50% aufs erste Jahr – nur für kurze Zeit!

50% aufs erste Jahr – nur für kurze Zeit!

Ich habe 40 Stunden ein Steam-»Spiel« für mehr Konzentration bei der Arbeit ausprobiert und es funktioniert tatsächlich

Mary hat über 40 Stunden in einem virtuellen Zimmer verbracht, Mini-Quests erledigt und ihre Produktivität tatsächlich verbessert.

Wenn ich nur wirklich so gerade am Schreibtisch sitzen würde … und nicht wie ein T-Rex. Wenn ich nur wirklich so gerade am Schreibtisch sitzen würde … und nicht wie ein T-Rex.

Manchmal gibt es so Tage, an denen will die Arbeit einfach nicht so recht in die Pötte kommen. Ich bin unkonzentriert, lasse mich leicht ablenken und vergesse ständig, was ich als Nächstes machen wollte.

Normalerweise setze ich dann nicht auf Produktivitätstools, sondern auf eine stumpfe YouTube-Playlist und einen geschriebenen To-Do-Zettel. Blöd nur, wenn ich beim Wechsel aus dem Homeoffice ins Großraumbüro den Zettel vergesse oder YouTube mich immer wieder fragt, ob ich auch wirklich noch zuhöre oder einfach von der Dark-Academia-Playlist auf Musicalsongs wechselt.

Ein Steam-»Spiel« versprach mir die Lösung meiner – zugegeben –  banalen Probleme. Aber für gerade mal 10 Euro und nach den Empfehlungen meiner Kolleginnen Rae und AK wollte ich dem Ding mal eine Chance geben.

Und was soll ich sagen? Es funktioniert.

Marylin Marx
Marylin Marx

Mary leitet das Community Management für GameStar, GamePro und MeinMMO und würde sich selbst als recht organisiert bezeichnen. Im Gegensatz zu ihrem Schreibtisch herrscht bei ihren Aufgaben und Prioritäten meistens Ordnung. Außer, es wird besonders stressig oder ein Meeting jagt das nächste. Dann muss sie auf das ein oder andere Hilfsmittel zurückgreifen, um etwa spontane Artikelideen wie diese hier nicht zu vergessen.

Lofi-Girl auf Steam

Das Programm heißt Spirit City: Lofi Sessions und ist im Endeffekt ein virtueller Raum, den ich dekorieren kann, um eine Figur (beispielsweise mein digitales Ebenbild) darin wohnen und arbeiten zu lassen. Klassisches Gameplay gibt es logischerweise nicht. Dafür habe ich eine ganze Reihe an Produktivitätstools und Funktionen, die alle zum Levelaufstieg beitragen.

Digital wie auch in der Realität: Mindestens ein Kater muss irgendwo in der Nähe liegen und aufpassen, dass man auch ja richtig arbeitet. Digital wie auch in der Realität: Mindestens ein Kater muss irgendwo in der Nähe liegen und aufpassen, dass man auch ja richtig arbeitet.

Steige ich im Level auf, bekomme ich ein wenig Ingame-Währung, mit der ich neue Gegenstände für meinen Charakter oder den Raum kaufen kann.

Die für mich wichtigste Funktion ist aber nicht das Leveln, sondern der integrierte Musikplayer mit einer wachsenden Auswahl an Lofi-Playlists. Ähnlich wie die berühmte YouTube-Playlist bekomme ich hier ein paar ruhige Klänge auf die Ohren, um mich auf meine Aufgaben zu konzentrieren. Alternativ kann ich aber auch echte Playlists von YouTube hier einspeisen.

Das ist gerade im Großraumbüro ein echter Gewinn, weil ich so der Geräuschkulisse aus telefonierenden Kollegen und dem typischen Bürotreiben entfliehen kann. Gemischt mit einem von mir selbst zusammengestellt Mix aus Hintergrundgeräuschen wie leisem Donner, Katzenschnurren und Regentropfen wird daraus die perfekte Wohlfühlatmosphäre.

Kleine akustische Kostprobe gefällig? Die gibts im Trailer:

Video starten 1:08 Spirit City: Lofi Sessions kann euch helfen, konzentrierter zu arbeiten

Von Tomaten und To-Dos

Neben hübscher Musik und netter Atmosphäre habe ich natürlich auch ein kleines Arsenal an Kalender-Notiz- und Timerfunktionen. Der Übersicht zuliebe, habe ich sie euch aufgelistet:

  • To-Do-Listen: Hier kann ich mehrere Listen erstellen und einzelne Aufgaben pro Liste hinzufügen. Hake ich einen Punkt ab, bekomme ich dafür einmal täglich einen Erfahrungs-Bonus.
  • Pomodoro-Timer: Hier kann ich individuell einstellen, wie lange meine nächste Konzentrationsphase gehen soll und wie lange die Pausen dazwischen sind. Wie das Pomodoro-Prinzip genau funktioniert und was das mit Tomaten zu tun hat, erklärt euch Kollegin Alana:
  • Gewohnheiten-Kalender: Hier kann ich all meine wiederkehrenden Aufgaben tracken und abhaken. 
  • Tagebuch: Hier kann ich meine Gedanken niederschreiben. Die verschiedenen Oberkategorien geben mir einen möglichen Denkanstoß, was ich dort niederschreiben will.

