Es ist erst ein paar Monate her, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter drei französischsprachiger Ubisoft-Studios auf die Straßen gingen, um für bessere Arbeitsbedingungen und eine faire Bezahlung zu streiken.
Bereits da waren die Verhandlungen zwischen der Gewerkschaft STJV (Syndicat des Travailleurs et Travailleuses du Jeu Vidéo) und Ubisoft als Arbeitgeber gescheitert. Kürzlich kam es erneut zu Spannungen, die jetzt allem Anschein nach in einem Streik münden.
2:46:26
Die AAA-Industrie stolpert über den eigenen Größenwahn
Ubisoft will Angestellte zurück im Büro, trotz gescheiterter Verhandlungen
Wie die STJV erklärte, habe das Management von Ubisoft nach erneut gescheiterten Verhandlungen über die Gewinnbeteiligung bekanntgegeben, alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an drei Tagen pro Woche im Büro zu erwarten. Laut der Gewerkschaft geschah dies, ohne Begründung oder Konsultation der Arbeitnehmervertretung.
Nach mehr als fünf Jahren effizienter Arbeit im aktuellen Kontext der Fernarbeit haben viele unserer Kollegen ihr Leben aufgebaut oder neu aufgebaut (Familienleben, Wohnung, Elternschaft usw.) und können einfach nicht zu den vorherigen Arbeitsbedingungen zurückkehren. Unser Arbeitgeber weiß das ganz genau.
Die Konsequenz seiner Entscheidung wird der Verlust der Arbeitsplätze unserer Kollegen, die Desorganisation vieler Spieleprojekte und die drastische Erhöhung der psychosozialen Risiken für diejenigen sein, die bleiben.
Ähnlich wie bei den früheren Verhandlungen seien die Vorschläge seitens Ubisoft unannehmbar
, die Organisation der Verhandlungen entsetzlich
und man habe sich nicht auf die Vorschläge der Arbeitnehmervertretung eingelassen.
Ubisoft-Streik in Frankreich
Ihre Unzufriedenheit sollen die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer jetzt in einem großen Streik zum Ausdruck bringen. STJV ruft alle Ubisoft-Angestellten in Frankreich auf, am 15., 16. und 17. Oktober ihre Arbeit niederzulegen.
Damit fordern sie unter anderem eine formelle Vereinbarung zu der Remote-Arbeit, die in ordnungsgemäßen Verhandlungen getroffen wird und die Erhöhung aller Gehälter, um den Rückgang [ihres] Lebensstandards in den letzten Jahren auszugleichen
.
Ubisoft hat sich bisher nicht zu der derzeitigen Situation geäußert.
Die Spielebranche hatte es schon im letzten Jahr nicht leicht. Eine Kündigungswelle nach der anderen kostete tausenden Angestellten ihre Jobs. Aber auch in diesem Jahr führte sich dieser Trend fort. So wurden Studios wie Piranha-Bytes geschlossen und vielversprechende Spiele eingestellt.
In der Box erfahrt ihr mehr dazu, wie es gerade um Ubisoft steht. Außerdem haben wir euch die aktuelle Episode des DevPlay-Podcast verlinkt, in der ein Entwickler auspackt, wo das Geld aus dem Spielverkauf eigentlich hingeht.
Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.
Dein Kommentar wurde nicht gespeichert. Dies kann folgende Ursachen haben:
1. Der Kommentar ist länger als 4000 Zeichen.
2. Du hast versucht, einen Kommentar innerhalb der 10-Sekunden-Schreibsperre zu senden.
3. Dein Kommentar wurde als Spam identifiziert. Bitte beachte unsere Richtlinien zum Erstellen von Kommentaren.
4. Du verfügst nicht über die nötigen Schreibrechte bzw. wurdest gebannt.
Bei Fragen oder Problemen nutze bitte das Kontakt-Formular.
Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.
Nur angemeldete Plus-Mitglieder können Plus-Inhalte kommentieren und bewerten.