XCOM: Chimera Squad setzt den Taktik-Hit schon nächste Woche fort

Es erscheint ein neues XCOM. Und das schon nächste Woche. XCOM: Chimera Squad setzt direkt nach XCOM 2 an, macht aber ein paar Sachen anders.

von Fabiano Uslenghi,
14.04.2020 16:20 Uhr

Erstes Gameplay zu XCOM: Chimera Squad im Ankündigungs-Trailer 6:28 Erstes Gameplay zu XCOM: Chimera Squad im Ankündigungs-Trailer

Vier Jahre nach dem Release von XCOM 2 bekommt die Serie endlich einen Nachfolger. Oder besser gesagt einen Standalone-Titel, der ein paar Dinge anders macht als für die Serie üblich. XCOM: Chimera Squad wird bereits nächste Woche am 24. April erscheinen, vorerst nur auf dem PC.

Aber keine Sorge, wenn ihr jetzt an mögliche Spinoffs wie The Bureau denkt: Auch XCOM: Chimera Squad bleibt ein Rundenstrategiespiel. Alles andere wäre auch verwunderlich, immerhin ist die Reihe mittlerweile kaum noch von dem Genre zu trennen. Wer Rundenstrategie sagt, denkt immerhin oft zuerst an XCOM.

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Worum geht's in Chimera Squad?

Auch wenn Chimera Squad kein XCOM 3 ist, setzt es doch die Geschichte von XCOM 2 fort. Nachdem wir erfolgreich einen Aufstand gegen die Alien-Unterdrücker eingeleitet und deren Anführer von unserem Planeten vertrieben haben, gilt es in Chimera Squad sich ganz neuen Problemen zu stellen.

Dabei ist eigentlich etwas undenkbares eingetreten: Fünf Jahre nach dem Sieg über ADVENT sind deren Anführer zwar weg, viele der Aliens blieben jedoch auf der Erde zurück. Die wurden allerdings nicht bis zum letzten Schlangenmenschen ausradiert. Stattdessen nähern sich die Spezies einander an.

In der futuristischen Stadt »City 31« leben Menschen und Außerirdische Seite an Seite und arbeiten gemeinsam an einem Zusammenleben. Damit wir aber weiterhin Rundenschlachten schlagen dürfen, herrscht natürlich nicht nur eitel Sonnenschein. Nicht jedermann ist mit dieser Verbrüderung zufrieden. Unterschiedliche Gruppen sorgen im Untergrund für Unruhe und bedrohen damit den Erfolg von City 31.

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Drei wichtige Unterschiede

Die Ausgangslage von Chimera Squad an sich ist schon ein wenig besonders. Immerhin müssen wir dieses Mal weder einen Angriff von Außen abwehren, noch sind wir selbst die Rebellen. Das ist aber noch nicht der größte Unterschied zu XCOM 2. Auch in Sachen Gameplay will Chimera Squad ein wenig neues Ausprobieren und macht drei Dinge fundamental anders:

1. Aliens und Menschen

In der Geschichte von XCOM 2 führen wir den menschlichen Widerstand an und fechten unsere Kämpfe größtenteils eben mit Menschen oder auch Kampfrobotern aus. In Chimera Squad werden wir außerdem Aliens der ehemaligen Gegenseite einsetzen können.

Wenn euch die Vipern in XCOM 2 also mit ihren lästigen Zungen zu Tode genervt haben, dann könnt ihr in Chimera Squad diese fiese Taktik einfach selbst anwenden. Das namensgebende Chimera Squad ist nämlich eine Vereinigung aus Aliens und Menschen, die aus verschiedenen Gründen den Erfolg und das Überleben von City 31 garantieren wollen.

Was Grafik und Inszenierung angeht, bleibt Chimera Squad sehr nah an XCOM 2. Was Grafik und Inszenierung angeht, bleibt Chimera Squad sehr nah an XCOM 2.

2. Einzigartige Einheiten

Ein wichtiger Aspekt von XCOM 2 waren die unterschiedlichen Agenten, die ihr frei nach eurem Geschmack gestalten und aufrüsten durftet. Wirkliche Persönlichkeiten hatten die aber nicht. In Chimera Squad ist nun jedes Truppmitglied einzigartig. Das bedeutet auch, dass sie nicht mehr permanent sterben können. Sollte einer eurer Agenten ausbluten, gilt die Mission als gescheitert.

Ihr könnt auf insgesamt 11 verschiedene Agenten zurückgreifen, die einen eigenen Hintergrund haben und jeder davon verfügt über besondere Fähigkeiten. Zwischen den Agenten kann es außerdem Synergien geben, wodurch klassenbedingte Combos im Gefecht möglich werden.

3. Action orientiertes Gameplay

Und nochmals: Keine Sorge. XCOM bleibt ein Rundenstrategiespiel! Mit Chimera Squad wollen die Entwickler aber einen leicht actionreicheren Weg gehen. Die Missionen bestehen etwa aus einer Reihe recht explosiver Begegnungen, womit die Gefechte intensiver und unvorhersehbarer werden sollen.

Zusätzlich gibt es einen neuen Breach-Modus. Darin werden Squads an verschiedenen Stellen in Position gebracht und es ist an uns, den Angriff durch geschickten taktieren und den richtigen Fähigkeiten zu koordinieren.

XCOM: Chimera Squad nimmt auch ein paar Anpassungen am Initiative-System vor. So können Gegner und Einheiten jetzt auch in unterschiedlicher Abfolge am Zug sein. XCOM: Chimera Squad nimmt auch ein paar Anpassungen am Initiative-System vor. So können Gegner und Einheiten jetzt auch in unterschiedlicher Abfolge am Zug sein.

Kampfansage an Microsoft?

Diese etwas überraschende Rückkehr des Genre-Primus könnte unter Umständen für ein paar Probleme sorgen. Und zwar für Probleme mit Microsoft. XCOM: Chimera Squad fährt dem Publisher nämlich mit seinem Release etwas in die Parade. Das Spiel erscheint immerhin am 24. April und damit lediglich vier Tage bevor Microsoft mit Gears Tactics ihren eigenen Rundenstrategie-Titel veröffentlichen.

Zudem wird Chimera Squad eine ganze Zeit nach seinem Release recht günstig zu bekommen sein. Ab Release-Tag kostet das Spiel auf Steam gerade einmal 10 Euro und ist Teil eines großen XCOM-Sales auf Valves Plattform. Erst ab den 1. Mai wird das Spiel dann zum normalen Preis von etwa 20 Euro verkauft.

Chimera Squad besetzt mit seinen einzigartigen Agenten und der etwas actionlastigeren Ausrichtung auch genau die Nische, die in diesem Genre von Gears Tactics belegt werden sollte. Es wird also spannend zu sehen, welches von beiden Spielen mehr Fans anspricht. Chimera Squad konnten wir selbst noch nicht anspielen, in Gears Tactics haben wir aber bereits einen ausführlichen Blick geworfen und waren von dem Spiel durchaus sehr positiv überrascht.

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