Activision Blizzard - Jahresumsatz von 4 Milliarden Dollar nur mit Mikrotransaktionen

Games as a Service beweisen mal wieder, wie rentabel sie für Spielepublisher sind. Activision Blizzard hat 2017 mehr als die Hälfte seiner Einnahmen mit In-Game-Verkäufen und DLCs gemacht.

von Michael Herold,
09.02.2018 11:38 Uhr

Auch die »Call of Duty Points« aus CoD: WW2 haben zum Riesenumsatz von Activision Blizzard beigetragen.Auch die »Call of Duty Points« aus CoD: WW2 haben zum Riesenumsatz von Activision Blizzard beigetragen.

Auch wenn einige Videospiel-Fans es nicht gerne hören wollen, Games as a Service sind nicht aufzuhalten. Wie unglaublich rentabel Spiele mit Lootboxen und In-Game-Verkäufen sind, beweisen nun die Geschäftszahlen von Activision Blizzard: Von den knapp 7,16 Milliarden US-Dollar, die der Mega-Konzern 2017 eingenommen hat, stammen vier Milliarden allein aus Mikrotransaktionen und DLCs.

Somit sorgen Lootboxen in Overwatch und Destiny 2, Kartenpakete in Hearthstone, Call of Duty Points in CoD: WW2, süße Pets in World of Warcraft und etliche andere kostenpflichtige Inhalte für mehr als die Hälfte der Gesamteinnahmen von Activision Blizzard. Welche Spiele konkret für wie viel Umsatz verantwortlich sind, ist den Geschäftszahlen aus dem vergangenen Jahr allerdings nicht zu entnehmen.

GameStar-Podcast: Mikrotransaktionen sind nicht böse, nur gefährlich

Laut dem Analysten Daniel Ahmad stammen von den vier Milliarden Einnahmen aus Service-Games aber knapp zwei Milliarden aus den Mobile Games von King Digital Entertainment (Candy Crush Saga, Farm Heroes Saga, etc.). Damit bleiben immer noch zwei Milliarden US-Dollar, die mit Mikrotransaktionen in PC- und Konsolenspielen eingenommen wurden.

PC, PlayStation und Xbox holen also langsam aber sicher Mobile Games in Sachen Ingame-Verkäufen ein. Erst vor Kurzem haben wir über eine Analyse von Superdata berichtet, laut der sich die Einnahmen durch Mikrotransaktionen in Videospielen seit 2012 verdoppelt haben.

Passend dazu: Auch EA setzt weiterhin auf Mikrotransaktionen

Dieser Wachstums-Trend dürfte sich in den kommenden Jahren sogar noch weiter fortsetzen, da Free2Play-Spiele mit Ingame-Shops und andere Spielemodelle mit Mikrotransaktionen oder DLCs offenbar einfach wesentlich lukrativer sind als der klassische Verkauf von Spielen.

Quelle: PCGamesN

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