In Zeiten, als Computereffekte noch nicht Standard in Filmen waren, musste man teils kreativ werden. Im Finale von Shining war der Schnee aus Styropor und für Terminator 2 hat man allerhand Skulpturen entworfen.
In Star Wars. Episode 1 – Eine dunkle Bedrohung setzen die Macher noch einen drauf, wie mir dank eines kurzen Videos auf YouTube heute erst aufgefallen ist.
Schaut euch zunächst dieses Bild an:
Das ist ein Teil der Arena samt Zuschauerrängen. Sieht aus wie CGI? Ist aber tatsächlich keine, sondern ein echtes Modell, das ungefähr mannshoch ist.
Nun wendet euch diesem Bild zu:
Na, habt ihr’s erkannt? Ja, das sind wahrlich Wattestäbchen, die bunt angemalt sind. Die unzähligen Zuschauer aus dem Film stammen nicht aus der Konserve, sondern jeder Einzelne hat sozusagen Watte im Kopf.
Das Pod-Rennen selbst ist zwar mit vielen Computereffekten unterfüttert (die heute noch ganz gut aussehen), aber für das Drumherum wollte Modellmacher Michael Lynch die Illusion einer echten, jubelnden Menge erwecken (whatculture).
450.000 Wattestäbchen wurden dafür nicht nur angemalt, sondern auch noch in ein feinmaschiges Netz gesteckt. Die Mitarbeiter, die das machen mussten, sind wirklich nicht zu beneiden.
Nun sitzt eine Zuschauermenge nicht einfach nur auf ihren Stühlen, sondern bewegt sich und fiebert mit.
So haben die Macher es geschafft, dass die Zuschauer auf den Rängen jubeln.
- Mit Ventilatoren haben die Bühnenbildner unter die Wattestäbchen geblasen, um die Bewegung der Masse zu simulieren.
Am Anfang dieser Szene seht ihr die Wattestäbchen übrigens im Hintergrund:
Link zum YouTube-Inhalt
Zu Star Wars: Episode 1 – Eine dunkle Bedrohung gibt es noch weitere interessante Fakten.
- Durch die starke Nutzung von Bluescreen (eine andere Version des Greenscreen) wurden viele gedrehte Szenen einfach aus mehreren Aufnahmen zusammengestöpselt.
- Im galaktischen Senat ist E.T. zu sehen, genau genommen sind es drei. Damit ist E.T. ein Teil des Star Wars-Universums.
- Obwohl viel CGI zum Einsatz kam hat Episode 1 mehr praktische Effekte als die Original-Trilogie zusammen (whatculture).
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Gerade bei den alten ersten sechs Episoden der Filmreihe gibt es allerhand spannende Trivia zum Entstehungsprozess und wie die überlebensgroße Space-Opera auch ohne viele Computereffekte umgesetzt wurden.
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