WoW: Wir fassen die Story von Shadowlands bis Patch 9.1 zusammen

Wir haben uns die Mühe gemacht, die Lore von WoW Shadowlands bis jetzt zusammenzufassen, damit ihr genau wisst, was bis jetzt in der Erweiterung passiert ist.

von Marylin Marx,
13.02.2021 11:00 Uhr

World of Warcraft Shadowlands ist in vollem Gange und bald dürfte uns mit Patch 9.1 auch der nächste Story-Teil erwarten. Zeit also, sich einmal anzuschauen, was bisher handlungsmäßig in den Schattenlanden passiert ist.

Wer sich für die gesamte Story von Warcraft interessiert, findet in unserer mehrteiligen Artikel-Reihe alle Recaps der Geschichte zu den anderen WoW-Erweiterungen, sowie den Warcraft-Spielen:

Die komplette Story von Warcraft
Teil 1: Warcraft 1 - 3
Teil 2: World of Warcraft & The Burning Crusade
Teil 3: Wrath of the Lich King & Cataclysm
Teil 4: Mists of Pandaria & Warlords of Draenor
Teil 5: Legion & Battle for Azeroth

Wer eher einen Einstieg in das Spiel, anstatt der Lore sucht, sollte sich unseren Plus-Guide für WoW anschauen:

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Was vor Shadowlands passierte

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Lasst uns nochmal kurz rekapitulieren, was am Ende von Battle for Azeroth passiert ist: Durch den Krieg zwischen der Allianz und Horde um das Azerit wuchs Sylvanas Windläufers Hass auf ihre Feinde so sehr, dass sie sich auf kein Friedensbündnis mit der Allianz einlassen wollte.

Sie stellte sich sogar gegen die anderen Hordenführer Thrall und Blaine, was die Horde für kurze Zeit in zwei Lager spaltete und beinahe in einen Krieg in den eigenen Reihen geführt hätte. Dieses Blutbad konnte am Ende nur noch durch Sauerfang verhindert werden, der Sylvanas zu einem Duell herausforderte.

Zwar starb Sauerfang bei dem Kampf, entlarvte aber gleichzeitig Sylvanas, die sich nicht für das Wohlergehen ihres Volkes, sondern nur noch für Macht und Rache interessierte. Sie kehrte daraufhin der Horde den Rücken und reiste nach Nordend.

Der Schleier zwischen Jenseits und Diesseits zerreißt

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In Nordend angekommen, machte sich Sylvanas auf den Weg zur Eiskrone, wo Bolvar Fordragon seit dem Fall von Arthas Menethil als Lichkönig residierte und den Helm der Herrschaft trug. Sylvanas forderte Bolvar zum Kampf heraus und schaffte es, ihn zu besiegen.

Sie nahm den Helm der Herrschaft an sich und zerriss ihn in zwei Teile, was eine Macht freisetzte, die ebenfalls die Barriere zwischen dem Reich der Toten und der Lebenden zerstörte. Dann entführte sie Lady Jaina Prachtmeer, Baine Bluthuf, Thral und Anduin Wrynn und machte sich mit ihnen auf in das Schattenreich und in den Schlund.

Der Champion von Azeroth (also eure Spielfigur) macht sich daraufhin auf den Weg in die Schattenlande, um entführten Anführer zu retten.

Die Schattenlande

World of Warcraft: Shadowlands - Das Release-Cinematic zeigt euch alle Pakte im Schnelldurchlauf 1:52 World of Warcraft: Shadowlands - Das Release-Cinematic zeigt euch alle Pakte im Schnelldurchlauf

Das Jenseits von WoW ist in fünf Gebiete unterteilt, in die sich die Seelen je nach ihren Taten zu Lebzeiten begeben. In der Bastion landen alle aufrichtigen Seelen, in Maldraxxus finden sich alle Krieger wieder, der Ardenwald beherbergt die Wald- und Naturgeister und in Revendreth werden alle arroganten Seelen gefoltert, für die noch Hoffnung besteht. Wer so abgrundtief Böse ist, dass keine Aussicht auf Besserung besteht, der landet im Schlund - der Warcraft-Hölle sozusagen.

