Ryzen-Gerüchte: Viele beliebte Prozessoren könnten bald teurer werden

PC-Hardware kämpft aktuell mit schlechter Verfügbarkeit und hohen Preisen. Davon sollen bald auch mehr der grundsätzlich meist empfehlenswerten Ryzen-CPUs betroffen sein.

von Nils Raettig,
25.01.2021 16:29 Uhr

Eine geringe Verfügbarkeit könnte in Zukunft bei mehr Ryzen-Modellen für steigende Kosten sorgen. Eine geringe Verfügbarkeit könnte in Zukunft bei mehr Ryzen-Modellen für steigende Kosten sorgen.

Während neue Grafikkarten wie die RTX 3080 und die RX 6900 XT wegen schlechter Verfügbarkeit kaum in Preisvergleichen auftauchen, sieht die Lage bei AMDs Ryzen-Prozessoren etwas besser aus. Jüngste Gerüchte deuten aber daraufhin, dass sich die Situation verschlechtern wird, zumindest teilweise.

So will Wccftech erfahren haben, von welchen Liefermengen AMD bei verschiedenen Ryzen-CPUs im ersten Quartal 2021 ausgeht. Mit »guten Beständen« (auf Englisch »decent«) ist demnach nur für drei Modelle zu rechnen, die anderen CPUs sollen dagegen maximal »einige« (auf Englisch »some«) beziehungsweise »sehr geringe« (auf Englisch »very low«) Bestände aufweisen.

Vor allem die Modelle der ersten Kategorie in der folgenden Übersicht könnten in nächster Zeit (noch) teurer werden und schlecht verfügbar sein, was teils jetzt schon der Fall ist. Beim Kauf einer neuen CPU schaut ihr euch deshalb am besten an anderer Stelle um (siehe auch den Abschnitt »Gute Nachrichten für Aufrüster« am Ende dieses Artikels).

Verfügbarkeit von Ryzen-CPUs im ersten Quartal 2021 laut Wccftech:

Sehr geringe Bestände

Einige Bestände

Gute Bestände

Was AMD und Intel in Sachen Prozessoren für die Zukunft planen und mit welchen Grafikkarten zu rechnen ist, erfahrt ihr in unseren passenden Plus-Reports:

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Beliebte Ryzen-Modelle dürften teurer werden

Bemerkenswert sind in der obigen Tabelle auch die Modelle der mittleren Kategorie. Sie enthalten grundsätzlich immer noch attraktive Prozessoren der letzten Ryzen-Generation (Ryzen 3000), allen voran der Ryzen 7 3700X und der Ryzen 9 3900X.

Es muss nicht Ryzen 5000 sein: Der 3700X ist mit Kosten von etwa 300 Euro derzeit eine gute Alternative zu den aktuellen Ryzen-Modellen, wenn es acht flotte Kerne zu einem möglichst geringen Preis sein sollen. Gleiches gilt für den 3900X für circa 440 Euro im Bereich der Modelle mit zwölf Kernen.

Diese Prozessoren liegen damit ein gutes Stück unterhalb ihrer UVP zum Release. Sollten die Vorhersagen von Wccftech stimmen, dürfte sich das im Laufe des ersten Quartals ändern. Beim 3700X deutet sich das auch bereits in der jüngsten Preisentwicklung an.

In der folgenden Grafik seht ihr, wie sich die Kosten im Vergleich zu der Release-UVP bei allen oben genannten CPUs entwickelt haben. Zwei Prozessoren fehlen allerdings in der Übersicht, weil sie aktuell bei keinem Händler lieferbar sind: Der Ryzen 3 3300X und der Ryzen 5 3400G.

Gute Nachrichten für Aufrüster

Sowohl die Vorhersagen zu den Beständen bei Wccftech als auch der Blick auf die momentane Preislage beinhalten aber auch gute Nachrichten für Aufrüster.

Drei grundsätzlich sehr empfehlenswerte Modelle in Form des Ryzen 7 5800X, Ryzen 5 5600X und Ryzen 5 3600 sollen vorerst in ordentlicher Menge verfügbar bleiben. Ihre Preise liegen gleichzeitig nahe an der UVP zum Release oder sogar darunter, was aufgrund der besagten Bestände erstmal so bleiben dürfte.

Wie gut AMD momentan generell mit Ryzen 5000 im Vergleich zu den aktuellen Intel-CPUs da steht, erfahrt ihr in unserem Test:

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Schlecht sieht es für die Top-Modelle Ryzen 9 5900X und 5950X aus: Sie sind aktuell bereits nur zu sehr hohen Aufpreisen gegenüber der UVP im Bereich von 20 bis 50 Prozent zu haben, was sich wohl nicht so schnell ändern wird. Ein Glück, dass Spieler (noch) keine zwölf oder gar 16 Kerne brauchen.

Habt ihr euch selbst bereits eine aktuelle Ryzen-5000-CPU gekauft oder plant ihr bald die Anschaffung eines Ryzen-Prozessors? Schreibt es gerne in die Kommentare!

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