WoW Classic: Mehr als tausend Spieler versuchen Neustart ohne Bots & Inflation

WoW Classic ist vielen Spielern nicht mehr klassisch genug. Eine neue Initiative wagt deshalb auf einem Server den Neuanfang für die alte Spielerfahrung.

von Mathias Dietrich,
01.03.2021 09:02 Uhr

Auch in World of Warcraft: Classic wird die nostalgische Spielerfahrung bereits getrübt. Doch eine Gruppe Spieler kämpft dagegen an. Auch in World of Warcraft: Classic wird die nostalgische Spielerfahrung bereits getrübt. Doch eine Gruppe Spieler kämpft dagegen an.

Einmal World of Warcraft erleben wie zu seinen Anfangszeiten. WoW Classic wollte Mitte 2019 genau dieses Erlebnis bieten.

Allerdings liegt dessen Release inzwischen so weit zurück, dass sich auch hier eine Wirtschaft etablieren konnte und der Markt im Spiel unter Inflation leidet. Jetzt fanden sich einige tausend Spieler, die nochmal alles auf Anfang setzen wollen.

Tabula Rasa

Die Gruppe vereint sich unter dem Namen »The Fresh Crusade« und zählt derzeit um die 1.300 Teilnehmer. Am 5. März 2021 wollen sie einen der am wenigsten bevölkerten PvP-Server von World of Warcraft: Classic nutzen und komplett von vorne anfangen.

Gegenüber Eurogamer erklärten sie, wie sie auf die Idee kamen: Auslöser war, dass Blizzard keine neuen Server für den Launch von The Burning Crusade angekündigt hat.

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Die Initiative erhofft sich durch diesen Schritt, noch einmal das Community-Gefühl und die Level-Erfahrung aufleben zu lassen, die sich auf existierenden Servern kaum noch finden lässt.

Wie Caszhar, Gründer der Initiative erklärt, levelt man auf diesen im Regelfall alleine bis Stufe 60, da es nicht mehr genug Neulinge gibt. Dungeons oder ähnliches muss man dabei ignorieren, da man viel zu selten Gruppen findet.

Allerdings bleibt die Frage offen, wie lange das gewünschte Gefühl anhalten wird. Immerhin werden auch einige Teilnehmer von »The Fresh Crusade« mehr Zeit zum Spielen finden als andere und ihnen damit davonleveln.

Außerdem besitzen die Spieler heutzutage viel mehr Hintergrundwissen über die Spielmechaniken, wodurch sie schneller aufleveln können als noch zu Anfangszeiten.

Spielen ohne Boteinfluss

Ein weiteres Problem sind, das die Spieler auf den herkömmlichen Servern haben, sind Bots und die Möglichkeit, die Ingame-Währung für echtes Geld zu erwerben. Da somit KI-gesteuerte Charaktere sämtliche Ressourcen sammeln und teuer im Auktionshaus verkaufen, haben es legitime Spieler viel schwerer, mit Crafting oder ähnlichen Gold zu machen.

Zwar existieren Bots auch auf Servern mit niedriger Population, allerdings können sie hier nur schwer die Wirtschaft beeinflussen. Denn die Spieler darauf kaufen im Regelfall kein Gold und können sich die überteuerten Items dadurch sowieso nicht leisten.

Was macht Blizzard?

Der Entwickler von WoW: Classic erklärte in der Vergangenheit, wieso es so schwer ist gegen Bots und Cheater vorzugehen. Gerade das Sammeln von eindeutigen Beweisen ist sehr kompliziert und kann einiges an Zeit in Anspruch nehmen.

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Nichtsdestotrotz konnte das Team 2020 auf mehr als 74.000 gesperrte Accounts zurückblicken, die nachweislich Bot-Programme eingesetzt haben.

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