Von Age 4 bis Total War: Warum ein beliebtes Strategiespiel-Feature historischer Blödsinn ist

Historiker erklären, wie realistisch Feuerpfeile wirklich sind - und warum kaum ein Spiel mit historischem Schauplatz ohne sie auskommen will.

Feuerpfeile sind spätestens seit Stronghold nicht mehr aus mittelalterlichen Strategiespielen wegzudenken. Aber wie realistisch ist ihre Darstellung überhaupt? Historiker schütteln bei dieser Frage nur resigniert mit dem Kopf. Feuerpfeile sind spätestens seit Stronghold nicht mehr aus mittelalterlichen Strategiespielen wegzudenken. Aber wie realistisch ist ihre Darstellung überhaupt? Historiker schütteln bei dieser Frage nur resigniert mit dem Kopf.

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Kaum ein mittelalterliches oder antikes Schlachtfeld in beliebten Spielen und Filmen kommt ohne sie aus: Feuerpfeile, die hundertfach in den Himmel steigen, die nächtliche Schwärze dramatisch ausleuchten und anschließend böse pfeifend auf die Feinde niederregnen.

Was auf der Leinwand vor allem ästhetisch ansprechend aussieht, birgt im Spiel meist auch handfeste Vorteile: Feuerbogenschützen verursachen mehr Schaden als normale Bogenschützen, das ergibt instinktiv sofort Sinn - was brennt und spitz ist, tut mehr weh als etwas, das nur spitz ist, na klar!

Altertumswissenschaftler hingegen können über diese Gleichung nur den Kopf schütteln und wissen, warum Feuerpfeile trotzdem so häufig in Total War oder aktuell Age of Empires 4 auftauchen. Wie so oft liegt die Antwort auf diese Frage allerdings nicht in der Geschichte, sondern in den Köpfen der Spielerinnen und Spieler.

Unsere Experten
Philipp Roskoschinski (Bild) ist studierter Altertumswissenschaftler, prähistorischer Archäologe und Rechtshistoriker. Er gründete außerdem »Kaptorga«, ein Unternehmen, das sich historische Wissensvermittlung zur Mission gemacht hat: Kaptorga produziert Dokumentationen, Kurzfilme und Podcasts, die sich allesamt um die Vermittlung von realistischen und historisch belegten Geschichtsbilder drehen.

Aurelia Brandenburg promoviert als Historikerin und Doktorandin an der Universität Würzburg über Adel im Spätmittelalter, schreibt abseits dieser Forschung aber auch immer wieder über Geschichtsbilder in Spielen und Filmen.

Der Irrtum beginnt bereits beim Namen

»Zuerst einmal heißt es korrekt Brandpfeile und nicht Feuerpfeile.« Mit dieser Berichtigung beginnt Philipp Roskoschinski unser Interview. Zuletzt war Roskoschinski als historischer Berater der Netflix-Produktion »Barbaren« tätig, wo er Regisseur und Drehteam bei der Auswahl von Requisiten und der Set-Ausgestaltung unterstützte.

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