Seit vielen Dekaden begleiten Videospiele unzählige Menschen durch ihr Leben. Dabei sind unvergessliche Charaktere, große Franchises und einzigartige Geschichten entstanden.
Falls ihr auf eurer nächsten Cocktailparty noch nach Gesprächsstoff sucht, seid ihr hier genau richtig. Denn wir haben euch fünf spannende Fakten aus der Welt des Gamings herausgesucht.
Kanntet ihr einige davon bereits? Schreibt es uns gerne in die Kommentare!
- Pong läuft ohne Quellcode
- Der schnellste Bug der Geschichte
- Doom (2016) hat die ekligsten Soundeffekte überhaupt
- Hunt: Showdown hat einen ganz besonderen Soundtrack
- Kirby stand vor Gericht, um Donkey Kong zu verteidigen
Pong läuft ohne Quellcode
Eines der ältesten und bekanntesten Spiele überhaupt ist Pong. Die Spielregeln kennen die meisten von euch, was hingegen viele nicht wissen: Das Videospiel besitzt keine einzige Zeile Quellcode.
Was für heutige Spieler erst einmal unmöglich klingt, ist eine Tatsache. Die das Gameplay der Arcade-Version von Pong wird einzig und allein über elektronische Bauteile gesteuert. Es gibt keinen Code, der im Hintergrund von einer CPU interpretiert wird.
Den schematischen Bauplan aus dem Hause Atari könnt ihr euch heute noch anschauen und herunterladen. Vielleicht seid ihr ja noch auf der Suche nach eurem nächsten Heimwerker-Projekt.
Der schnellste Bug der Geschichte
Das Rennspiel Big Rigs Over The Road Racing erschien 2003 für den PC. Es gilt bis heute als einer der unfertigsten Titel, die je auf den Markt gebracht wurden. Ein Beispiel gefällig? Die Entwickler haben sogar vergessen, im Quellcode die Geschwindigkeit für das Rückwärtsfahren zu limitieren.
Sobald ihr den Rückwärtsgang einlegt und auf die Tube drückt, beschleunigt euer Truck zudem exponentiell. Es dauert also nicht lange, bis ihr plötzlich die völlig irrwitzige Geschwindigkeit von rund 11,9 Undezillionen Kilometern pro Stunde erreicht. Das Spiel quittiert diese Leistung mit einem simplen: Du hast das Rennen gewonnen.
Nur mal zur Einordnung: Eine Undezillion besteht aus einer 1 gefolgt von 66 Nullen und entspricht eintausend Dezilliarden. Mit einer Geschwindigkeit von 11,9 Undezillionen km/h könntet ihr das gesamte bekannte Universum in weniger als einer Sekunde durchqueren. Aber achtet auf Blitzer, die sind überall!
Hier könnt ihr euch ein rasantes Let's Play des Spiels ansehen, in dem der Bug ausgenutzt wird:
Link zum YouTube-Inhalt
Doom (2016) hat die ekligsten Soundeffekte überhaupt
Achtung: Wenn ihr weiterlest, werdet ihr den Shooter aus dem Hause id Software wohl nie wieder normal spielen können. Denn für die teils brachialen Soundeffekte des Titels wurden die Sound Designer sehr kreativ, wie sie einst in einem Interview freimütig zugaben. Ein paar Beispiele:
- Bei einigen der berühmten Glory Kills des Mancubus hört ihr einige Entwickler, die besonders gut rülpsen können.
- Ein Soundeffekt ist entstanden, indem die Entwickler einen Heulschlauch (oft als Kinderspielzeug benutzt) mit rohem Hähnchenfleisch vollgestopft haben. Das beim Reinstopfen und wieder rausziehen entstandene Gurgelgeräusch ist irgendwo in Doom zu hören, viel Spaß beim Suchen!
- Wisst ihr, wie es klingt, wenn eine Tube Ketchup in eine nicht mehr näher definierbare Pampe gedrückt wird? Gleich schon, denn hier ist ein Video von den Soundaufnahmen zu Doom (2016):
Link zum YouTube-Inhalt
Hunt: Showdown hat einen ganz besonderen Soundtrack
Wenn ihr euch fragt, wer für die fetzige Musikuntermalung von Hunt: Showdown verantwortet ist, haben wir die Antwort für euch: die Port Sulphur Band.
Damit wollen wir euch aber nicht einfach nur einen Musiktipp geben. Das wirklich Coole an diesem kleinen Fakt ist, dass es sich bei den Bandmitgliedern um Angestellte des Hunt-Entwicklers Crytek handelt:
- Nicolette Kyle Stewart - Sängerin
- Dominik Zingler - Klavier
- Jonas Obermüller - Bass
- Chris Green - Gitarre
- Simon Lomet - Schlagzeug
Ihr könnt die Songs der Crytek-Band auch außerhalb von Hunt: Showdown hören, etwa bei Spotify, iTunes oder auf YouTube.
Kirby stand vor Gericht, um Donkey Kong zu verteidigen
Der rosafarbene Allesesser von Nintendo hat seinen Affenkumpel einst vor Gericht rausgeboxt. Na gut, ganz die Wahrheit ist das nicht. Vielmehr steckt in dieser Geschichte die Herkunft des Namens Kirby.
Anno 1984 verklagten die Universal Studios den damals noch international eher unbekannten japanischen Spielehersteller Nintendo. Der Grund: Der frisch debütierte Charakter Donkey Kong sei ein Plagiat des ikonischen Filmaffen King Kong. Nintendo drohte einiges an Ungemach und ein schlechter Ausgang dieses Verfahrens hätte uns wohl eine in Teilen sehr andere Videospielwelt beschert.
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Nintendo History: 1889 - 2018 - Video: Fast 130 Jahre Spielspaß-Evolution - Video: Fast 130 Jahre Spielspaß-Evolution
Doch Nintendo hat gewonnen. Der Anwalt, der diesen Triumph ermöglichte, hieß John Kirby. Der Rechtsvertreter aus Falls Church, Virgina konnte vor Gericht belegen, dass Universal in einem früheren Verfahren gegen das Filmstudio RKO selbst aussagte, dass King Kong bereits Allgemeingut sei, also frei verwendet werden darf.
Nintendo kam ungeschoren davon und präsentierte sich dem Anwalt äußerst dankbar. John Kirby soll ein Segelboot im Wert von 30.000 US-Dollar namens Donkey Kong erhalten haben. Außerdem gab Shigeru Miyamoto einst in einem Interview zu Protokoll, dass die ein paar Jahre nach dem Verfahren von Masahiro Sakurai erfundene Spielfigur Kirby nach dem besagten Anwalt benannt wurde.
Na, hattet ihr Spaß mit der Lektüre dieses Artikels? Sagt uns gerne Bescheid, falls ihr von Zeit zu Zeit noch weitere kuriose Fakten aus der Gaming-Welt von uns aufbereitet haben möchtet. Wir können zwar nicht garantieren, dass sie stets neu für euch sind, aber wir geben unser Bestes, tiefer zu graben und nicht die ollen Kamellen hervorzukramen!
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