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In Don't Fret bin ich eine Gitarre (kein Scherz) – und ausgerechnet das könnte mir die Wartezeit bis Alien: Isolation 2 versüßen

Statt albernem Maskottchen-Horror findet Natalie in Don't Fret eine charmante Hommage an einen Genre-Klassiker.

Natalie freut sich extrem auf Alien: Isolation 2. Bis dahin wird sie sich die Zeit damit vertreiben, in Dont Fret vom musikalischen Cousin des Xenomorphs davonzulaufen. Natalie freut sich extrem auf Alien: Isolation 2. Bis dahin wird sie sich die Zeit damit vertreiben, in Don't Fret vom musikalischen Cousin des Xenomorphs davonzulaufen.

Halt, Stopp, wartet! Macht nicht denselben Fehler wie ich! Als der Trailer von Don't Fret im Rahmen der Future Game Show über meinen Bildschirm flackert, entlockt es mir einen amüsierten Schnaufer ... mehr auch nicht. Schließlich spielt man darin eine Gitarre – also man musiziert nicht darauf, sondern wird wortwörtlich zum Saiteninstrument. »Noch so ein Scherzspiel«, denke ich mir und schiebe meine Erinnerungen an den Trailer direkt weiter in meinen mentalen Schredder.

Beim Stöbern auf Steam stolpere ich dann wieder über das Spiel und sehe, dass es bereits eine spielbare Demo gibt, bevor das Horrorspiel am 1. Oktober 2026 erscheint. »Ach, warum nicht?«. Ich lade die Demo, stürze mich ins Spiel – und finde ganz unerwartet den Titel, der mir das Warten auf Alien: Isolation 2 erträglich machen könnte.

Natalie Schermann
Natalie Schermann

Nach dem kleinen Teaser zu Alien: Isolation 2 im April 2026 hat sich Natalie direkt wieder in einen Replay vom Vorgänger gestürzt. Nach dem ersten Gameplay, das auf dem SGF 2026 gezeigt wurde, kribbelt es ihr nur noch mehr in den Fingern. Dass ausgerechnet eine sprechende Gitarre zum möglichen Erlöser wird, klingt nach einem ihrer wilden Fieberträume beim Mittagsschläfchen. Vielleicht träumt sie diesen Artikel auch nur ...

Video starten 1:30 In Don't Fret werden wir zu einer Gitarre – aber im Horrorspiel steckt noch viel mehr

Ernste Töne

Als ich auf »Start« klicke, erwarte ich eigentlich ein ulkiges Horrorspielchen voller lustiger Maskottchen und alberner Flachwitze. Doch im Intro schlägt Don't Fret direkt überraschend düstere Töne an: Ich beobachte einen Mann – vermutlich der Vater des kleinen Protagonisten Fret –, der wütend gegen die Haustür hämmert, seine Frau anschreit und schließlich die Scheibe einschlägt, um sich gewaltsam Zutritt zu verschaffen. Panisch flieht Fret in sein Zimmer, klammert sich an seine geliebte Gitarre und verkrümelt sich in den Schrank … nur um kurz darauf als genau dieses Instrument in einer High School zu erwachen.

Das praktische Gerät zeigt mir an, wenn Gefahr in der Nähe ist. Im Notfall kann ich meine Gegner damit auch stunnen – das frisst aber direkt mal eine ganze Batterie. Das praktische Gerät zeigt mir an, wenn Gefahr in der Nähe ist. Im Notfall kann ich meine Gegner damit auch stunnen – das frisst aber direkt mal eine ganze Batterie.

Schulgebäude sind ja schon unter normalen Umständen und bei Tageslicht die absolute Hölle, aber die Musikschule Harmonic Heights setzt nochmal eine Oktave tiefer an. Die Wände sind tapeziert mit Postern von vermissten Kindern, Spinde liegen auf dem Boden herum und verstreuen die Hinterlassenschaften von Schülern auf dem Boden.

Im dunklen Gang klebt ein schauriger Kokon an der Wand, umwickelt von Kasettenfilm, aus dem furchteinflößend flinke Kreaturen schlüpfen. Der Putz krümelt von der Decke, begleitet von schwerem Stampfen irgendwo über mir.

