In der Welt von World of Warcraft wird es niemals still. Noch vor wenigen Tagen sorgte der Erfolg eines 80-Euro-Mounts für Furore. Diese Sensation
wurde jedoch schnell von den Reaktionen auf eine ergreifende Netflix-Dokumentation über den 2014 verstorbenen Spieler Ibelin abgelöst.
Die hat nämlich dafür gesorgt, dass zahlreiche Spieler zu dessen digitaler Grabstätte reisen und Kerzen und Blumen aufstellen, um die Erinnerung an ihn am Leben zu halten.
Der tragische Tod eines WoW-Spielers
Der Norweger Mats Steen aka Ibelin hatte aufgrund einer schweren Krankheit Probleme, in der echten Welt soziale Konflikte zu knüpfen. Durch die Muskeldystrophie Duchenne wurden seine Muskeln stetig abgebaut, wodurch er sich irgendwann kaum noch bewegen konnte.
Zum Glück gab es das beliebte MMORPG WoW, wo das nämlich ganz anders aussah. Als Ibelin konnte Mats sich frei bewegen und lernte über die Jahre zahlreiche treue Freunde kennen, die ihn bis zu seinen letzten Tagen begleiteten. 2014 starb er schließlich infolge seiner Krankheit mit einem Alter von gerade mal 25 Jahren.
Das fantastische Leben des Ibelin
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Ergreifender Film über einen WoW-Spieler ist ab Ende Oktober auf Netflix zu sehen
Blizzard zollte Ibelin nach seinem Tod Tribut, indem sie ihm innerhalb von WoW ein eigenes Grab im Elwynnwald bescherten. Zehn Jahre später gerät sein Schicksal erneut in die mediale Öffentlichkeit, denn der Streaming-Riese Netflix hat eine Dokumentation über den WoW-Fan veröffentlicht. Den Trailer seht ihr oben.
Sie trägt den Namen Das fantastische Leben des Ibelin
und erzählt von Mats' unglücklichen Schicksal und wie ihm das MMORPG dabei geholfen hat. Viele Spieler sind davon sichtlich gerührt, wodurch Mats Ibelin
Steens digitales Grab nun zu einer Pilgerstätte geworden ist, an der digitale Kerzen und Blumen hinterlassen werden.
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Laut Journalist Matt Neglia hat sich die WoW-Community das Ziel gesetzt, die Lichter für immer brennen zu lassen, um Ibelin Tribut zu zollen.
Das erscheint umso beeindruckender unter dem Gesichtspunkt, dass die Kerzen lediglich 15 Minuten brennen, sich nicht tauschen lassen und Spieler sie nur an einem entfernten Ort erwerben können. Hinter jedem Licht steckt also ein gewisser Aufwand, der in der Masse nicht zu unterschätzen ist. Für Mats wäre das sicherlich eine große Ehre gewesen.
Mats fürchtete, irgendwann vergessen zu werden: In jedem Fall wird ihm damit eine große Angst genommen. In einem Interview mit den Eltern erwähnten diese nämlich, dass er sich stets davor fürchtete, irgendwann vergessen zu werden. Das ist in den letzten zehn Jahren zum Glück nicht passiert und das wird sich sobald offenbar auch nicht ändern.
Unter dem Beitrag von Matt Neglia schreiben zahlreiche Nutzer, wie sehr sie Das fantastische Leben des Ibelin berührt und begeistert hat. Kein Wunder also, dass die Netflix-Dokumentation auf IMDB einen beachtlichen Score von 8,5/10 erzielen konnte. Auch auf Metacritic kann der Film mit einem Wert von 78/100 Punkten gut abschneiden.

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