WoW: Update 9.1 verschenkt Shadowlands größtes Potenzial

Meinung: Mary freut sich zwar auf den ersten großen Shadowlands-Patch, sieht aber neben den neuen Inhalten vor allem eine verpasste Chance.

von Marylin Marx,
21.02.2021 10:00 Uhr

Blizzard verpasst mit Patch 9.1 eine riesige Chance. Blizzard verpasst mit Patch 9.1 eine riesige Chance.


Versteht mich nicht falsch, ich freue mich wirklich riesig auf das, was uns bald in World of Warcraft erwartet. Mit Patch 9.1 Chains of Domination kommt ein neuer Raid, ein neues Gebiet, neue Ausrüstung, jede Menge Story, Shadowlands Saison 2 und noch ganz viel mehr ins Spiel, auf das ich wirklich Bock habe.

Was mich an der ganzen Sache nur ärgert, ist, dass man so viel mehr aus Chains of Domination hätte machen könnte. Shadowlands hat mit Einführung des Pakt-Systems einen so fantastischen Grundstein für individuelle Erlebnisse gelegt, das ich einfach nicht verstehe, warum sie jetzt mit Patch 9.1 wieder alles zu einem Einheitsbrei verarbeiten.

Denn schauen wir uns die einzelnen Inhalte im Detail an, fällt schnell auf, dass es neben den paar kosmetischen Gegenständen wie den neuen Pakt-Rüstungen nichts gibt, was die Pakte voneinander unterscheidet. Selbst der neue Kampagnen-Abschnitt soll größtenteils für alle gleich sein.

Blizzard verbaut sich hier die Chance, alles aus dem Addon herauszuholen und zu zeigen, was WoW drauf hat. Ideen wie es besser ginge, hätte ich genug.


Die Autorin
Mary spielt seit 2005 WoW, hatte aber seit Wrath of the Lich King eine On-Off-Beziehung mit Blizzards MMO. Den letzten Erweiterungen stattete sie nur Höflichkeitsbesuche ab. Seit Shadowlands ist sie aber wieder voll dabei und steckte mit ihrem WoW-Fieber sogar ihren Freund, ihre Kollegin Elena, deren Schwester und MMO-Muffel Maurice an. Aktuell erkunden sie jeden Sonntag als Blutelfen-Truppe zum Einstieg für die vier Neulinge Battle for Azeroth. Allein ist Mary aber am liebsten in den Schattenlanden unterwegs und unterstützt die Nekrolords mit allen Mitteln.

Eine vertane Chance

Anstatt jetzt wieder alles zusammenzuführen, hätte Blizzard lieber die Chance nutzen sollen um noch mehr individuelle Geschichten zu erzählen und die einzelnen Probleme der Pakte und ihre Geschichte zu vertiefen. Jetzt sind wir doch gerade erst so richtig warm geworden mit unserem neuen Zuhause in den Schattenlanden. Außerdem gibt es noch viel zu tun.

Denn obwohl der Kerkermeister die wohl größte gemeinsame Bedrohung darstellt, existieren noch viele andere Baustellen wie die anhaltende Anima-Dürre, Machtkämpfe in den eigenen Reihen oder existentielle Fragen zu den Regeln des eigenen Paktes.