Die Richterin entscheidet anhand der Taten im vergangenen Leben, welche Seele in welches Gebiet geschickt werden soll. Dabei bringt die Seele ihre Energie, die sogenannte Anima mit. Diese Ressource hält alle Gebiete und das System in den Schattenlanden am Laufen.

Durch den Riss zwischen der Welt der Lebenden und der Toten, wurde dieses System zerstört, weil die Richterin seitdem schweigt und deswegen alle Seelen automatisch im Schlund landeten. Das hatte zur Folge, dass die anderen Gebiete keine Anima mehr erhielten, was die dort lebenden Pakte wiederum in große Krisen stürzte.

Aber lasst uns nochmal einen Blick auf die einzelnen Regionen und ihre Pakte werfen:

Hinweis: Die einzelnen Abschnitte beschäftigen sich nicht mit der Geschichte der einzelnen Paktkampagnen, die wir zu einem späteren Zeitpunkt nochmal gesondert nachreichen werden.

Der Schlund - Reich des Kerkermeisters

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Wie bereits erwähnt: Hier landen alle Seelen, die nicht mehr zu retten sind. Vor langer Zeit herrschten die Ewigen vom Pantheon des Todes als Herrscher über die Schattenlande. Zu diesem Pantheon gehört die Richterin aus Oribos, Kyrestia, die Erstgeborene aus Bastion, die Winterkönigin aus dem Ardenwald, Graf Denathrius von Revendreth, der Primus von Maldraxxus und Zovaal.

Über Zooval ist sehr wenig bekannt, irgendwann vor langer Zeit verriet er das Pantheon des Todes und damit die Ewigen und wurde zur Strafe für immer an den Schlund gebunden. Seitdem herrschte er über den Schlund als Kerkermeister. Der Turm der Verdammten Torghast ist seine Schatzkammer, dort hält er seine wichtigsten Gefangenen fest.

Irgendwann ging er dann ein Bündnis mit der von Hass zerfressenen Banshee-Königin Sylvannas Windläufer ein: Sie beschafft ihm genügend Anima, um seinen Fesseln zu entkommen und er zerstört daraufhin die gesamte bekannte Realität.

Bastion - Heimat der Kyrianer

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Aufrichtige Seelen, die ihr Leben dem Dienste anderer gewidmet haben, landen in Bastion und werden mit der Aufgabe geehrt, neue Seelen vom Diesseits ins Jenseits zu tragen und ihr sterbliches Leben zu vergessen. Dort herrscht der Pakt der geflügelten Kyrianer.

Auch Uther Lichtbringer wurde nach dem Tod durch Arthas Menethil nach Bastion gebracht. Allerdings landete nur ein Teil seiner Seele dort, weil der andere in Frostgram gefangen gehalten wurde.

In der Bastion wurde er von Devos, einem Paragon der Kyrianer, für den Aufstieg vorbereitet, damit auch er fortan die Seelen der Toten in die Schattenlande tragen darf. Dazu musste er seine sterbliche Vergangenheit hinter sich lassen, konnte aber seine Rache an Arthas nicht vergessen, weil seine Seele durch Frostgram verletzt ist.

Davos erkannte die Macht des Schlunds in der Klinge von Frostgram und lässt Uther im Alleingang aufsteigen, obwohl er noch nicht bereit ist. Gemeinsam warten sie auf den Tod von Arthas (am Ende von Wrath of the Lich King) und werfen seine Seele in den Schlund, ohne zuvor auf das Urteil der Richterin zu warten.

Als der Champion (also ihr) in Bastion landet, wird klar, dass es unter den Kyrianern auch einige Abtrünnige gab, die sich in die Dienste des Schlunds stellten und nun damit begonnen haben, die Bastion anzugreifen. Doch das ist nicht die einzige Bedrohung für die Bastion, auch Truppen aus Maldraxxus begannen damit, die Bastion anzugreifen.

Maldraxxus - Sitz der Nekrolords

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Seelen, die nach Macht (in welcher Form auch immer) strebten, landen in Maldraxxus und werden dort von den Pakten der Nekrolords zu Kriegern ausgebildet, die die Schattenlande fortan verteidigen. Dort herrschen die Häuser der Nekrolords unter der Hand des Primus in einem ständig geführten Machtkampf: Während die schwachen Häuser und Angehörigen als Munition für die Kriegsmaschinerien verwendet werden, steigen die Mächtigen innerhalb der Hierarchie auf.

