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Was war eigentlich die allererste Open World? Kommt mit auf eine kurze Zeitreise!

Skyrim, GTA, Red Dead – die offene Spielwelt ist heute überall. Wir drehen das Rad zurück, bis wir beim allerersten Vertreter landen. Und der liegt weiter weg, als ihr vielleicht denkt.

Von den ersten echten Open-World-Anfängen bis zu den modernen offenen Spielwelten hat es über 20 Jahre gedauert. Von den ersten echten Open-World-Anfängen bis zu den modernen offenen Spielwelten hat es über 20 Jahre gedauert.

Skyrim, GTA, Red Dead, Zelda – kaum ein großes Spiel kommt noch ohne offene Spielwelt aus, durch die ihr nach Lust und Laune streift. Aber wo hat das eigentlich angefangen? Schnallt euch an, wir drehen das Rad ein paar Jahrzehnte zurück und suchen nach der allerersten Open World.

Erster Halt: 2001, als es plötzlich jeder kannte

Unsere erste Station liegt im Oktober 2001: Auf der PlayStation 2 erscheint Grand Theft Auto 3 und macht etwas, das vorher kaum ein Spiel so selbstverständlich konnte: Es setzt euch in eine komplette 3D-Stadt und lässt euch einfach machen. Liberty City und das Spiel werden zum Phänomen – und »GTA-Klon« für eine Weile zum eigenen Genre.

Video starten 5:53 Grand Theft Auto 3: 10 Year Anniversary - Test-Video zu GTA 3 für iOS und Android

Hier, könnte man meinen, ist die Open World geboren. Ist sie aber nicht. GTA 3 hat die Idee nur groß und massentauglich gemacht. Erfunden wurde sie viel früher. Also weiter zurück.

Weiter zurück: 1984, eine Galaxie auf einer Diskette

Wir landen im September 1984, bei zwei britischen Studenten namens David Braben und Ian Bell: Ihr Spiel heißt Elite und ist für die damalige Zeit schlicht größenwahnsinnig: acht Galaxien, jede mit 256 Planeten, macht über 2.000 Welten zum Anfliegen.

Elite packte ein kleines Universum in nur 22 kb Speicher. Elite packte ein kleines Universum in nur 22 kb Speicher.

Das Verrückte daran: In den knappen Speicher des BBC Micro hätte das nie gepasst. Also speicherten Braben und Bell die Galaxien gar nicht erst ab, sondern ließen sie aus einer kleinen Zahlenformel berechnen – ein Trick, ohne den es ein No Man's Sky nie gegeben hätte. Dafür hält Elite bis heute einen Guinness-Eintrag als erste prozedural erzeugte Spielwelt.

Vor allem aber durftet ihr sein, was ihr wolltet: ehrbare Händler oder skrupellose Piraten. Ein vorgeschriebenes Ziel gab es nicht, nur den ersehnten Rang »Elite«. Klingt nach Open World? Absolut. Die allererste war es trotzdem nicht.

1981: Eine ganze Welt aus Kontinenten

Drei Jahre früher, 1981, sitzt ein junger Mann namens Richard Garriott am Apple II und baut in weniger als einem Jahr etwas, das es so noch nicht gab. Sein Spiel Ultima gibt euch keine Levels, sondern eine richtige Welt: mehrere Kontinente, dazu Städte, Burgen, Wälder und Dungeons, durch die ihr zieht, wohin ihr wollt.

Yew, Minoc, Trinsic und natürlich Britain – in Ultima 1 finden sich bereits einige Städte, die im späteren Brittania eine große Rolle spielen. Yew, Minoc, Trinsic und natürlich Britain – in Ultima 1 finden sich bereits einige Städte, die im späteren Brittania eine große Rolle spielen.

Sogar einen eigenen Charakter durftet ihr euch basteln, bevor es überhaupt losging – 1981 eine kleine Sensation. Ultima wurde jahrzehntelang zur Blaupause für Rollenspiele. Und wenn ihr Genre-Historiker nach der ersten echten Open World fragt, wird garantiert häufig dieser Name fallen.

1980: Gilt das schon als Open World?

Noch ein Stück weiter zurück: 1980 erscheint auf dem Atari 2600 ein Spiel namens Adventure: klobige Klötzchen, ein paar Drachen, eine fiese Fledermaus, die euch eure Sachen klaut – und eine echte Spielwelt aus rund 30 Bildschirmen, durch die ihr frei streift.

Und selbst Ultima hat noch einen Vorläufer: Garriotts Akalabeth von 1980, das allerdings mehr verwinkelter Dungeon-Crawler als offene Welt war.

Genau hier endet unsere Zeitreise, ganz ohne sauberen Schlusspunkt: Denn die ehrliche Antwort lautet: Die allererste Open World gibt es nicht als feste Tatsache. Sie hängt davon ab, wie streng ihr »open« nehmt – und ob für euch ein paar frei begehbare Bildschirme schon reichen oder erst ein ganzer Kontinent zählt.

Wäre es nach euch gegangen: Zählt schon das klobige Atari-Abenteur, oder beginnt eine echte offene Welt erst bei Ultima oder Elite? Und welches Spiel hat euch persönlich zum ersten Mal das Gefühl gegeben, einfach loszulaufen und alles zu erkunden? Bei unserem Autor war es wohl Morrowind, das ein Jahr nach GTA 3 erschien. Schreibt es uns in die Kommentare.


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