schlüssel« von den Kyrianern für den Kerkermeister. Zusammen mit Königsgram greift er Kyrestia an und entzieht ihr eine Rune oder Schlüssel in Form des Zeichens der Kyrianer. Dass nun nur noch drei weitere Schlüssel fehlen, legt nahe, dass sich diese bei den anderen Pakten befinden.

Das würde sich auch mit der Geschichte des Kerkermeisters decken, die wir bisher in Erfahrung bringen konnte. Nachdem Zovaal das Pantheon des Todes, zu dem die Winterkönigin, die Erstgeborene, Graf Denathrius und der Primus verraten hatte, verbannten die vier Herrscher der Schattenlande Zovaal in den Schlund, wo er von nun an der Kerkermeister war. Um dort zu entkommen, muss er anscheinend vier Schlüssel finden, um seine Kette abzustreifen.

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Da Graf Denathrius aber bereits vor den Ereignissen aus dem Trailer zum Kerkermeister übergelaufen war, ist es unwahrscheinlich, dass sich der Schlüssel bei ihm befand oder dass der Kerkermeister ihn noch nicht in de Hände bekommen konnte. Ähnlich sieht es beim Primus aus, der ebenfalls schon vom Kerkermeister vernichtet wurde. Sind die Schlüssel also doch nicht bei den Pakt-Oberhäuptern?

Was wir bereits aus den Infos für Patch 9.1 wissen, ist, dass der Kerkermeister in Korthia, einer Stadt der Ersten, nach einem Schlüssel sucht. Aus diesem Grund reißt er die eigentlich schon längst verschollene Ruine der Stadt in den Schlund. Vermutlich verbirgt sich hier einer der drei fehlenden Schlüssel. Wir werden es spätestens mit dem Erscheinen vom Shadowlands-Update »Ketten der Herrschaft« erfahren.

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