3. Eisenhorn
- Autor: Dan Abnett
- Release: 2001
Passend zum »War« in Warhammer spielt 40k oft an irgendwelchen Fronten, aber für einige der besten Geschichten lohnt sich ein Blick tief ins Herz des Imperiums, denn dort entfalten sich herrlich ironische, bissig-satirische Storys. Bestes Beispiel sind die Inquisitoren: Sie sollen die Menschheit eigentlich vor dem Makel des Chaos schützen, gehen dafür aber über jede Leiche, die ihr euch vorstellen könnt. Die Beschützer der Menschlichkeit verhalten sich manchmal wie die größten Monster überhaupt.
Die Eisenhorn-Trilogie bringt das wunderbar auf den Punkt. Inquisitor Eisenhorn trägt das Herz zu Beginn der Handlung eigentlich am richtigen Fleck, Verschwörungen und die Gefahren das Chaos nötigen ihn aber, immer und immer mehr Grenzen zu überschreiten. Die Eisenhorn-Bücher eignen sich aber auch, um die Gesellschaft des Imperiums mal von innen zu erleben. Und simpel gesagt: Es macht einfach Spaß, dem Inquisitor beim Knacken seiner Fälle zuzuschauen.
Die Eisenhorn-Trilogie wurde erst vor ein paar Jährchen als hervorragender Sammelband in deutscher Sprache veröffentlicht. Darin findet ihr nicht nur die originalen drei Romane, sondern auch den Kurzroman Magos und diverse Kurzgeschichte. Für 25 Euro sind die über 1.000 Seiten ein absoluter Schnapper.
4. Mein Name ist Massaker
- Autor: Dan Abnett
- Release: 2015
»Mein Name ist Massaker« war mein erstes Warhammer-Buch überhaupt und – irgendwie passend – auch absolut Oldschool, denn es geht gegen den klassischsten aller Warhammer-Feinde: die Orks! Streng genommen spielen die zwölf Massaker-Bücher zwischen Warhammer 30k und 40k, aber erinnert euch an meine Eingangsempfehlung: Stresst euch deshalb nicht, ich wusste das damals auch nicht.
Ihr braucht kein Vorwissen, um zu verstehen, dass die Space Marines der Imperial Fists die Menschheit retten müssen, wenn plötzlich die größte Ork-Streitmacht aller Zeiten aus dem Warp bricht. In den darauffolgenden Bänden soll es dann auch um den zunehmenden Verfall des Imperiums in den Nachwirken der Horus-Häresie gehen – so weit habe ich leider selbst noch nicht gelesen.
Aber der erste Band ist simple, spaßige Warhammer-Unterhaltung mit mächtigen Macho-Marines, die ebenso mächtigen Orks den Kiefer zerdeppern. In »Mein Name ist Massaker« wird mir schon in der Einleitung erklärt, was das Wort »Vaporisieren« bedeutet. Das fasst den Reiz des Buches eigentlich sehr gut zusammen.
5. Die Ultramarines-Reihe
- Autor: Graham McNeill
- Release: Seit 2002
Okay, Geständnis: Ich habe die Ultramarines-Reihe nicht selbst gelesen, aber ... hey, nicht abschalten, sie hat mir über Umwege trotzdem beim Einstieg ins 40k-Universum geholfen. Denn mein bester Kumpel wollte nach unseren Koop-Eskapaden mit Space Marine 2 endlich mal tiefer in die Welt von Warhammer eintauchen, explizit mit Space Marines, also habe ich für seinen Geburtstag fleißig nach guten Geschenken recherchiert. Und die sechs Ultramarines-Bücher tauchten überall als Empfehlung auf.
Mittlerweile hat er den ersten Roman gelesen und kann quittieren: Jawohl, das ist alles, was er nach Space Marine 2 wollte. Der Ultramarine Uriel Ventris muss als frisch gebackener Captain der Vierten Kompanie alle möglichen gefährlichen Aufträge erledigen – sein Trupp gerät dabei ins Gehege von Dark Eldar, Necrons, Tyraniden und, und, und. Die sechs Ultramarines-Bücher geben ein wunderbares Panorama-Bild über all die Facetten, die dich in 40k umbringen wollen.
Die ersten drei Romane gibt's im Deutschen sogar in zwei unterschiedlichen Sammelbänden, allerdings müsst ihr euch ranhalten: Beide Ausgaben sind als Neuware vergriffen, ich konnte auf Amazon noch einen sehr guten Gebraucht-Deal machen, aber der Bestand schwindet logischerweise.
So, das waren meine fünf großen Empfehlungen. Ich werfe als Bonus noch zwei Honorable Mentions ein: »Der Schild der Heiligen« von Rachel Harrison lohnt sich, falls ihr mal in die Welt der Battle Sisters eintauchen wollt, denn dort müssen die Schwestern des Krieges einen heiligen Schild erbeuten und dafür quer durch den Warp reisen. Insgesamt unterhaltsame Action, die sich aber ein wenig zieht.
Und falls ihr einfach ein Standalone-Buch zum Wegsnacken sucht: »Wüstenkommando« von Edoardo Albert dreht sich um eine Gardisten-Truppe, die auf einem Wüstenplaneten mit Necrons aneinander gerät. Sehr unterhaltsame Leseerfahrung mit einem extrem witzigen Schurken.
Außerdem habe ich gehört, dass »Das Dunkle Imperium« von Guy Haley sich hervorragend als Einstieg in die aktuelle Ära von 40k eignen soll, weil es um die Wiederkehr des Primarchen Roboute Guilliman geht, der die mächtigen Primaris Marines erschafft, die ihr ja auch in Space Marine 2 spielt. Allerdings habe ich das Buch noch nicht gelesen, deshalb kann ich es hier schlecht empfehlen. Falls ihr da Erfahrungen habt, teilt sie gerne in den Kommentaren, dann packe ich es mir selbst auf die Liste!
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