Hier seht ihr (bis auf das Tagebuch) alle Features auf einen Blick. Inklusive der täglichen »Quests« für die es ein paar Extra-Erfahrungspunkte gibt. Hier seht ihr (bis auf das Tagebuch) alle Features auf einen Blick. Inklusive der täglichen »Quests« für die es ein paar Extra-Erfahrungspunkte gibt.

Wirklich aktiv nutze ich vor allem die To-Do-Liste. Mit dem Timer habe ich hin und wieder mal versucht zu arbeiten, kann mich mit der Methode aber nicht so wirklich anfreunden. Das liegt aber in erster Linie daran, dass ich bei meinem Job ständig zwischen Aufgaben hin- und herspringe und dadurch seltener Momente habe, in denen ich mich sehr fokussiert auf eine einzelne Aufgabe stürzen kann.

Ähnlich sieht es bei den Gewohnheiten und dem Tagebuch aus. Obwohl ich sie sehr wenig nutze, finde ich gerade beim Tagebuch die Vorschläge wie Was sind meine wichtigsten Prioritäten für den Tag? oder Worauf freue ich mich heute? äußerst sinnvoll. 

Hier seht ihr einige der Vorschläge für das Tagebuch. Vieles davon hilft euch vor allem dann, wenn ihr Probleme habt, euren Arbeitsalltag zu strukturieren oder euch mehr positive Dinge ins Gedächtnis zu rufen. Hier seht ihr einige der Vorschläge für das Tagebuch. Vieles davon hilft euch vor allem dann, wenn ihr Probleme habt, euren Arbeitsalltag zu strukturieren oder euch mehr positive Dinge ins Gedächtnis zu rufen.

Auf Geisterjagd

Weniger produktiv, aber dafür umso spielerischer ist das letzte Feature, was ich euch in Spirit City noch vorstellen möchte: Der Spiritdex. Dahinter verbirgt sich eine Art Pokédex für Geister. Ich kann nämlich durch die richtige Auswahl von Hintergrundgeräuschen, Beleuchtung und Aktivität einige Kreaturen finden, die dann wiederum bei mir einziehen können. 

Dazu bekomme ich einen kryptischen Hinweis, wo sich diese Geister herumtreiben und einen visuellen Hinweis in Form eines rotierenden Kreises im Interface, wenn ich alles richtig eingestellt habe. Dann heißt es nur noch warten (und arbeiten), ehe sich der Trashnuki oder der Hedgelog zeigen und ich mit einem kleinen Eintrag zu ihnen belohnt werde.

Spiritdex mit Hinweis Hier seht ihr, wie die Hinweise aussehen. Die meisten davon sind einfach zu erraten.

Dem Spirit auf der Spur! Habt ihr alles richtig eingestellt, bewegt sich dieser weiße Kreis um das Icon, habt ihr alles richtig gemacht,

Gefangen! Habe ich einen Geist gefangen, taucht ein roter Punkt neben meinem Spiritdex auf. Diese niedliche Fledermaus kann mir jetzt beim arbeiten zusehen.

Wie gesagt: Das Ganze ist jetzt kein bahnbrechendes Konzept, um eure Produktivität auf die nächste Stufe zu heben oder mit der Geisterjagd zu prokrastinieren. Alle Tools lassen sich auch kostenlos per Browserextention oder Programme zusammenklicken. Für 10 Euro spare ich mir aber gerne den Aufwand und habe gleichzeitig noch eine hübsche Hintergrundkulisse und durch die Geisterjagd eine Extraaufgabe.

Seitdem ich Spirit City: Lofi Sessions nutze, vergesse ich auch im stressigen Alltag nicht mehr, dass ich Artikel wie diese hier schreiben will. Was ich jetzt getan habe und endlich den Punkt auf meiner Evergreen-To-Do-Liste abhaken kann. Juhu!

zu den Kommentaren (21)

Kommentare(21)
Kommentar-Regeln von GameStar
Bitte lies unsere Kommentar-Regeln, bevor Du einen Kommentar verfasst.

Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.