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XCOM 2: Das Epic-Geschenk ist nicht grundlos eines der besten Strategiespiele aller Zeiten

Im Epic Games Store gibt es heute XCOM 2 geschenkt. Eine Präsent, das ihr nicht unterschätzen solltet, denn dieses Strategiespiel gehört zu den besten aller Zeiten.

von Fabiano Uslenghi,
21.04.2022 07:17 Uhr

Jede Woche verschenkt der Epic Games Store PC-Spiele, doch nicht immer sind darunter echte Meisterwerke. Wie auch, davon gibt es schlicht und ergreifend nicht besonders viele. Zumindest nicht genug, um jede Woche ein anderes zu verschenken. An manchen Tagen gelingt dem Epic Store aber dann doch eine wundervolle Überraschung.

So auch jetzt, denn vom 14. bis 21. April wird in dem Store XCOM 2 verschenkt. Und hier ist das Wort Meisterwerk wahrlich keine Übertreibung. Dafür stehe ich mit meinem Namen.

Ihr glaubt mir nicht? Na gut, dann glaubt eben der geballten Strategie-Expertise der gesamten GameStar-Redaktion. Denn XCOM 2 hat es in unserem großen Ranking der 100 besten Strategiespiele auf einen beachtlichen vierten Platz gebracht:

Platz 4: XCOM 2 - »Das haben sie nur gemacht, um mich zu ärgern« - Die zehn besten Strategiespiele PLUS 10:40 Platz 4: XCOM 2 - »Das haben sie nur gemacht, um mich zu ärgern« - Die zehn besten Strategiespiele

Und wenn euch das noch nicht reicht, dann verzagt nicht. Ich werde euch hier noch einmal ausführlich erklären, warum ihr XCOM 2 spielen solltet. Vor allem, wenn es euch nichts weiter kostet außer viel, viel Zeit.

Der Experte

Fabiano Uslenghi ist seit 2019 Teil der Kernredaktion auf GameStar.de und spielt seit über 20 Jahren PC-Spiele. Vor allem Rollen- und Strategiespiele zählen zu seinen präferierten Disziplinen. In beiden Fällen hat er über die Jahre rundenbasierte Konflikte sehr zu schätzen gelernt und würde den strategischen Anspruch sowie die komplette Kontrolle des Rundensystems der Echtzeit in den meisten Fällen vorziehen. Zu seinen liebsten rundenbasierten Titeln gehören sowohl Civilization als auch XCOM und auf Seiten der Rollenspiele Titel wie Divinity: Original Sin 2 oder neuerdings Pathfinder.

Darum geht es in XCOM 2

Schon allein die Ausgangslage von XCOM 2 ist wundervoll kurios. Sie stellt die typische Alieninvasions-Geschichte nämlich auf den Kopf. Weder wird die Erde von Außerirdischen angegriffen, noch stürmen Menschen einen fremden Planeten. Stattdessen ist die Erde schon längst verloren.

In XCOM 2 geht das Spiel davon aus, dass der Vorgänger gar kein gutes Ende genommen hat. Stattdessen ist die Menschheit gescheitert und hat den Krieg gegen die Alien-Koalition namens ADVENT sang- und klanglos verloren. Infolgedessen wurde eine feindliche Regierung installiert, die Gesellschaft unterwandert und der Planet liegt vollständig in den Händen der galaktischen Eroberer.

Vollständig? Nein! Ein von unbeugsamen XCOM-Agenten bevölkertes Raumschiff hört nicht auf, dem Eindringling Widerstand zu leisten. Wir sind verantwortlich für diese menschliche Widerstandszelle und führen scharenweise Rebellen in rundenbasierte Guerrilla-Missionen gegen den Feind. Nur ob die Rebellen aus diesen Missionen auch wieder lebendig herauskommen, ist eine ganz andere Frage.

In XCOM 2 sind wir immer unterlegen und müssen uns in jeder Schlacht irgendwie einen Vorteil verschaffen. Beispielsweise durch die Kontrolle von Robotern. In XCOM 2 sind wir immer unterlegen und müssen uns in jeder Schlacht irgendwie einen Vorteil verschaffen. Beispielsweise durch die Kontrolle von Robotern.

Darum ein Rundentaktik-Meilenstein

Wenn wir heute über ein neues Rundentaktikspiel schreiben, dann werdet ihr ziemlich sicher mindestens einmal darin das Wort XCOM lesen können. Warum machen wir das? Einerseits, weil XCOM schon viele Menschen kennen und der Vergleichswert sofort klar macht, worum es geht. Aber eben auch, weil XCOM 2 der aktuelle Maßstab ist. Und das hat verschiedene Gründe.

Es hat die Rundentaktik wiederbelebt: Sehen wir uns die momentane Lage an, ist es kaum vorstellbar, dass die Rundentaktik mal im Sterben lag. Das Genre verlor in den 00er Jahren immer weiter an Popularität und musste sich der Echtzeit unterordnen. Runde war höchstens in Globalstrategie wie Civilization oder bei Total War noch beliebt. Und dann kam XCOM. Das Reboot der altehrwürdigen Serie ist eingeschlagen wie eine Bombe.

Jetzt geht es dem Genre abermals richtig gut. Fast jedes Jahr kommen neue, vielversprechende Titel raus, die uns in rundenbasierte Gefechte mit einer Gruppe aus Spezialisten senden. Allein 2022 erscheinen mit Warhammer 40K: Daemonhunters, King Arthur: Knight's Tale und Marvel's Midnight Suns (von den XCOM-Machern) drei durchaus aufwändig produzierte Spiele. Selbst Spielelegende Super Mario hat inzwischen ein eigenes XCOM-like namens Mario + Rabbids. Rundentaktik ist in der Mitte der Spiele-Gesellschaft angekommen.