Durch das Verschwinden des Primus eines Tages geriet das Machtgefüge erneut ins Wanken und die fünf mächtigsten Häuser kämpften um die Vorherrschaft. Hierher hat es auch Thralls Mutter Draka nach ihrem Tod durch Gul'dan verschlagen. In Maldraxxus diente sie dem Haus der Augen als Spionin. Als dieses genau wie das Haus der Seuchen zerstört wird, schließt sie sich dem Haus der Auserwählten an.

Nach dem Angriff auf die Bastion durch Maldraxxus, machte sich der Champion von Azeroth zu den ansässigen Nekrolords auf, um mehr über den Angriff zu erfahren. Dort schloss er sich dem Haus der Auserwählten an, zu dem auch Draka gehört, um gegen die anderen beiden Häuser zu kämpfen. Und zwar weil sie nicht mehr für den Schutz der Schattenlande einstehen wollen, sondern nur noch nach ihrer eigenen Macht streben.

Zusammen mit Draka und der Hilfe einer Runenklinge des Primus öffnet der Champion den verschlossenen Sitz des Primus. Dort erklärte ihm die verstorbene Stimme des Primus, dass er vom Kerkermeister, dem Herren des Schlundes, besiegt wurde und nun die gesamten Schattenlande in Gefahr sind.

Ardenwald - Zuflucht der Nachtfae

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Im Ardenwald finden Naturgötter und Waldgeister ihre Ruhestätte, in der sie nach einiger Zeit wiedergeboren werden. Dazu brauchen sie allerdings Anima. Auch die Seele von Ursoc, der einst die Wälder von Azeroth beschütze, wurde nach seinem Tod in den Ardenwald gebracht, wo er als Wildlingssamen in einen Traum fiel und auf sein erneutes Erwachen und die Wiedergeburt wartete.

Um wieder erwachen zu können, brauchen die Wildlingssamen Anima, die ihnen von den Wächtern der Haine des Ardenwalds zugeführt werden. Dank der Anima-Dürre, die nach dem Zerreißen des Schleiers ausgelöst wurde, war die Seelenenergie aber ein knappes Gut.

Die Winterkönigin, die Herrscherin des Ardenwaldes traf die Entscheidung, einige Haine sterben zu lassen, um das grundsätzliche Leben des Ardenwaldes zu gewährleisten. Unter denen, die nicht gerettet werden konnten, befand sich auch die Seele Ursocs, der nun nicht mehr wiedergeboren werden kann.

Nachdem der Primus seine Warnung ausgesprochen hatte, machte sich der Champion auf in den Ardenwald um eine Audienz bei der Winterkönigin zu erhalten. Bevor es dazu aber kam, wird der Herzholzhain von den Drust angegriffen. Das sind mächtige Nekromanten, die sich auch in Kul Tiras niedergelassen hatten und nach dem Fall des Schleiers auch den Ardenwald angriffen. Sie ernährten sich von der Macht des sterbenden Walds, während sie gleichzeitig die Bewohner mithilfe von Masken unter ihre Kontrolle brachten.

Um einen noch lebenden Wildsamen zu retten, führte der Champion zusammen mit dem ehemaligen Hain-Hüter Ara'lon und dem von Anima erfüllten Herz des verstorbenen Baumes Tirna noch ein Ritual durch. Das Ritual gelang und der Wildsamen entpuppte sich als Seele des Aspekts des grünen Drachenschwarms Ysera, die aber im folgenden Kampf mit den Drust schwer verletzt wurde.

Der Champion schaffte es zusammen mit der Wilden Jagd, der militärischen Streitmacht des Ardenwalds, die Drust zurückzudrängen und eilte zur Winterkönigin, um die verletzte Ysera zu retten. Die Winterkönigin rettete Ysera, indem sie sie erwachen ließ, band sie aber auch gleichzeitig auf ewig an den Ardenwald, sodass sie niemals wieder nach Azeroth zurückkehren kann.

