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Seite 2: Wolfenstein: The Old Blood im Test - Altes Blut frisch vergossen

Schöner ballern ohne Anspruch

Im Gegensatz zu The New Order, das seine Story in ausgiebigen Zwischensequenzen erzählt, beschränkt sich The Old Blood auf das Wesentliche: Hier wird geballert statt palavert. Die dünne Hintergrundgeschichte benötigt nur einige kurze Handlungsszenen, die den Spielfluss nicht allzu sehr unterbrechen.

Lesenswert: Versteckte Levels und Easter-Eggs in Wolfenstein: The Old Blood

Schöne Träume? An solchen versteckten Schlafplätzen können wir in eine andere Welt wechseln ...

Pixelige Träume! ... in der wir uns durch krude Levels im Stil des ursprünglichen Wolfenstein ballern.

Wir fühlen uns direkt zehn bis 15 Jahre zurückversetzt in die gute alte Zeit, in der es noch um Spielbarkeit statt um möglichst kunstvolle und spektakuläre Inszenierung ging. Manchem, der eine ähnliche Erzählstruktur wie in The New Order erwartet, mag das allerdings sauer aufstoßen. Sogar Spielelemente wie das Perksystem wurden auf Sparflamme gedrosselt.

Trash-Alarm: Wir liefern uns während der Talfahrt einen Shootout mit einer Seilbahn voller Regime-Schergen. Trash-Alarm: Wir liefern uns während der Talfahrt einen Shootout mit einer Seilbahn voller Regime-Schergen.

Die Verbesserungen, die wir für besondere Leistungen erhalten, sind deutlich weniger und nicht mehr in Kategorien unterteilt: Wer seine Figur kompliziert und kleinteilig aufleveln will, ist hier fehl am Platz. Genau das ehrt The Old Blood: Der Shooter will einfach nur ehrliche Unterhaltung mit unkomplizierter, dynamischer Action sein. Und das gelingt ihm bravourös.

Zudem ist das »Addon« eher ein vollwertiges Spiel, das genauso gut zum Vollpreis verkauft werden könnte. Hier ist nichts hingeschludert, die Spielzeit ist mit etwa acht Stunden für acht Kapiteln länger als die eines durchschnittlichen Call of Duty im Singleplayer und hat dabei so gut wie keinen Leerlauf. Zudem werden während des Spielverlaufs Challenge-Maps freigeschaltet, auf denen wir unter Zeitdruck unser Geschick im Kampf gegen Regime-Truppen beweisen können.

Verbesserte Technik: Von wegen Old Blood!

Spielerisch war das Hauptspiel The New Order top, doch technisch hatte es bei Erscheinen vor knapp einem Jahr nicht so viel auf dem Kasten: Spät nachladende, teils sehr matschige Texturen und Bildrateneinbrüche trübten den Ballerspaß. Erstaunlicherweise zeigt sich das Addon The Old Blood hier von einer deutlich besseren Seite.

Rückschritt im Vergleich zum Hauptspiel: Für ruhige Momente, in denen die Story weitergesponnen wird, ist nur äußerst selten Zeit. Rückschritt im Vergleich zum Hauptspiel: Für ruhige Momente, in denen die Story weitergesponnen wird, ist nur äußerst selten Zeit.

Entwicklerstudio Machinegames hat die Engine id Tech 5, die auch beim technisch ähnlich problematischen The Evil Within zum Einsatz kam, nun deutlich besser im Griff. Nach wie vor erwarten uns keine grafischen Wunderwerke, doch die (teils immer noch matschigen) Texturen werden nun sehr viel schneller gestreamt, und die deutlich stabilere Bildrate verbreitet vor allem in den Feuergefechten ordentlich Spaß.

Und um Spaß zu haben ist nicht einmal die Kenntnis des Hauptspiels nötig, denn das Addon steht sehr komfortabel auf seinen eigenen Beinen. Wer einen ehrlichen, oldschooligen und unkomplizierten Shooter sucht, macht mit Wolfenstein: The Old Blood nichts falsch.

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