Falls es bis hierhin noch nicht klar geworden ist: In dieser Schule stimmt etwas ganz und gar nicht!

Das Monsterdesign in Dont Fret ist trotz Musik-Thema richtig unheimlich. Diese Mitschülerinnen sind beispielsweise blind – dafür aber so flink wie das Klavierstück »Rush E«. Das Monsterdesign in Don't Fret ist trotz Musik-Thema richtig unheimlich. Diese Mitschülerinnen sind beispielsweise blind – dafür aber so flink wie das Klavierstück »Rush E«.

Hehe, Wortspiel

Der Name des Spiels ist übrigens sehr lustig. Der englische Ausdruck »Don't fret« bedeutet so viel wie »Mach dir keine Sorgen«. Fret ist aber nicht nur der Name des Protagonisten, sondern auch der englische Begriff für die Bünde am Gitarrenhals. Auf Deutsch würde das Wortspiel wohl am ehesten »Lass dich nicht verstimmen« lauten. Weißte, weil man 'ne Gitarre spielt und so! Höhö.

Ein Alien-Isolation-Cover

Zögerlich bewege ich mich durch die Gänge der Schule, suche nach Schlüsseln zu verschlossenen Türen, sammle Dokumente ein, um mehr über die Geschichte zu erfahren – und löse hier und da ein musikalisches Rätsel, während mir die strenge Klavierlehrerin ohne Gesicht in den Nacken atmet. Und schon auf den ersten Metern beschleicht mich ein vertrautes Gefühl: Das hier kenn' ich doch!

Auch die Rätsel folgen natürlich dem Musik-Thema. Aber keine Sorge, ihr müsst nicht Noten lesen können, um die Lösung zu finden – das Spiel gibt euch genug Hilfestellungen. Auch die Rätsel folgen natürlich dem Musik-Thema. Aber keine Sorge, ihr müsst nicht Noten lesen können, um die Lösung zu finden – das Spiel gibt euch genug Hilfestellungen.

Und tatsächlich: Don't Fret bedient sich nämlich extrem clever bei einem der besten Genre-Vertreter überhaupt – Alien: Isolation. Die meiste Zeit muss ich mich in den Schatten verstecken, leise an den Gegnern vorbeischleichen oder sie mit Flaschen ablenken. Ein spezielles Gerät zeigt mir ganz genau an, wenn Gefahr um mich herum lauert.

Auch das »Alien« hat in der Demo seinen Auftritt: Aus den Lüftungsschächten springt ein riesiges Monster mit drahtigen Beinen und einem Kassetten-Kopf. Lasse ich mich erwischen, ist es vorbei – also renne ich um mein Leben.

Gegen den Xenomorph, äh, das Kassetten-Monster habe ich keine Chance. Also nehme ich den Gitarrenhals in die Hände und laufe um mein Leben. Gegen den Xenomorph, äh, das Kassetten-Monster habe ich keine Chance. Also nehme ich den Gitarrenhals in die Hände und laufe um mein Leben.

Don't Fret ist aber nicht einfach nur eine uninspirierte Kopie, sondern gleicht einem coolen Indie-Cover. Das Vorbild ist auf jeden Fall zu erkennen – aber das Horrorspiel komponiert auch ein eigenes Überlebenskozept. Alles ist konsequent dem Musik-Thema verschrieben, wirkt auf mich aber erstaunlicherweise gar nicht mehr albern, sondern macht neugierig auf mehr.

Das Monsterdesign ist fantastisch und lässt mir dank der klaustrophobischen Räumlichkeiten, blinkenden Lichter und den flinken Bewegungen der Kreaturen das Blut in den Adern gefrieren.

Ich war enttäuscht, als die etwa 30-minütige Demo vorbei war – und das ist immer ein gutes Zeichen! Ich freue mich sehr, noch mehr von Gitarren-Junge Fret zu sehen und bin gespannt, wie Don't Fret den Horror-Klassiker Alien: Isolation im weiteren Spielverlauf interpretiert. Ich erwarte hier nicht den nächsten Chart-Stürmer im Horror-Genre, aber mindestens einen Geheimtipp für Liebhaber.

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