Im Jahr 2007 wagten Entwickler Black Box und Publisher Electronic Arts einen direkten Angriff auf eine der populärsten Sportreihen überhaupt. Skate sollte ein Gegenstück zu Tony Hawk Pro Skater werden und vor allem den Trendsport deutlich ernster nehmen.
Wo die Tony-Hawk-Spiele oft albern und casual waren, setzte Skate auf eine lebensnahe Darstellung der Skate-Kultur, eine realistische Skate-Simulation (samt überraschend blutiger Verletzungen) und eine offene Spielwelt. Das Konzept fand Anklang, doch nach Skate 3 war es damit im Jahr 2010 lange vorbei.
15 Jahre später ist mit skate. endlich der vierte Teil der Reihe erschienen und derzeit im Early Access spielbar. Es wird auch reichlich gespielt, auf Steam waren zur Hochzeit über 130.000 Menschen gleichzeitig auf ihrem Board unterwegs. Allerdings bleibt die Freude aus. Das Free2Play-Spiel steht derzeit bei lediglich 62 Prozent positiven Bewertungen.
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Darum wird skate. oft kritisiert
Grundlegend gilt skate. erst einmal nicht als schlechtes Spiel. Viele Leute beschreiben, dass ihnen das Gameplay nach wie vor viel Spaß macht – was wohl auch daran liegt, dass im Vergleich zu den Vorgängern in diesem Bereich wenige Risiken eingegangen wurden und alles weitestgehend beim Alten bleibt.
Es gibt aber eben noch viele andere Punkte beim neuen Skate, mit denen sich vor allem Fans der Reihe weniger anfreunden können. Grob zusammengefasst:
- Das neue Skate ist Free2Play, stattdessen könnt ihr im Spiel Mikrotransaktionen finden. Diese laut vieler Fans aggressive Monetarisierung stört das grundsätzliche Spielgefühl.
- Der recht saubere Look des Spiels kommt bei vielen Fans nicht gut an. Insbesondere die etwas comichaften Charaktere, aber auch die lupenreine Stadt versprühen wohl kaum echte Atmosphäre.
- Auch der fehlende Storymodus und der allgemeine Ton der wenigen Charaktere im Spiel lässt viele Fans recht unbefriedigt zurück.
Zum Kontext gehört hier aber eben auch, dass sie skate. noch im Early Access befindet. Viele Kritikpunkte, wie etwa den fehlenden Storymodus, könnte das Team durchaus noch anpacken.
Etwa gab es zum Release noch ein paar schlimme Bugs, durch die einige das Spiel überhaupt nicht richtig spielen konnten - das hat das Team inzwischen behoben, wodurch sich auch die Bewertungen besserten (zum Release standen die Reviews bei gerade einmal 49 Prozent positiv).
Das sagen die Rezensionen
Komplett verrissen wird das Spiel nicht, aber es finden sich unter den vielen Kommentaren eben jede Menge enttäuschte Stimmen. Ein paar haben wir für euch rausgepickt.
Dieses Spiel fühlt sich irgendwie so an, als würde man ein Skateboard bei Walmart kaufen. Ja, es sieht zwar gut aus, aber es fehlt ihm die Seele. Technisch funktioniert es zwar, aber die Qualität ist schlecht, die Atmosphäre ist verwässert, und man merkt, dass es nicht von Leuten entwickelt wurde, die diese Kultur leben.
- ADHDVision auf SteamDas ist nicht Skate. Es ist eine hohle, kommerzielle Geldmacherei, die alles wegstreicht, was die Originale so besonders gemacht hat.
- TomThompsonYEG auf SteamWie erwähnt, ist das aber nicht ausnahmslos die Meinung der gesamten Spielerschaft. Viele sehen auch gute Ansätze und hoffen auf Besserung in den nächsten Monaten im Early Access:
Es hat seine Probleme und die aufgesetzte Skater-Sprache kann ziemlich peinlich sein, aber insgesamt ist es ein kostenloses Skatespiel, das ich mit meinen Freunden spielen kann, und bisher sind keine Inhalte hinter Monetarisierung gesperrt, es gibt keine Anzeichen für P2W, alles ist kosmetisch.
- Arianarchist auf SteamDie Stimmung ist also getrübt, aber manche freuen sich auch einfach darüber, dass nach all den Jahren Skate endlich wieder zurück ist. Insgesamt sind Skateboard-Spiele gerade wieder stärker im Kommen als in den letzten Jahren. Wer also mal wieder digital sich aufs Brett schwingen will, findet dafür momentan viele Möglichkeiten.
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