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Wieso Gears Tactics Rundenstrategie auf ein neues Level bringen könnte

Exklusiv angespielt: Gears Tactics hat genau die richtige Idee! Es macht aus einem Deckungsshooter ein Strategiespiel und das fühlt sich derart großartig an, als hätte es schon immer so sein sollen.

von Fabiano Uslenghi,
27.03.2020 14:00 Uhr

Gears Tactics - Vorschau-Video zum hochwertigen Strategie-Ableger 14:16 Gears Tactics - Vorschau-Video zum hochwertigen Strategie-Ableger

Zeit für die Kettensäge! Mal sehen, wie es dem verdammten Scharfschützen da oben gefällt, wenn wir ihm mit unserer rotierenden Tötungsmaschine mal ganz dicht auf den Pelz rücken. Der Weg dahin? Kein Problem. Liegen ja genug Trümmer herum. Laufen, Deckung, Laufen, Deckung. Ab und zu räumt eines unserer Squadmitglieder hinderliche Feinde zur Seite.

Noch ein paar Meter. Dann die Treppe hoch und dem Scharfschützen freundlich zuzwinkern, bevor ihn der geölte Donnerschlag trifft. Deckungsshooter kann Gears of War einfach.

Aber Moment, wir spielen ja gar keinen Deckungsshooter! Wir spielen Gears Tactics. Ein Rundenstrategiespiel der Marke XCOM. Das kann nicht funktionieren? Und wie es das kann! Denn beim deutschlandexklusiven Anspielen einer weit fortgeschrittenen Version kristallisiert sich für uns immer mehr heraus, wie viel diese nur auf den ersten Blick so unterschiedlichen Genres eigentlich gemeinsam haben. Zumindest wenn man sie so clever und spektakulär verknüpft wie Gears Tactics.

Kostenlos für Abonnenten des Xbox Game Pass

Da es sich bei Gears Tactics um eine Produktion der Microsoft Game Studios handelt, wird das Strategiespiel direkt ab Release im Xbox Game Pass enthalten sein. Solltet ihr also entweder den Game Pass Ultimate oder den Game Pass für PC besitzen, müsst ihr keine 60 Euro ausgeben, sondern könnt das Spiel ohne Zusatzkosten einfach ab dem 28.4. über die Xbox App downloaden. Unter den folgenden Links findet ihr weitere aktuelle Informationen und Empfehlungen zu Microsofts Abo-Service:

>> Xbox Game Pass: Liste aller PC-Spiele im März
>> Diese Geheimtipps aus dem Game Pass für PC solltet ihr unbedingt spielen

Darum hat Gears Tactics die richtige Idee

Endlich! Das sollte man rufen, wenn man von Gears Tactics hört. Nicht nur, weil es als erstes Gears primär für den PC entwickelt wird. Auch weil die Entwickler genau die richtige Idee hatten.

Eigentlich Taktik Gears Tactics ist eigentlich ein Taktik-Spiel.

... aber actiongeladen. Es inszeniert sich aber wie ein Deckungsshooter.

Rundentaktik ist immerhin ein Genre, dem viel mehr große Lizenzen sehr gut tun würden. Dass die Leute sich sowas wünschen, sieht man ja bereits mit einem Blick in den Steam-Workshop von XCOM 2. Haufenweise Mods für Star Wars, Titanfall, The Division und natürlich auch Gears of War. Das Konzept passt in so viele verschiedene Welten und wird mit jeder davon ein klein wenig attraktiver.

Das es jetzt als erstes Gears of War trifft, ist aber auch kein Zufall. Die Entwickler haben nämlich erkannt, dass die Reihe bereits Rundentaktik-DNA in sich trägt. Hier wird nicht nur geballert. Es geht darum, Deckungsmöglichkeiten strategisch klug auszunutzen. Und die variantenreiche Auswahl an Gegnertypen macht das Rundentaktik-Gewand komplett.

