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Seite 2: Ancestors: The Humankind Odyssey - Überlebenskampf gegen die Urangst

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Neugier und Entdeckerdrang

Ancestors gibt nach einer kurzen Einführung keine Ziele vor und hat auch keine Minimap. Trotzdem ist bald klar: Man soll die Angst vor dem Unbekannten verlieren. Das klappt aber nur, wenn auch der Skilltree und die Intelligenz mitwachsen. Ist der Affe noch zu dumm, um eine Frucht zu schälen, bleibt sie auch erst einmal nutzlos.

Andere Tiere wie dieses Schwein und die Schlange greifen sich auch untereinander an. Die Verwirrung sollten wir ausnutzen, um die Flucht zu ergreifen. Andere Tiere wie dieses Schwein und die Schlange greifen sich auch untereinander an. Die Verwirrung sollten wir ausnutzen, um die Flucht zu ergreifen.

Durch Lernen und Ausprobieren entwickelt sich der Menschenaffe weiter und seine Sippe kann fortbestehen. Die kann man sogar mit auf Wanderung nehmen. Die Jungen nehmen wir dann Huckepack, und der Rest folgt uns über Stock und Stein. In den ersten zwei Stunden sind wir aber nicht mal übers erste Tal hinausgekommen. Das hätte uns auch gewundert, denn Patrice spricht von etwa 50 Stunden Gesamtspielzeit.

Die späteren Kapitel werden verschiedene Evolutionsstufen illustrieren. Unser Gebiet beschränkt das Spiel durch Urangst: Entfernen wir uns zu weit von unserem Territorium, wird die Sicht dunkel, Fratzen von Raubtieren tauchen auf. Unser Affe verfällt in Panik - und schließlich wachen wir wieder am Schlafplatz der Sippe auf. Das betretbare Gebiet wird größer, je mehr wir von der Umgebung erforschen, also die Furcht vor Neuem verlieren.

»Wir tragen diese Urangst bis heute in uns«, meint Patrice. »Da können wir noch so viel Zivilisation um ums herum aufbauen: Den chemischen Prozessen in unserem Körper ist das herzlich egal und wir haben trotzdem noch Furcht, obwohl es keinen rationalen Grund dafür gibt.« Glaubt ihr nicht? Geht mal nachts allein durch den Wald.

Als Affe gut klettern zu können ist ein großartiges Gefühl und weckt den Entdeckerdrang. Die Steuerung funktioniert gut, aber es ist manchmal schwer zu erkennen, was man greifen kann. Als Affe gut klettern zu können ist ein großartiges Gefühl und weckt den Entdeckerdrang. Die Steuerung funktioniert gut, aber es ist manchmal schwer zu erkennen, was man greifen kann.

Technisch ungeschliffen

Schon in der frühen Version ist es die Atmosphäre, die uns am meisten an Ancestors überzeugt. Obwohl oder gerade weil das Spiel an vielen Stellen noch ungeschliffen wirkt. Vor allem die Animationen dürften für unserem Geschmack geschmeidiger sein.

Die optischen Mängel gleicht die hervorragende Akustik aber wieder aus. Der Urwald sieht nicht nur dicht aus, er klingt auch so. Genaues Hinhören rettet sogar Leben: Ist die Sicht eingeschränkt, hilft es zum Beispiel nach fließendem Wasser zu horchen. Oder man achtet auf verdächtiges Rascheln im Busch, um weiteren Angriffen aus dem Weg zu gehen.

Die Umwelt steckt voller Früchte, Pflanzen, Steinen und anderen Dingen, die beim Überleben helfen. Aber Vorsicht! Manches davon kann giftig sein. Die Umwelt steckt voller Früchte, Pflanzen, Steinen und anderen Dingen, die beim Überleben helfen. Aber Vorsicht! Manches davon kann giftig sein.

Vier Einstellungen für das HUD gibt es, stufenweise von voll bis hin zu ausgeschaltet. Wer gänzlich auf Bildschirmanzeigen verzichtet, wird sich besonders auf sein Gehör verlassen müssen. Wenn Ancestors: The Humankind Odyssey diese starke Stimmung im fertigen Spiel über die ganze Laufzeit halten kann, erwartet uns eine ungewöhnliche Reise zurück zu unseren Ursprüngen.

Das ist jedenfalls das Ziel von Patrice: »Je länger ich mich mit dem prähistorischen Menschen auseinandergesetzt habe, desto mehr habe ich mich in ihm wiedererkannt. Damals wie heute werden wir von den gleichen Dingen angetrieben, haben die gleichen Bedürfnisse und Ängste. Seitdem ich mit der Arbeit an dem Spiel begonnen habe, sehe ich die Welt jedenfalls mit anderen Augen.«

Video starten 3:47 Riesenschlangen in Ancestors: The Humankind Odyssey - Entwickler erklärt, wie euch die Spielwelt umbringen will

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