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Vor 14 Jahren ruinierte ein winziger Tippfehler die Gegner-KI eines Alien-Shooters

Aliens: Colonial Marines gilt nicht gerade als Meisterwerk. Schuld daran ist aber auch ein einziger Buchstabe, der die Gegner im Spiel ihrer Intelligenz beraubt.

Eine ganze Xenomorph-Horde müsste eigentlich furchterregend sein. Eine ganze Xenomorph-Horde müsste eigentlich furchterregend sein.

Ein Shooter kann noch so gutes Gunplay und Mechaniken haben, aber wenn die Gegner nur Kanonenfutter sind, wird es trotzdem schnell langweilig. Aliens: Colonial Marines ist ohnehin schon kein Ausnahmeshooter, aber ein winziger Fehler sorgte zum Release 2012 auch noch für große Probleme bei den Xenomorph-Feinden.

Nur ein Buchstabe zu viel

Im GameStar-Test schrieb Jochen Gebauer 2012, nach spätestens zwei der insgesamt elf Missionen von Colonial Marines würden die eigentlich so furchterregenden Aliens so bedrohlich wie Feldsalat wirken. Der Grund:

Während die Konzernsoldaten immerhin noch Deckung suchen, stürmen die Aliens grundsätzlich blind nach vorne – und mutieren damit zum reinen Kanonenfutter.

Video starten 10:38 Aliens: Colonial Marines - Die ersten 10 Spielminuten - Die ersten 10 Spielminuten

Die Aliens kennen nur den Frontalangriff, überraschen uns selten, stehen manchmal ratlos herum und jagen uns auch nicht im Rudel. Aber haben sich die Entwickler einfach zu wenig Mühe mit den Computergegnern gegeben? Die Konzernsoldaten stellen sich ja immerhin etwas geschickter an. Tatsächlich kam einige Jahre später raus, dass offenbar ein simpler Tippfehler für die wenig intelligenten Aliens verantwortlich ist.

In einer entscheidenden Zeile des Codes gibt es lediglich ein a zu viel und das macht aus dem Wort tether, das dort eigentlich stehen soll, teather. Und tatsächlich, einige Spielerinnen und Spieler korrigierten den Tippfehler und merkten danach, dass die Aliens danach deutlich kompetentere und angemessen aggressive Gegner sind, die auch Flankenmanöver machen.

Das allein macht Aliens: Colonial Marines aber noch nicht zum Geheimtipp: Im Test mussten wir damals schließlich auch die Story, die Vertonung, das Leveldesign und vieles mehr kritisieren. Für die Entwickler und die Spielerinnen und Spieler von damals ist aber trotzdem ärgerlich, dass nur ein kleiner Buchstabe für so viel Ärger sorgte.

Ironischerweise ist das Alien-Franchise gleichzeitig ja auch für eine sehr beeindruckende KI bekannt, nämlich die des Xenomorphen aus Alien: Isolation. Kollege Dimi, der sich vor einiger Zeit leidend durch das Horrorspiel geschleppt hat (seinen Bericht seht ihr oben im Kasten), durfte jetzt auch den Nachfolger ausprobieren - und ist begeistert. Mehr dazu lest ihr ebenfalls oben im Kasten.


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