Die fünfte Folge von A Knight of the Seven Kingdoms hat wohl auch die letzten Skeptiker von der Serie überzeugt. 9,7 Punkte bei Imdb machen sie zu einer der besten GoT-Episoden aller Zeiten. Die starke Wertung liegt nicht zuletzt an dem heftigen Kampf, der überraschend bodenständig und realistisch wirkt.
Das ist aber bei weitem nicht der einzige Aspekt von A Knight of the Seven Kingdoms, der erstaunlich nah an der Realität ist. Die Darstellung des Turniers kommt bei Historikern und Mittelalter-Enthusiasten sehr gut an, wie Northeastern Global News aufzeigt.
Ein Quantum Tjost
Die Parallelen fangen beim tjostieren an: Das Lanzenstechen ist nämlich nicht nur ein Event für Lords und Ladys, wie es noch in der ersten Staffel Game of Thrones dargestellt wurde, sondern auch ein Spektakel für das einfache Volk. Es wird gejubelt und geflucht, wie bei einem modernen Sport-Event
, so Kirk Simpson.
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Der langjährige Darsteller eines Mittelaltermarkts hat schon einige Tjosts vom Königssitz beobachtet und für ihn ist das eine der aufregendsten Teile des Tages, wenn man im Moment ist und tausende Menschen die Ritter anfeuern.
Auch die Historikerin Kathleen Coyne Kelly schätzt den Detailgrad von A Knight of the Seven Kingdoms. Turniere waren nämlich nicht nur zur Unterhaltung da, sondern oft die Lebensgrundlage einiger Menschen.
Es war auch eine Möglichkeit, seinen Lebensunterhalt zu verdienen, denn die Leute brachten Waren zum Verkauf mit: Lebensmittel und Bier.
In der Serie spielt sogar eine Puppenspielerin eine größere Rolle, die abseits des Lanzenstechens für Unterhaltung sorgt.
Die Grundlage für so eine gelungene Darstellung eines Turniers basiert zum einen natürlich auf dem George R. R. Martin, der viele der Details in seinem Buch beschrieben hat. In seinem Studium hat der Autor Geschichte als Nebenfach abgeschlossen.
Aber auch Showrunner Ira Parker hat einen wichtige Entscheidung getroffen: Den Historiker Hugh Doherty als Berater eingestellt. Ich mochte es, dass er [Parker] Details wollte. Je mehr Details, desto besser
, so Doherty. Er behauptet, dass Game of Thrones, House of the Dragon und A Knight of the Seven Kingdoms in ihrer Dynamik und Struktur oft genauer also viele Dramatisierungen der mittelalterlichen Geschichte sind.
Natürlich bleibt A Knight of the Seven Kingdoms eine Fantasy-Serie und auch ohne Drachen gibt es einige übertriebene und unrealistische Aspekte, beispielsweise die pompösen Helme von Aerion Targaryen und Lyonel Baratheon. Aber dennoch ist die Serie so detailreich und authentisch, dass sie enorm glaubwürdig ist.
In der ersten Staffel Game of Thrones war die Darstellung des Turniers übrigens ganz anders als im Buch. Da die Serie damals noch kein großes Budget hatte, mussten die Szenen deutlich unspektakulärer werden. Ähnlich war es mit der Jagd von König Robert: In den Büchern wird eine königliche Jagd als etwas Pompöses beschrieben, in der Serie laufen letztlich nur vier Männer durch den Wald. Für Martin war die Jagd deshalb sogar die schlechteste Szene der ersten Staffel.
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