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Mittelerde in echt: Hier wurde Der Herr der Ringe gedreht - und wir waren da

Herr-der-Ringe-Fans wissen, dass die epischen Landschaftsaufnahmen der Kinofilme aus Neuseeland stammen. Zum Kinostart von War of the Rohirrim hat sich unser Autor einige der realen Schauplätze angesehen.

Rohans Hauptstadt Edoras ist derzeit wieder im Kino zu sehen. GameStar-Redakteur Jesko hat sich in Neuseeland am Filmset von Peter Jacksons Herr-der-Ringe-Trilogie umgesehen. (Bildquelle: New Line Cinema). Rohans Hauptstadt Edoras ist derzeit wieder im Kino zu sehen. GameStar-Redakteur Jesko hat sich in Neuseeland am Filmset von Peter Jacksons Herr-der-Ringe-Trilogie umgesehen. (Bildquelle: New Line Cinema).

Peter Jacksons Herr-der-Ringe-Trilogie gilt als eines der größten Meisterwerke der Filmgeschichte. Zusammengenommen konnte das Trio Die Gefährten, Die Zwei Türme und Die Rückkehr des Königs insgesamt 17 Oscars abstauben. Fans und Kritiker schätzen die Filme unter anderem deshalb, weil sie die Fantasywelt von Mittelerde so unglaublich realistisch zum Leben erwecken.

Während viele moderne Filmproduktionen auf Landschaften aus dem Computer setzen, sind die epischen Landschaftsaufnahmen aus der Herr-der-Ringe-Trilogie fast alle real - gefilmt wurde im weitgehend menschenleeren Neuseeland. Denn in dem Pazifikstaat leben zwar nur 5 Millionen Leute, atemberaubende Natur gibt es dafür aber satt.

Video starten 2:38 Herr der Ringe: Erster Trailer zu War of the Rohirrim zeigt, wie es zum namensgebenden Krieg kommt

Und auch im neuen Herr-der-Ringe-Film Die Schlacht der Rohirrim spielen einige der aus den Jackson-Filmen bekannten Schauplätze wieder eine wichtige Rolle - allen voran natürlich Edoras, die Hauptstadt von Rohan. In unserer spoilerfreien Filmkritik verraten wir euch, was der neue Streifen taugt.

Passend zum Kinostart des Mittelerde-Anime hat sich unser Redakteur Jesko auf seiner letzten Neuseelandreise an einigen Herr-der-Ringe-Filmsets umgesehen und stellt euch die Locations inklusive Vergleichsfotos zu den Filmen vor.

Per Mausklick schnell durch Mittelerde:

Jesko Buchs
Jesko Buchs

Jesko ist Tolkien-Fan, seit er mit zehn Jahren zum ersten Mal den Hobbit gelesen hat. Die Herr-der-Ringe-Filme durfte er erst sehen, nachdem er die Bücher abgeschlossen hatte. Seitdem ist er aber unsterblicher Fan und schaut den kompletten Extended Cut mindestens einmal jährlich zu Weihnachten. Nach vielen Jahren des Träumens hat er sich dieses Jahr endlich ein Herz gefasst und ist nach Neuseeland geflogen, um einige der Filmsets zu besuchen. So lange im Flieger sitzen will Jesko aber so schnell nie wieder - 23 Stunden sind einfach zu lang.

1) Hobbingen: Ein teures Vergnügen

Das erste und touristisch am besten erschlossene Herr-der-Ringe-Set auf meiner Liste ist Hobbingen, der Heimatort von Bilbo und Frodo Beutlin. Hier fängt bei Tolkien alles an; passend also, dass auch ich dieses Filmset als Erstes erkunde.

Der Drehort des Hobbit-Dörfchens befindet sich auf einer Schafsfarm rund zweieinhalb Autostunden von Auckland entfernt. Von dort, wo auch der größte internationale Flughafen Neuseelands liegt, werden täglich Bustouren nach Hobbingen angeboten.