Woher kommt das Comeback der Rundenstrategie? - »Höhere Affinität zu Rollenspielen als Echtzeitstrategie« PLUS 20:59 Woher kommt das Comeback der Rundenstrategie? - »Höhere Affinität zu Rollenspielen als Echtzeitstrategie«

Es hat Rundentaktik aufgeputscht: Bevor XCOM seine Rückkehr feierte, galt Rundentaktik als ein extrem biederes Genre. Keine Dynamik, viele Statistiken und kaum Spielszenen, die in einem Trailer für Stimmung sorgen konnten. Das hat Firaxis nicht mehr gepasst und sie haben was daran geändert. Seitdem wissen Spieleentwickler, wie rundenbasierte Kämpfe inszeniert werden sollten!

In XCOM werden die Züge nicht einfach unspektakulär abgehandelt. Stattdessen arbeitet das Spiel mit Kamerafahrten und lässt die Spielfiguren dynamisch auf das Geschehen reagieren. Wenn ein ADVENT-Soldat meinen XCOM-Agenten mit seinem Lasergewehr unter Beschuss nimmt und das konzentrierte Licht an der Deckung abprallt, dann zuckt der Kopf des Agenten kurz nach unten. XCOM hat verstanden, was dem Genre gefehlt hat und heute ist es nicht mehr das selbe.

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Es hat ein gutes Konzept vergoldet: Im Grunde müsste man XCOM: Enemy Unknown fast noch mehr loben als den zweiten Teil, denn viel von dem, was ich bislang gesagt habe, hat der erste Teil eingeführt. Trotzdem ist öfter von XCOM 2 die Rede, da dieser Teil die Ansätze seines Vorgänger eben noch weitertreiben konnte.

Das fängt bei der Prämisse an, in der wir als Rebellen gegen eine Übermacht aufbegehren, setzt sich über die tiefere Basisverwaltung fort und landet schließlich bei Detailverbesserungen wie den zufallsgenerierten Karten oder einer Schleichmechanik.

Auch die facettenreichen Feinde tragen ihren Teil dazu bei, weshalb XCOM 2 so unheimlich lange motiviert. Auch die facettenreichen Feinde tragen ihren Teil dazu bei, weshalb XCOM 2 so unheimlich lange motiviert.

Darum könnte es sich für euch eignen

Ich denke tatsächlich, dass jeder Fan von PC-Spielen XCOM 2 mal einen Chance geben sollte. Vor allem, wenn es kostenlos ist. Aber natürlich wird es trotzdem nicht allen Spielertypen gefallen. Deshalb hier nochmal kompakt, was euch erwartet.

XCOM 2 ist schwer: Stellt euch darauf ein, zu versagen. Lasst euch auch von dem Fokus auf eine spannende Inszenierung nicht täuschen - XCOM 2 ist ein kompliziertes Strategiespiel, in dem ihr einen wachen Geist braucht und nicht auf Autopilot durch die Kampagne steuern könnt. Der Schwierigkeitsgrad kann gerade zu Beginn sogar frustrieren, aber bleibt unbedingt dran. Je länger es dauert, umso besser werdet ihr zurechtkommen.

Außerdem gehört der Verlust von Charakteren zum Spielkonzept! Ihr sollt euch ärgern! Ihr sollt um eure Helden trauern! Und beizeiten werdet ihr euch umso mehr freuen, wenn ihr die Alienbrut doch noch zurückdrängt.

XCOM 2 arbeitet mit Trefferchancen. Ich sage es euch schon jetzt: Mindetsens einmal werdet ihr euch über einen verfehlten Angriff grün und blau ärgern. XCOM 2 arbeitet mit Trefferchancen. Ich sage es euch schon jetzt: Mindetsens einmal werdet ihr euch über einen verfehlten Angriff grün und blau ärgern.

XCOM 2 ist groß: Nehmt euch viel Zeit für dieses Strategiespiel. Um die ganze Kampagne abzuschließen, werdet ihr locker über 50 Stunden benötigen. Aber diese Zeit ist großartig investiert, zumal das Spiel in all dieser Zeit trotzdem nicht anfängt, langweilig zu werden. Am laufenden Band werdet ihr mit neuen Gegnertypen konfrontiert, die neue Herangehensweisen erfordern.

Außerdem habt ihr verflucht viele Möglichkeiten, eure Agenten oder euer Raumschiff anzupassen, sodass die Tüftelei allein bereits einige Stunden beanspruchen sollte. Das wird sogar Rollenspielfreunde begeistern, die sich liebend gern ausgiebig damit beschäftigen, den perfekten Build aus einer Klasse zu kitzeln.

XCOM 2 hat Zeitlimits: Zum Abschluss noch ein Wort der Warnung. Denn einer der größten Kritikpunkte an XCOM 2 betrifft die Zeitlimits. Manche Missionen geben euch eine feste Rundenanzahl vor, in der ihr sie abschließen müsst. Das stößt manchen Rundenfans sauer auf, trübt das Spielerlebnis aber niemals vollständig. Außerdem lässt sich XCOM 2 umfangreich modifizieren und viele dieser Mods sägen das Rundenlimit ab.

Habe ich euch überzeugen können? Wenn ihr XCOM 2 eine Chance geben möchtet, gelangt ihr mit nur einem Klick in den Epic Store, um euch das Spiel dauerhaft kostenlos zu sichern:

XCOM 2 im Epic Store

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