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Turok gehört seit 25 Jahren zu meinen liebsten Shooter-Serien, jetzt habe ich das brandneue Turok: Origins gespielt und bin ratlos

Turok gehörte mal zu den besten Shootern auf dem Markt, seit 2008 ruht die Serie, doch Turok: Origins soll das Meisterwerk jetzt zurückbringen. Unser Gameplay-Fazit.

Turok: Origins will die tote Marke wiederbeleben. Prinzipiell eine tolle Sache, doch verschätzt sich Saber hier? Turok: Origins will die tote Marke wiederbeleben. Prinzipiell eine tolle Sache, doch verschätzt sich Saber hier?

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Eigentlich kann ich die Entwickler von Turok: Origins verstehen. Wenn du heutzutage einen Shooter entwickelst und dir anschaust, was da draußen die richtig dicke Kohle bringt, dann schwebt das Wort Multiplayer wie ein Raumschiff aus Independence Day über der Spielelandschaft.

Was sollst du also tun, wenn du eine seit 17 Jahren tote Marke in deinem Schoß hast und irgendwie wiederbeleben sollst? Du eiferst den Trends nach. Und hey, Turok begann schließlich auch ganz ursprünglich als Mitläufer. Turok 1 äffte Ende der 90er in manchen Punkten ganz schön frech ein Quake nach, nur eben mit Dinos und amerikanischen Ureinwohnern. Neben der Sci-Fi-Wumme schieße ich auch mit Pfeil und Bogen.

Turok: Origins setzt jede Menge Häkchen hinter aktuellen Trends. Ein Koop-Shooter, in dem ihr unterschiedliche Klassen spielt, neben Knarren auch alle möglichen Spezialmanöver entfesselt und mit der Zeit besonders mächtige Ultis aufladet. Wer einen Destiny-Strike gespielt hat, versteht das Spiel in Sekunden.

Und das muss auch nichts Schlechtes sein. Ich habe beim Anspielen hier auf der gamescom 2025 durchaus Spaß mit meiner Demo. Nur ist Turok eigentlich immer dann am besten, wenn es nicht den Trends nachjagt.

Was ist Turok: Origins?

Klären wir erstmal die wichtigsten Rahmenfakten:

  • Turok: Origins stammt vom spanischen Zweig von Saber Interactive, knapp 250 Leuten in Madrid.
  • Das Spiel hat noch kein näher genanntes Release-Datum (2025 halte ich für ausgeschlossen), wird in Unreal Engine 5 entwickelt und wie erwähnt ein Koop-Shooter.
  • Anders als im Original wechselt ihr auf Wunsch zwischen Ego- und Third-Person-Ansicht - meinem Eindruck nach ist das Spiel aber auf Verfolgerperspektive ausgelegt, denn Ausweichrollen funktionieren zum Beispiel aus First Person einfach nicht so gut.
  • Ihr könnt das Spiel solo oder mit zwei weiteren Mitspielerinnen und Mitspielern bestreiten.

Video starten 1:02 Turok Origins: Die kultige Dino-Reihe geht weiter - als Koop-Shooter

Turok: Origins spielt außerdem viele, viele Jahre vor dem ersten Teil der Serie, existiert allerdings in der gleichen Timeline. Die namensgebenen Turoks sind amerikanische Ureinwohner, die in den mythischen Verlorenen Landen mit Sci-Fi-Waffen gegen Alienechsen kämpfen.

Und genau hier kommt ihr ins Spiel.

Wie spielt sich Turok: Origins?

Ich spiele auf der gamescom drei Level plus Bosskampf. Im Spiel bereist ihr unterschiedliche Planeten, die Areale der Demo unterscheiden sich optisch entsprechend sehr stark. Mal durchstreife ich einen dichten Dschungel, mal dringe ich in fremdartige Alienarchitekturen ein, die direkt von H.R. Giger stammen könnten. Das macht optisch schon sehr viel her, Problem nur: In puncto Gameplay spielt sich alles sehr gleichförmig und ausgetreten.

Turok lässt sich auch als Ego-Shooter spielen, die Kämpfe sind aber nicht wirklich darauf ausgelegt. Turok lässt sich auch als Ego-Shooter spielen, die Kämpfe sind aber nicht wirklich darauf ausgelegt.