Gears wartet quasi schon seit über 10 Jahren darauf, endlich zu einem Strategiespiel umfunktioniert zu werden.

Das macht Gears Tactics anders

Nun begibt sich Gears damit allerdings auch in umkämpftes Gebiet, das gerade von Platzhirschen wie XCOM dominiert wird und wo sich auch fast gleichwertige Konkurrenten wie etwa Phoenix Point oder Mutant Year Zero herumtreiben.

Gears Tactics muss also schon etwas mehr bieten als einen XCOM-Skin mit Gears-Lizenz. Und das versucht es, indem es das Gefühl von brachialer Gears-Action einfach auf die Rundenstrategie überträgt. Das gelingt dank drei recht einfacher Gameplay-Kniffe:

1. Gears Tactics verzichtet auf ein Raster

Gears Tactics wirft das schachbrettartige Bodenraster anderer Rundenspiele weitestgehend über Bord. Das klingt nach einer subtilen Änderung, erzeugt aber schnell ein spürbar anderes Spielgefühl. Auf freiem Feld können wir unsere Gears-Soldaten deutlich »natürlicher« über die Karte manövrieren, und auch die Deckungsmöglichkeiten werden als Orientierungspunkt wichtiger.

Gears Tactics verzichtet auf Bodenraster und wirkt deshalb nicht so schachbrett-artig. Gears Tactics verzichtet auf Bodenraster und wirkt deshalb nicht so schachbrett-artig.

Tatsächlich ist unsere Deckung die einzige Form des Rasters in Gears Tactics. Hier bleibt der Mauscursor etwas dichter kleben und signalisiert uns so, dass wir hier verhältnismäßig sicher sind. Tatsächlich können unsere Soldaten sogar jedes Mal ein kleines Stückchen weiter rennen als üblich, wenn sie sich von Deckung zu Deckung hangeln.

2. Freie Aktionspunkte

Jeder unserer Gears-Soldaten kann seine drei Aktionspunkte in Tactics frei einsetzen. Sprich, wir haben nicht einen Punkt zum Schießen, Laufen oder für Spezialfähigkeiten. Punkte können stattdessen für alles Mögliche genutzt werden, auch mehrmals. Sollte es sich anbieten, dürfen wir deshalb gleich dreimal hintereinander auf unsere Feinde schießen.

Oder wir laufen in Deckung, räumen gegenüber einen Locust-Schützen aus den Weg und rennen direkt danach zur nächsten Deckung. Dadurch spielt sich Gears Tactics vergleichsweise viel dynamischer und auch variantenreicher als in dem Genre üblich.

3. Heftige Nahkämpfe & Exekutionen

Gears geht traditionell nicht zimperlich mit Gewalt um. Auch in Tactics kommt es immer wieder zu recht heftigen Nahkämpfen, bei denen die rote Soße nur so spritzt. Dabei handelt es sich aber eher um ein Gears-typisches Stilmittel, das man als Taktikpurist auf Wunsch in den Optionen sogar ausschalten kann. Serientypisch spielen auch die Exekutionen eine wichtige Rolle in Gears Tactics.

Gears Tactics inszeniert seine Action und Figuren wie ein echtes Gears-Spiel. Gears Tactics inszeniert seine Action und Figuren wie ein echtes Gears-Spiel.

Wenn einer unserer Gears einen verwundeten Locust im Nahkampf zu packen bekommt, räumt er ihn spektakulär aus dem Weg. Was aber noch viel wichtiger ist: Unsere anderen Squadmitglieder bekommen pro Exekution einen neuen zusätzlichen Aktionspunkt.

Wer diese Mechanik klug einsetzt, kann in einem Zug sogleich mehrere Gegner ausschalten, ohne ihnen eine Möglichkeit zum Gegenangriff zu geben. Und solch ein taktisches Manöver zu erkennen und zu planen, fühlt sich genauso großartig an wie dessen Ausführung.