Das ursprüngliche Filmset wurde nach dem Dreh der Herr-der-Ringe-Filme weitgehend abgebaut, denn er war nie als permanentes Set erdacht. Vor dem Dreh der Hobbit-Filme handelte der Grundbesitzer allerdings mit Peter Jackson aus, dass das Filmset nach Ende der Dreharbeiten erhalten bleiben und in den Besitz seiner Familie übergehen sollte.

Hobbingen im ersten Hobbit-Film und Der Herr der Ringe: Die Gefährten. (Bilder: New Line Cinema).

Auf dieser Grundlage werden heute geführte Touren durch das Filmset angeboten. Die sind allerdings nicht ganz billig. Allein die einfache Führung kostet sagenhafte 120 Neuseeland-Dollar (rund 66 Euro). Da sind Anfahrt und Verköstigung noch nicht einberechnet. Wollt ihr die empfehlenswerte Zweites Frühstück-Tour machen, werden sogar 100 Euro fällig. Dafür gibts aber auch Essen und ein Bier im Gasthaus Zum Grünen Drachen.

Die Hobbingen-Tour ist somit nichts für Sparfüchse. Herr-der-Ringe-Fans werden hier aber definitiv glücklich sein. Wer wollte nicht schon einmal vor Bilbo Beutlins grüner Tür stehen und auf die Festwiese hinunterblicken? Einzig die Tabakpfeife solltet ihr lieber stecken lassen. Das Rauchen ist am Filmset strengstens verboten.

Die meisten Hobbithäuser könnt ihr übrigens nicht betreten. Hobbingen ist ein reines Außen-Set im Zwergen-Maßstab. Alle Innenaufnahmen aus Beutelsend mit Schauspielern wurden in Wellington im Studio gedreht. Seit 2023 könnt ihr euch am Set allerdings in zwei eigens dafür gebauten Hobbithöhlen im Menschen-Maßstab umsehen und am Kaminfeuer Platz nehmen.

2) Edoras: Unendliche Weiten

Von der Nordinsel Neuseelands geht es auf die Südinsel. Hier sind die meisten der epischen Landschaftsaufnahmen entstanden, denn die Insel ist noch naturbelassener als der Norden. Genau die richtigen Bedingungen also, um das Königreich von Rohan mit seinen rauen Landschaften zum Leben zu erwecken.

Rund zwei Autostunden von Christchurch entfernt liegt in einem Seitental der Neuseeländische Alpen - ja, die heißen wirklich so - das Filmset von Edoras. Ende der 90er-Jahre entstand hier auf einem Hügel namens Mount Sunday die Hauptstadt von Rohan.

Für die Dreharbeiten der Herr-der-Ringe-Filme errichtete Peter Jacksons Team auf dem charakteristischen Felsen die goldene Halle von König Theoden sowie einige Wirtschaftsgebäude, Häuser und Ställe. Der Rest der Stadt wurde anschließend am Computer drumherum gebaut.

Viel vom Set ist nicht mehr übrig. Das Gebiet steht unter Naturschutz; alle Gebäude wurden nach Abschluss der Dreharbeiten restlos entfernt. Allein die Aussicht auf die schneebedeckten Berge Neuseelands ist allerdings atemberaubend und findet sich 1 zu 1 auch so in den Filmen wieder. Wenn ihr nach einem Ort sucht, um zu den epischen Geigenklängen des Rohan-Themas bedeutungsschwanger in die Ferne zu starren, dann habt ihr ihn hier gefunden.

Rechts und links von Edoras winden sich Gebirgsflüsse auf weiten Kiesbänken durch die Landschaft. Auf den Hängen grasen ein paar Schafe. Dem Gefühl, mitten in Mittelerde zu sein, kommt man wohl nirgends näher.

Schon im Film Die Zwei Türme wartet Rohan mit einprägsamen Landschaftspanoramen auf. (Bild: New Line Cinema). Schon im Film Die Zwei Türme wartet Rohan mit einprägsamen Landschaftspanoramen auf. (Bild: New Line Cinema).

