Für gewöhnlich ist es ein ziemlich großes Ding, wenn ein neues Spiel von Ubisoft erscheint. Immerhin ist das Unternehmen für große Reihen wie Assassin's Creed, Anno und Rayman bekannt. Doch von einem aktuellen Spielrelease kann man fast nirgends lesen.
Ubisoft hat nämlich klammheimlich ein Spiel zur Netflix-Serie Captain Laserhawk: A Blooddragon Remix herausgebracht. Die Serie selbst ist ein Spin-Off von Far Cry 3: Blood Dragon, in dem auch andere Ubisoft-Charaktere erscheinen, wie beispielsweise Rayman, der als Nachrichtensprecher auftritt. Das Spiel dazu trägt jetzt den Namen Captain Laserhawk: The Game und das wirkt eher wie ein Experiment als ein Erfolgsgarant.
Ein Krypto-Shooter mit NFTs und Rayman
Spiele-Journalist Stephen Totilo hat sich an dieses Schmuckstück herangewagt und schnell herausgefunden, warum Ubisoft den Titel wohl lieber unter den Teppich kehrt. Der Laserhawk-Sooter ist nämlich ein Web3-Spiel, arbeitet also mit Technologien wie Blockchains und NFTs.
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Captain Laserhawk: Das durchgeknallte Serien-Spin-off zu Far Cry 3 läuft bei Netflix
Das ist nicht das erste Mal, dass Ubisoft einen Zeh in den großen Sumpf des Krypto-Gaming steckt. Bereits 2021 führte der Spielehersteller spielbare NFTs in Form von »Ubisoft Quarz« ein und erntete ordentlich Kritik dafür. Auch das Blockchain-Spiel Champions Tactics, das letztes Jahr erschien, wurde von Ubisoft unter dem Radar gehalten.
Captain Laserhawk: The Game legt ebenfalls keinen sonderlich beeindruckenden Auftritt hin. Wie Totilo berichtet, handelt es sich dabei um einen extrem simplen Top-Down-Shooter mit futuristischem Neon-Look.
Auf der offiziellen Webseite wurde noch damit geworben, dass die Community die Erzählung mitgestalten kann. Laut Totilo war davon im Spiel aber noch nichts zu sehen. Bei der bisherigen Entwicklung von Captain Laserhawk habe man sich wohl mehr auf das Web3-Ökosystem als auf das Gameplay konzentriert.
Zum Spielen braucht man außerdem einen NFT, das man Anfang Dezember noch kostenlos von Ubisoft bekam. Mittlerweile muss man laut Totilo einen solchen »virtuellen Personalausweis« auf dem Marktplatz kaufen. Er habe dafür knapp 26 US-Dollar hingelegt.
Wer sich trotzdem in das Getümmel wirft, wird unter anderem von einer Art Battle Pass begrüßt. Mit dem kann man virtuelle Belohnungen freischalten, die wiederum in NFTs umgewandelt werden können. Es sind auch Skins erhältlich - natürlich nur, solange der Vorrat reicht. Grundsätzlich arbeite das Web3-Projekt vor allem damit, seltene virtuelle Gegenstände hervorzubringen, mit denen Benutzerinnen und Benutzer handeln.
Einer dieser Gegenstände ist ein »legendäres« Rayman-Profilbild, das man an sein Ausweis-NFT anhängen kann. Natürlich ist auch dieses gute Stück limitiert. Der einstige Jump&Run-Held fungiert im Spiel als Ansager für Deathmatches und kann immerhin in einem Minispiel gesteuert werden. Aber ob man sich dafür extra eine Krypto-Wallet zulegt?
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