Horrorspiele sind nicht dafür bekannt, sich an zartbesaitete Menschen zu richten. Aber auch in diesem eher rabiaten Genre gibt es solche und solche Spiele. Silent Hill war bislang etwa meistens eher psychologisch herausfordernd. Es war bedrückend, hatte auch blutige Szenen, war selten aber überwältigend brutal.
Silent Hill f ändert das. Zumindest deutet alles darauf hin. Aktuell kommen stetig Infos rund um dieses neue Horrorspiel von Konami ans Tageslicht, die ziemlich erschütternde Inhalte vorausdeuten. Zuletzt wurde das Spiel von der US-Alterseinstufung ESRB begutachtet und erhielt ein M-Rating – ab 17 Jahren.
Zur Einschätzung gibt es auch eine kleine Zusammenfassung, die sie begründet. Darin wird eine Reihe an Inhalten aufgeführt, die für die hohe Einstufung ausschlaggebend waren. Da die Inhalte recht konkret beschrieben wurden, solltet ihr sie besser mal als milde Spoiler ansehen. Story-Details wurde allerdings nicht verraten.
Zuletzt gab es auch erst einen neuen Trailer zu Silent Hill f, der bei vielen Fans sehr gut ankam:
3:40
Silent Hill f: Der erste Trailer versetzt Fans in Schockzustand
Blutige Inhalte in Silent Hill f
Gemäß der ESRB-Einschätzung ist davon auszugehen, dass Silent Hill f das wohl bislang blutigste Spiel der Reihe wird, mit deutlich expliziteren Gewaltdarstellungen als bisher. Dafür spricht auch, dass das Spiel als erster Teil selbst in Japan mit einem Ab-18-Rating versehen wurde. Die ESRB-Zusammenfassung zeigt, wieso. Denn hier ist die Rede von:
- Blutspritzer bei Angriffen
- Große Blutpfützen in der Umgebung und bei Leichen
- Die Spielfigur wird bei Angriffen am Nacken aufgespießt und bekommt ihr Gesicht zerfetzt
- Blutige Szenen und intensive Gewalt in Zwischensequenzen
- Ein Charakter wird in einem Käfig lebendig verbrannt
- Eine Frau wird von einem heißen Eisen gebrandmarkt
- Eingeweide und Sehnen werden auf Serviertellern präsentiert
- Ein Charakter sägt sich seinen eigenen Arm ab
- Ein Charakter schneidet einem anderen das Gesicht ab
Laut der ESRB soll auch über diese wirklich heftig klingenden Gewaltdarstellungen hinaus in Silent Hill f auch milde Nacktheit vorkommen. Ausschlaggebend ist hier wohl ein schaufensterpuppenähnliches Monster, das teilweise entblößte Brüste und Hintern zeigt.
Wie explizit und vor allem wie verherrlichend das alles aber gezeigt wird, wissen wir noch nicht. Auf dem Papier klingt es übel, aber Gewalt in Videospielen ist immer auch sehr vom Kontext abhängig und davon, wie sie genau in Szene gesetzt wird.
Auch die Entwickler warnen
Im Übrigen ist es nicht nur die rohe Gewalt, auf die hingewiesen wird. Auf der Steam-Seite des Horrorspiels gibt es eine Inhaltswarnung, die noch viele, viele weitere sensible Themen enthüllt. Es wird zudem dazu geraten, womöglich eine Pause einzulegen oder mit einer Vertrauensperson zu sprechen, sollte euch das alles zu sehr an die Nieren gehen. Zu den hier genannten Inhalten gehören:
- Geschlechterdiskriminierung
- Kindesmissbrauch
- Mobbing
- Drogeninduzierte Halluzinationen
- Folter
- Grafische Gewalt
Erklärt werden die Inhalte zum Teil damit, dass Silent Hill f im Japan der 1960er Jahre spielt und diverse Bräuche und Kulturen der damaligen Zeit ungeschönt wiedergibt. Die Werte und Meinungen der Entwickler bildet das Spiel damit nicht ab.
Denkt also zweimal darüber nach, ob ihr euch Silent Hill f zumuten könnt und wollt. Es zeugt von Größe und gesunder Selbsteinschätzung, derartige Inhaltswarnungen ernst zu nehmen und sich im Zweifel für ein anderes Spiel zu entscheiden.
Gleichzeitig raten wir gerade bei Horrorspielen dazu, Hinweise auf explizite Gewaltdarstellungen nicht mit einem Qualitätsversprechen zu verwechseln. Wartet wie bei allen Spielen erste neutrale Tests ab und lernt mehr über die genauen Inhalte, bevor ihr euch das Spiel zulegt.
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