Windows 7 - Patches nach Januar 2020 werden teuer

Wer nach Januar 2020 noch Patches für Windows 7 haben möchte, muss tief in die Tasche greifen - aber auch das ist nur für Unternehmen möglich.

von Georg Wieselsberger,
06.02.2019 07:58 Uhr

Windows 7 erreicht am 14. Januar 2020 das Support-Ende - außer für zahlende Unternehmen. Windows 7 erreicht am 14. Januar 2020 das Support-Ende - außer für zahlende Unternehmen.

In einem Jahr stellt Microsoft den Support für Windows 7 komplett ein. Das bedeutet, dass es keinerlei Updates mehr geben wird, auch nicht für Sicherheitslücken, die nach dem 14. Januar 2020 noch gefunden werden sollten. Doch wie immer gibt es für solche Regeln auch Ausnahmen, vorausgesetzt, der Kunde ist in der Lage, Microsoft für zusätzlichen Support zu bezahlen.

Immerhin drei Jahre lang wird es dann noch möglich sein, für sogenannte Extended Security Updates (ESU) zu bezahlen. Der Sinn dieses Angebotes ist es aber nicht, Windows 7 am Leben zu erhalten, sondern Unternehmen etwas mehr Zeit zu geben, auf Windows 10 umzusteigen. Die Microsoft-Expertin Mary Jo Foley berichtet nun darüber, dass Microsoft seine Partner und den Vertrieb über die genauen Pläne zu Windows 7 und die Preise für ESU informiert hat.

Kunden mit Windows 7 Enterprise müssen bis 21. Januar 2021 pro Gerät 25 US-Dollar bezahlen, bei Windows 7 Pro werden 50 US-Dollar fällig. Im zweiten Jahr bis 21. Januar 2022 steigen die Preise für die beiden Versionen des Betriebssystems auf 50 US-Dollar und 100 US-Dollar pro Rechner. Im dritten und letzten Jahr bis Januar 2023 verlangt Microsoft dann sogar 100 US-Dollar beziehungsweise 200 US-Dollar pro Rechner. Für Unternehmen, in denen viele PCs mit Windows 7 verwendet werden, wird das Absichern des Betriebssystems also immer teurer. Windows 10 dürfte daher im Gegenzug eine immer interessantere Alternative werden.

Privatkunden können die ESU übrigens nicht in Anspruch nehmen, auch wenn manche vielleicht sogar 50 US-Dollar für ein Jahr Support bezahlen würden. Hier bleibt es dabei, dass Windows 7 ab dem 15. Januar 2020 ein immer größeres Sicherheitsrisiko mit ungepatchten Lücken werden wird.

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