Die Anfahrt zum Set ist allerdings nicht ganz ohne. Der Mount Sunday liegt buchstäblich mitten im Nirgendwo. Die letzte Wegstunde geht es auf einer unbefestigten Schotterstraße durch die Highlands. Hier lohnt es sich, den Mietwagen gegen Kratzer zu versichern. Vom Wanderparkplatz führt euch ein Fußweg in 45 Minuten auf den Gipfel.

3) Wellington: Der Nazgul im Stadtpark

Neuseelands Hauptstadt Wellington beherbergt nicht nur das Parlament und das Spezialeffekte-Studio Weta Workshop, das gerade unter anderem am kommenden Videospiel Tales of the Shire arbeitet, sondern auch einige unerwartete Filmsets.

Natur-Sets mitten in der Hauptstadt? Was zunächst merkwürdig scheint, hat eine simple Erklärung. Denn hier waren Peter Jackson und seine Crew schlicht und einfach zu faul, in den Weiten Neuseelands auf die Suche nach einem Drehort zu gehen. Und warum auch, wenn man die entsprechenden Shots einfach fix im Stadtpark hinter dem Filmstudio erledigen kann.

Der Way of the Nazgul im Stadtpark von Wellington. Durch den sogenannten Vertigo-Zoom erscheint die Straße im Film bedrohlich. Der Way of the Nazgul im Stadtpark von Wellington. Durch den sogenannten Vertigo-Zoom erscheint die Straße im Film bedrohlich.

Auf dem Mount Victoria, einem Hügel am Stadtrand, wurden deswegen gleich drei Filmszenen aus Die Gefährten gedreht:

Frodo, der auf einem gegabelten Baum faulenzt und Pfeife raucht; die Straße, auf der Frodo bemerkt, dass sie von einem Nazgûl verfolgt werden und Runter von der Straße! brüllt und die Kuhle unter einem Baum, in die sich die Hobbits anschließend zwängen, um den Blicken des schwarzen Reiters zu entkommen. Die entsprechende Filmszene könnt ihr euch hier auf YouTube anschauen.

Alle drei Drehorte liegen fußläufig nur wenige Meter voneinander entfernt und sind von einem nahen Parkplatz gut zu erreichen. Wer allerdings erwartet, sich nun auch filmreif unter den Wurzeln verstecken zu können, wird enttäuscht. Der Baum und seine Wurzeln waren eine gebaute Kulisse. Zurückgeblieben ist einzig ein Loch am Weg. Schön ist es dafür, auf dem Baum Platz zu nehmen, auf dem auch schon Elijah Wood im Film seine Pfeife geraucht hat.

Frodo Beutlin beim Pfeife rauchen auf einem Baum. (Bild: New Line Cinema). Unser Autor Jesko ohne Pfeife auf demselben Baum - nur 25 Jahre später. Frodo Beutlin beim Pfeife rauchen auf einem Baum. (Bild: New Line Cinema). Unser Autor Jesko ohne Pfeife auf demselben Baum - nur 25 Jahre später.

Wer noch ein bisschen weiter läuft, kann von einem Aussichtspunkt an der Spitze des Hügels das Panorama über den Hafen von Wellington genießen. Ebenfalls nur eine kurze Busfahrt entfernt, locken euch in den Ausstellungsräumen von Weta Workshop einige echte Modelle und Kostüme aus den Herr-der-Ringe-Filmen.

Die Welt von J.R.R. Tolkien ist derzeit wieder putzmunter. Die Filmkritik zu War of the Rohirrim haben wir euch ja bereits zu Beginn verlinkt. In der obigen Box haben wir euch aber noch drei weitere spannende Artikel herausgesucht.

Darin erfahrt ihr mehr zum neuen Aufbauspiel Tales of the Shire. Außerdem erklären wir euch, was Aragorn da im Flugzeug macht. Und unser Lore-Wächter Sören erzählt im Podcast, warum er wegen eines Tolkien-MMOs beinahe selbst nie einen Ring getragen hätte. Schaut und hört gerne mal rein!

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