Ob Apple oder Android, ist mir ehrlich gesagt vollkommen wumpe. Marken sind mir in der Regel egal und bei Handys gleich doppelt. Für mich zählt, was ein Gerät macht und wie es meinen Alltag verbessert.
Deshalb habe ich mich nach Wochen des Hin- und Herüberlegens dafür entschieden, mein erstes Falt-Handy zu kaufen: das Honor Magic V3. Meine Erfahrungsreise habe ich bereits mit euch geteilt.
Die größte Kopfnuss hat mir allerdings Apple gegeben. Um nach neun Jahren von iOS zu Android zu wechseln, musste ich einen hohen Preis zahlen.
Der kleine Preis: die AirPods
Gott sei Dank bin ich kein Apple-Anhänger.
Das sage ich nicht aus Häme, sondern weil mir der Handywechsel sonst noch viel mehr Kopfschmerzen bereitet hätte.
Mir war klar: Ich möchte auf ein Falt-Handy wechseln. Mein größtes Problem waren aber die Altlasten, besonders in Form meiner AirPods Pro 2 und Apple Watch.
Durch den Wechsel auf ein Android-Handy kann ich eines der Geräte nur noch eingeschränkt und das andere gar nicht mehr verwenden.
Also gut, die Pille mit den AirPods kann ich ja noch irgendwie schlucken. Ich kann die Kopfhörer zwar mit einem Android-Smartphone verwenden, muss aber auf folgende Funktionen verzichten:
- Akkustandanzeige: Ich sehe nicht mehr, wie viel Saft die Stöpsel haben.
- Ohrerkennung: Die In-Ears schalten praktischerweise die Musik aus, wenn man sie aus dem Ohr nimmt. Das geht jetzt nicht mehr.
- 3D-Audio: Spatial Audio entfällt.
- Ortungsfunktion: Ich kann meine AirPods nicht mehr mit dem Handy lokalisieren.
Ja, ich kann die In-Ears zwar nicht in vollem Umfang nutzen, aber in erster Linie schätze ich die Kopfhörer wegen ihrer Klangqualität. Das ist verschmerzbar für mich.
Trotzdem nervig: Meine AirPods 2 Pro werden noch per Lightning-Anschluss geladen. Ich muss also immer ein dediziertes Kabel für die Stöpsel dabeihaben, wenn ich sie außer Haus (zum Beispiel im Urlaub) laden will. Immerhin verwenden neuere Iterationen USB-C.
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Der große Preis: die Apple Watch
Ich mach’s kurz: Eine Apple Watch kann man nicht mit Android-Geräten verbinden. Es geht nicht.
Das ärgert mich. Ich hatte mir die Smartwatch 2022 zugelegt, um meine Gesundheit im Auge zu behalten. Sie hat mir tatsächlich geholfen, mich mehr zu bewegen und hat meinen Alltag erleichtert.
- Schritte tracken
- Bewegungsringe schließen
- Medikamentenerinnerungen
- Schlaf überwachen
Darüber hinaus war sie ein schickes Accessoire, das ich gerne getragen habe. Ja, am Ende hat sich herausgestellt, dass ich ohne Apple Watch freier bin, aber trotzdem mehrere hundert Euro beim Handywechsel in den Wind schießen zu müssen, finde ich mehr als bescheiden.
Ein hoher Preis
Für mein neues Handy habe ich also einen hohen Preis gezahlt. Nicht eingerechnet sind schließlich noch Apps, für die ich im Laufe der Jahre Geld gezahlt habe.
Ich kann aus Sicht der Unternehmen verstehen, warum sie ihr eigenes Süppchen kochen. Man bindet Nutzerinnen und Nutzer, lockt mit eigenen Features oder sauberen Betriebssystemen.
Bei Handys habe ich allerdings kein Verständnis dafür. Für mich Otto-Normal-Nutzer bietet der eine Hersteller nicht das bessere OS, die bessere Kamera, mehr Apps oder ein krasses Alleinstellungsmerkmal. Im Gegenteil.
Technik und Oberflächen haben sich mittlerweile stark angeglichen, was den Wechsel stark vereinfacht hat. Weder Apple noch ein ausgewiesener Android-Handy-Hersteller besitzen heute kaum noch ein für mich entscheidendes Feature, das ich nur dort bekomme.
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Jemandem wie mir, der nicht mit dem Apple-Kosmos verheiratet ist, wird der Wechsel damit unnötig kostspielig gemacht – und das, obwohl ich nicht mal wirklich tief drinstecke. Es geht quasi nur um zwei Geräte, die ich auch von anderen Herstellern bekomme und mich nicht an eine Marke binden sollten.
Ich will hier kein Apple-Bashing betreiben, aber eine Diversifizierung zwischen Apple- und Android-Handys gibt es für Alltagsnutzer wie mich nur noch auf dem Papier. Wieso also muss ich meine Apple Watch verkaufen oder kann meine AirPods nur eingeschränkt verwenden, wenn ich die Marke wechsle?
Es wird Zeit, dass diese alten Mauern eingerissen werden. Nicht, weil ich nach neun Jahren Apple den Rücken gekehrt habe, sondern weil es einfach kundenfreundlicher ist.


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