Auf dem Papier wähle ich vor Missionsstart unterschiedliche … ähm … Tiergeister, zum Beispiel Rabe oder Bison. Hinter dem spirituellen Namen verbergen sich aber lediglich altbekannte Loadouts beziehungsweise Klassen. Der eine entfesselt dann als Ulti einen speziellen Berserkermodus und so weiter. Wer sich im Genre ein bisschen auskennt, hat all das schon mal gesehen.

Und auch die Koop-Synergien wirken bisher (!) weitgehend wie Genre-Standard: Ich spiele mit zwei anderen Journalisten und stelle zum Beispiel mit meinem Loadout einen Schutzschild auf, hinter dem die Kollegen in Deckung springen. Oder ich verlangsame die Gegner. Oder mache irgendwas, damit gegnerische Schilde kaputtgehen.

Auch die Gegner: Kennt ihr alles. Echsen sprinten heran wie die Aliens in Fireteam: Elite. Es gibt fliegende Drohnen wie in jedem Fliegende-Drohnen-Shooter. Besonders dicke Strolche stürmen wie sämtliche Brutes der Spielegeschichte auf euch zu und zwingen die Turoks zur Ausweichrolle. Minibosse rufen Ads zu sich wie in Destiny (also zusätzliche Standardgegner) und reguläre Schützen schießen auf euch, nur haben sie halt Echsenköpfe.

Turok: Origins sieht bisweilen sehr hübsch aus, aber so richtige Turok-Stimmung kommt noch nicht auf. Turok: Origins sieht bisweilen sehr hübsch aus, aber so richtige Turok-Stimmung kommt noch nicht auf.

Das Leveldesign der Missionen leidet darunter am meisten. Alle drei Areale scheuchen uns durch schlauchige Schläuche ohne Ecken und Kanten, hier und da muss ich mal irgendwo hochhüpfen oder simpelste Platforming-Abschnitte überwinden – halt so simpel, wie Koop-Platforming sein muss, damit ein Dreier-Team nicht die Lust verliert.

Der Story-Rahmen bleibt dabei bestenfalls angedeutet: Eine Stimme im Ohr beschallt mich konstant, dass ich irgendwelche Energieknoten aktivieren soll. Die meiste Zeit werdet ihr nicht verstehen, warum ihr was tut, weil es einfach egal scheint.

Ist das, was die Fans wirklich wollen?

Wie gesagt: So dröge wie es strukturell klingt, spielt es sich dann in Aktion nicht. Die Sci-Fi-Knarren haben schönen Wumms, mein Laser-LMG donnert durch die Landschaft, mit meinem Riesenmesser schlitze ich mörderische Dinos auf, das ist alles schon cool – aber eben Lichtjahre entfernt von dem Charme eines Turok 2.

Denn die besten Turok-Spiele – und Turok 2 war das beste – punkteten gerade im Leveldesign. Riesige abwechslungsreiche Areale voller Geheimnisse, Gefahren, Puzzles, Windungen. Nach jedem abgeschlossenen Level dachte ich damals: Hui, was kommt wohl als nächstes?

Video starten 13:29 Zum Vergleich: So gut war Turok 2

In Turok: Origins habe ich das Gefühl, schon nach drei Missionen alle Kniffe des Spiels zu kennen, weil das Gameplay so eingeschränkt wirkt. Generell spielt es sich sehr wie Aliens: Fireteam Elite, nur ist das eben ein Horde-Shooter, der auf ausgeklügelte Missionen verzichten kann – die spielerische Tiefe liegt ja im Management der Alien-Horden.

Turok: Origins wirkt im Vergleich wie ein Zwischending aus Destiny 2, Aliens und kleineren Exoten wie Outriders. Hoffnung stiftet allerdings der finale Bosskampf nach den drei Missionen: Meine Kollegen und ich treten gegen einen gigantischen Triceratops an, der das gesamte Areal mit seinen Attacken eindeckt. Dieser Kampf ist wirklich mal beeindruckend und spielt sich auch so.

Vielleicht liegt es also nur an der Messedemo und die Devs hinter Turok: Origins heben sich ihre größten Asse im Ärmel noch auf. Als Fan der Reihe würde ich es mir wünschen, denn die Serie ist schon mal gestorben, weil sie zu sehr den Trends hinterher lief. Damals, 2008, wollte Turok unbedingt so sein wie die Düstere-Military-Shooter-Konkurrenz. Und seit 19 Jahren betrauern Fans, was uns das beschert hat.

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