Nachdem Ysera gerettet war, überbrachte der Champion die dunkle Botschaft des Primus der Winterkönigin, woraufhin diese dem Champion das schwächelnde Herz des Waldes zeigt. Das Herz war einst die Kraft, die den Kerkermeister an den Schlund band. Doch das Herz des Waldes hat stark unter der Anima-Dürre zu leiden, sodass sein Tod unausweichlich scheint.

Die Winterkönigin bat den Champion nach Revendreth zu Graf Denathrius zu reisen, der ein Meister der Anima-Extraktion ist. Er könnte in der Lage sein, das Herz des Waldes zu retten.

Revendreth - Residenz der Venthyr

WoW Shadowlands - Nachleben: Revendreth zeigt das Schicksal von Garrosh Höllschrei 3:56 WoW Shadowlands - Nachleben: Revendreth zeigt das Schicksal von Garrosh Höllschrei

Nach Revendreth werden alle arroganten Seelen geschickt, die so lange für ihre Sünden büßen müssen, bis sie von ihnen geläutert sind. Auch Garrosch Höllschrei hat es nach seinem Tod hierher verschlagen, wo er gefoltert und seine Anima extrahiert wird.

Auch das Reich der Venthyr wurde von der Dürre geplagt. Doch anstatt eine gerechte Verteilung des kostbaren Guts anzustreben, trieb der Herrscher Graf Denathrius die Anima ein, um sie an seine adeligen Untergebenen im Überfluss zu geben, während der Rest seines Volkes litt. Jeder, der sich dagegen auflehnte, wurde vernichtet. Mit der Zeit bildete sich eine Widerstandsgruppe.

Als der Champion in Revendreth ankam, erfuhr er von der schwierigen Situation des Gebiets, das durch die Rebellion, der Anima-Dürre und die hohen Anima-Steuern zerrüttet wurde. Auch Graf Denathrius wollte dem Champion erst helfen, wenn die Rebellion und die Widerstandsgruppe zerschlagen worden sind.

Daraufhin machte sich der Champion auf den Weg, den Widerstand auszuräumen, erfuhr aber bei dem Zusammenstoß mit der Rebellion, dass Graf Denathrius für die Anima-Dürre verantwortlich war, um seine aristokratischen Anhänger zu versorgen. Der Champion wurde bei seinen Nachforschungen vom Grafen selbst entdeckt und von dort gejagt, sodass er sich daraufhin dem Widerstand anschloss.

Gemeinsam mit dem Widerstand rettete der Champion den Anführer der Gruppe Prinz Renathal aus dem Schlund und stellte Graf Denathrius zur Rede, damit er seine grauenvollen Taten rechtfertigen konnte. Doch anstatt eine Erklärung zu präsentieren, wurde klar, dass der Denathrius ein direkte Verbündeter des Kerkermeisters ist.

Während der Graf in sein Schloss Nathria flüchtete, übernahm die Rebellion wieder das Kommando über die Venthyr und der Champion reiste zurück nach Oribos, um seine Entdeckungen mitzuteilen und sich einem der vier Pakte anzuschließen.

Showdown im Schloss Nathria

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Nach den Ereignissen von Revendreth und dem Rückzug von Graf Denathrius machte sich der Champion auf nach Schloss Nathria, um dort den Grafen zu stellen. Dieses Ereignis stellt den ersten großen Raid von WoW Shadowlands dar.

Zwar besiegte der Champion den verräterischen Grafen, seiner Vernichtung konnte er aber trotzdem dank seines magischen Schwertes Remornia entkommen. Gefangen genommen wurde er allerdings dennoch. Versiegelt im Schwert übergab der Champion Denathrius an General Draven von Revendreth, der ihn zusammen mit der Naaru Z'rali in einen Käfig aus Licht sperrt.

Für den Kerkermeister hatte sein ehemaliger Verbündeter Denathrius aber seinen Zweck erfüllt und so widmete er sich zusammen mit Sylvanas Windläufer seinem nächsten Ziel: Anduin Wrynn. Was genau mit ihm passierte, ist noch nicht bekannt.

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Wie ihr seht ist die Geschichte von WoW Shadowlands noch nicht zu Ende erzählt und wird sehr wahrscheinlich mit Patch 9.1 fortgesetzt. Es bleibt also spannend. Was glaubt ihr, wie es weitergeht?

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