Die USS Enterprise NCC-1701-D markiert einen Wendepunkt in der Welt der Klemmbausteine. Die Star-Trek-Lizenz, bis dahin fest in der Hand des deutschen Herstellers BlueBrixx, wanderte zu Lego.
Nachdem der erste Hype verflogen ist und das riesige Galaxy-Klasse-Schiff in den Regalen oder zumindest auf den Backorder-Einkaufslisten der weniger Glücklichen steht, stellt sich die unvermeidliche Frage: Was kommt als Nächstes?
Wir haben euch gefragt, welches Schiff oder welche Station ihr euch als Enterprise-Nachfolger wünscht. Das Ergebnis ist überraschend deutlich.
Euer Favorit kommt aus dem Delta-Quadranten
Mit einer deutlichen Mehrheit von 26 Prozent der insgesamt 1.349 abgegebenen Stimmen hat sich die USS Voyager an die Spitze gesetzt. Janeways Schiff verweist damit selbst ikonische Klassiker auf die Plätze.
Das Intrepid-Klasse-Schiff bietet mit seiner markanten, löffelartigen Untertassensektion und den schwenkbaren Warpgondeln eine ganz eigene Ästhetik, die sich deutlich von den Untertassen-Designs der Enterprise-Linie abhebt. Unter anderem besitzt die Voyager bewegliche Warp-Gondeln.
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Die Enterprise fliegt los: Wir zeigen das neue Lego-Modell aus Next Generation von allen Seiten
Auf dem zweiten Platz landet mit 15 Prozent der Klingonische Bird of Prey, gefolgt vom Romulanischen Warbird mit 12 Prozent. Auf einem immer noch respektablen Platz landen andere Versionen der USS Enterprise, von NX-1 bis E. 11 Prozent der Abstimmenden sprechen sich dafür aus, ein weiteres Schiff mit dem Namen Enterprise als Lego-Set umzusetzen.
Die Raumstation Deep Space Nine aus der gleichnamigen Serie und ihre zugehörige USS Defiant teilen sich zusammen mit dem Borg-Kubus die hinteren Ränge mit jeweils 10 Prozent.
Lego vs. BlueBrixx
Eine Analyse eurer Kommentare zeigt jedoch schnell, dass ein neues Lego-Set nicht automatisch Jubelstürme auslöst. Der Elefant im Raum trägt den Namen BlueBrixx. Der deutsche Hersteller hat in den letzten Jahren ein massives Portfolio an Star-Trek-Modellen aufgebaut, das von kleinen Shuttles bis zu gigantischen Display-Modellen reicht.
Viele von euch sind damit bereits bestens versorgt. Ein Leser merkt treffend an, er hoffe nicht, dass Lego jetzt alle Sets ein zweites Mal veröffentlicht. Bei der Enterprise-D habe es sich angeboten (siehe Vergleich bei YouTube), aber bei der Voyager und vielen anderen hätte es bei der Konkurrenz wenig zu meckern gegeben.
Die Diskussion in der Community ist dabei durchaus hitzig. Während einige die Formen von Lego als organischer und eleganter empfinden, schwören andere auf die Modelltreue der Konkurrenz. Es gibt Stimmen, die Lego attestieren, die Eleganz der Enterprise durch rundere Formen besser eingefangen zu haben, während andere die BB-Variante bei Details wie dem Deflektor vorn sehen.
Auch die Idee von Brücken-Sets wird diskutiert, wobei hier die Skepsis überwiegt: Brücken brauchen Figuren und Details, was bei Lego schnell zu hohen Preisen bei geringer Teilezahl führen könnte.
Dennoch wird in den Kommentaren hemmungslos geträumt, von der USS Cerritos aus Lower Decks (natürlich mit Boimler-Figur) bis hin zu abstrusen Wünschen wie der Dyson-Sphäre ist alles dabei. Doch realistisch betrachtet, so vermuten viele von euch, wird Lego wohl auf Nummer sicher gehen.
Das bedeutet vermutlich eher eine Kirk-Enterprise oder eben jene von euch favorisierte Voyager, bevor man sich an Nischen wie klingonische Kreuzer der Vor’cha-Klasse wagt.
Der Bird of Prey wurde schon mehrfach mit Klemmbausteinen umgesetzt, links in der offiziellen Variante von BlueBrixx, rechts ein Fan-Modell von Kevin J. Walter (Bild: Flickr)
Platzmangel und der Ruf nach Midi Scale
Ein roter Faden, der sich durch fast alle Kommentare zieht, ist das Platzproblem. Die riesigen +18-Sets für mehrere hundert Euro sind zwar beeindruckend, aber kaum jemand weiß noch, wo er sie hinstellen soll. Der Wunsch nach einer vernünftigen Größe zu einem passenden Preis ist allgegenwärtig. Viele von euch wünschen sich Modelle im sogenannten Midi-Scale – groß genug für Details, aber klein genug für den Schreibtisch.
Ein User fasst es zusammen: »Die Dinger sind eh nur zum Hinstellen. Eine ganze Flotte würde im aktuellen Maßstab schlicht zu viel Platz fressen.« Die Forderung nach Sets unter 100 Euro wird laut, um nicht wie bei anderen Lizenzen in eine Preisspirale zu geraten, die das Sammeln unmöglich macht. Wenn Lego nur alle Jubeljahre einen 500-Euro-Klopper auf den Markt wirft, geht das an den Wünschen vieler Fans vorbei, die sich Vielfalt und Kompaktheit wünschen.
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