Bei unserer großen FYNG Show hatten wir auch frisches Anno-Gameplay für euch aus der zweiten spielbaren Provinz. Währenddessen war sogar Manuel Reinher auf der Bühne, der Creative Director von Anno 117, und hat über das Gezeigte geplaudert.
Dabei sprach er von etwas, was einige von euch vielleicht überraschen wird: Er behauptete, dass sie bei sich daheim im Keller des Entwicklerstudios in Mainz einen römischen Tempel entdeckt hätten.
Klingt absurd, aber die Geschichte ist tatsächlich wahr und hat ein kleineres Feature inspiriert, auf das ihr in Anno 117 stoßen werdet.
Die Highlights unserer FYNG Show gibt es hier zu sehen:
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Alle Highlights unserer FYNG-Show auf der Gamescom 2025!
Der römisch-ägyptische Tempel in Mainz
Mainz ist eine der geschichtsträchtigsten Städte Deutschlands, die sich bis in die Römerzeit verfolgen lässt. Zur Zeit der Römer war der Ort als Mogontiacum bekannt und wandelte sich vom Legionslager zur Siedlung. Noch heute befinden sich in Mainz viele archäologische Fundstätten, wie etwa Überreste eines Aquädukts, eines Theater oder ein Denkmal zu Ehren des römischen Feldherren Drusus.
Relativ neu, aber ein Highlight des römischen Mainz, ist eben die von Manuel Reinher angesprochene Tempelanlage in der Römerpassage. Dabei handelt es sich um einen römischen Tempel, der den Göttern Isis und Mater Magna geweiht ist.
Das Heiligtum wurde erst im Jahr 2000 überhaupt entdeckt, während die Tiefgarage des zentral gelegenen Kaufhauses ausgebaut werden sollte. Heute befindet sich dort ein Museum, sodass die Anlage besichtigt werden kann. Auch die Büros von Ubisoft Mainz befinden sich in der Römerpassage und damit direkt über diesem alten, römischen Tempel.
Was bedeutet das für Anno 117?
Es wirkt fast schon schicksalshaft, dass nun mit Anno 117 ein Spiel in der römischen Antike direkt über diesem Tempel entsteht. Aber die reine Existenz des Tempels hat auch unabhängig von seinem Standort eine interessante Bedeutung für das neue Aufbauspiel.
Wie Manuel Reinher in der FYNG-Show erklärt, werdet ihr in Anno 117: Pax Romana nicht ausnahmslos römische Gottheiten anbeten und zu ihren Ehren Tempel errichten. Denn die Römer haben durchaus Glaubensbilder aus besetzten Gebieten quasi importiert.
In dem römischen Tempel in Mainz wurden Isis und Mater Magna verehrt. Mater Magna war eine Fruchtbarkeitsgöttin, deren Ursprünge eigentlich in der Türkei liegen. Isis hingegen stammt aus der Glaubenswelt der Ägypter.
Auf ähnliche Art sollen wir in Anno 117 keltische Gottheiten übernehmen können, dazu gehören Götter wie Cernunnos, Epona und Merkur-Lugus. Dass das in dem Spiel geht, verdanken wir eben auch den Erkenntnissen, die aus Tempeln wie in Mainz geschlossen wurden.

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