40 Stunden? So steht's um die Kampagne

Nicht nur spielerisch macht Gears einiges anders als XCOM. Das Spiel erzählt nämlich zusätzlich eine weitestgehend lineare Geschichte und bleibt auch in dieser Beziehung seinen Wurzeln sehr treu.

Die Story spielt zwölf Jahre vor dem ersten Gears of War, als die Locust-Horde auf dem Planeten Sera gerade erst aus dem Boden gebrochen ist. Protagonist ist der Gears-Soldat Gabe Diaz, der auf dem von den Locust und orbitalen Lasern verheerten Planeten die Aufgabe bekommt, eine Truppe zusammenzustellen, um den Locust-Anführer Ukkon zu jagen.

Im Vorfeld wurde die Kampagne mit einer Spieldauer von bis zu 40 Stunden beworben. Inzwischen haben die Entwickler aber einen Rückzieher gemacht. Die Hauptstory besteht aus drei Akten und soll laut der Entwickler etwa 25 Stunden dauern. Nach Abschluss der Story ist es aber möglich, sein Team in zufallsgenerierte Missionen zu schicken, um dort bessere Ausrüstung für die Gears unserer Squads zu sammeln.

Natürlich könnt ihr eure Soldatinnen und Soldaten anpassen und weiterentwickeln. Natürlich könnt ihr eure Soldatinnen und Soldaten anpassen und weiterentwickeln.

Denn in diesem Bereich bleibt Gears dann doch der XCOM-Formel treu: Unsere Soldaten können nicht nur aufgelevelt werden, sondern auch frei nach unseren Vorstellungen äußerlich angepasst. Das beschränkt sich bei für die Geschichte essenziellen Helden wie Gabe zwar nur auf die Kleidung, gewöhnlichen Gears-Troopern können wir aber auch andere Frisuren oder Gesichter verpassen.

Was ist von Gears Tactics zu erwarten?

Insgesamt konnten wir bereits circa sieben Stunden in Gears Tactics verbringen. Und es waren sehr unterhaltsame sieben Stunden! Die dynamischen Gefechte fühlen sich erfrischend flott an und wirken alles anderes als stumpf von XCOM geklaut.

Außerdem war unsere Version technisch bereits in einem sehr sauberen Zustand. Die Entwickler wissen also, was sie da machen und bis zum Release am 28. April sollten hoffentlich auch die letzten kleineren Fehler terminiert worden sein.

In Sachen Langzeitmotivation gibt es aber noch ein paar letzte Fragezeichen. So könnten die Kämpfe gelegentlich etwas mehr taktische Tiefe vertragen. Das lag bei uns oft daran, dass die Anzahl an unterschiedlichen Gegnertypen noch eher gering ausfiel, was es uns ermöglichte, verhältnismäßig oft mit denselben Taktiken große Erfolge einzufahren.

Bleibt die Locust-Bedrohung spannend? Über der Kampagne schweben noch Fragezeichen. Bleibt die Locust-Bedrohung spannend? Über der Kampagne schweben noch Fragezeichen.

Hier bleibt abzuwarten, ob das Mehr an Gegnervarianz im späteren Kampagnenverlauf auch zu einem Mehr an taktischen Herausforderungen führt.

Ein weiteres Fragezeichen schwebt über der Story. Der Auftakt wirkte zwar vielversprechend, aber es fehlte noch an wirklich denkwürdigen Momenten. Hier wird sich Gears Tactics an seinen Shooter-Vorgängern messen lassen müssen, die diesbezüglich immer groß aufgefahren haben. Aber wenn das gelingt, könnte Gears Tactics tatsächlich gleichermaßen Taktik- wie Actionfans abholen und vielleicht sogar auch ein wenig fürs jeweils andere Genre begeistern. Manchmal braucht es halt nur die richtige Idee. Und Kettensägen.

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