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Leeroy Jenkins: Das legendäres WoW-Meme war ein Fake [Best of GameStar]

Leeroy Jenkins war eines der ersten viralen Internet-Memes und hat sich bis heute fest in der Gaming-Kultur verankert. Doch das Video war gestellt.

Leeroy Jenkins hat uns angeflunkert. Leeroy Jenkins hat uns angeflunkert.

Wir bemühen uns, euch über jede wichtige Neuigkeit aus dem Gaming-Bereich umgehend zu informieren. Schließlich sollen News ja »new« sein, sonst wären sie »Olds« oder so. Entsprechend hier, ganz taufrisch: Leeroy Jenkins, eines der bekanntesten und ältesten Memes der Internet-Gaming-Geschichte, ist ein Fake.

Zur kurzen Einordnung: In dem berühmten Leeroy-Jenkins-Clip von 2005 sieht man eine Gruppe von Helden, die in World of Warcraft die sogenannte Rookery in Upper Blackrock Spire bewältigen wollen. In den Hallen warten nicht nur diverse Monster, sondern auch Dracheneier, aus denen fiese Kreaturen schlüpfen, sobald man ihnen zu nahe kommt.

Deshalb plant die Gruppe eifrig und detailliert an einer Strategie - bis ein Mitglied der Gruppe, Leeroy Jenkins, lauthals seinen eigenen Namen im Voice Chat krakeelt und mitten in die feindverseuchte Halle rennt. Damit scheucht Jenkins so ziemlich jedes tödliche Monster der Rookery auf und bringt sich und seiner ganzen Truppe einen erbärmlichen Tod. All die Planung für die Katz'.

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Im Rahmen der ganzen Netzneutralitäts-Debatte veröffentlichten die beiden Urheber des Leeroy-Jenkins-Clips 2017 eine frühe Version des Videos, die nie zuvor gezeigt wurde. Dort unterscheiden sich bestimmte Sätze und Handlungsabfolgen - der grobe Inhalt bleibt aber gleich. Und man erkennt somit: Die ganze Szene ist gestellt! Zwar beteuern beide, dass die Geschehnisse auf wahren Begebenheiten beruhen, aber trotzdem dürfte die Erkenntnis viele Spieler ernüchtern.

Link zum YouTube-Inhalt

Hier zum Vergleich das Original:

Link zum YouTube-Inhalt

Auf der anderen Seite gab es schon in den zwölf Jahren zuvor einen Teil der Community, der ohnehin nie an die Echtheit des Clips geglaubt hat. Diese Skeptiker behalten Recht.

Leeroy Jenkins ist seit 21 Jahren ein fester Teil der Gaming-Kultur, wurde allerdings auch in Film und Fernsehen immer wieder referenziert (beispielsweise How I Met Your Mother). In Mass Effect 1 gibt's einen Begleiter namens Richard L. Jenkins, der durch vorschnelles Verhalten den Tod findet. Im englischen Internet-Sprachgebrauch gibt's feststehende Ausdrücke wie »pulling a Leeroy« und »to Leeroy«, die unbesonnene Stürmer kategorisieren.


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